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Bild zur Petition mit dem Thema: Keine Einsparungen im Sozialbereich auf Kosten der Armen! Keine Einsparungen im Sozialbereich auf Kosten der Armen!
  • Von: Verein Wiener Berufsbörse, Betriebsrätin ... mehr
  • An: Landesgeschäftsführung des AMS Wien; Bundesgeschäftsstelle ...
  • Region: Wien
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 922 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Keine Einsparungen im Sozialbereich auf Kosten der Armen!

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Die Wiener BerufsBörse (WBB) ist eine gemeinnützige Beratungsstelle und begleitet seit 1992 Menschen mit Alkohol- und anderen Abhängigkeitserkrankungen zu einem stabileren Leben, mit dem Ziel wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Menschen deren Chance auf gesellschaftliche Teilhabe ohne professionelle Unterstützung gering ist, benötigen die Spezialisierung und Expertise unseres Angebotes, dieses ist österreichweit einzigartig und hilft im Jahr ca. 2000 Personen. Der gesellschaftliche Nutzen ist bedeutend, da die WBB all die Jahre wesentlich zur Stabilisierung dieser Personengruppen beigetragen hat. Durch die sehr gute Vernetzung in der gesamten Soziallandschaft und mit dem AMS Wien war es möglich, dieser Personengruppe institutionsübergreifend Hilfestellung zukommen zu lassen.

Begründung:

Unsere Dienstleistungen müssen zukünftig massiv reduziert werden. Dadurch ist die einfach zugängliche, umfassende und langfristige Betreuung von arbeitslosen Suchtkranken mit Mehrfachproblematik nicht mehr gegeben. Ein Wegfall der Betreuung hilfsbedürftiger Menschen am unteren Rande der Gesellschaft birgt das Risiko gravierender, negativer Auswirkungen. Helfen Sie uns dabei aktiv zu bleiben und: • Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit bei Suchtkranken zu verhindern. • Der Sozialarbeit im arbeitsmarktpolitischen Kontext Anerkennung zu verschaffen. • Das Ausspielen von sozial benachteiligten Gruppen gegeneinander (AsylwerberInnen versus ÖsterreicherInnen) zu verhindern. • Erhöhter Armutsgefährdung und gesellschaftlicher Ausgrenzung suchtkranker Menschen etwas entgegen zu setzen. • Die steigende Anzahl unbetreuter, suchtkranker und psychiatrisch auffälliger Personen in Wien zu senken. • Die soziale und psychische Stabilität der Betroffenen zu fördern. • Den niederschwelligen Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Informationen und Betreuung für arbeitslose Menschen mit Suchterfahrung weiterhin anbieten zu können. • Die Inklusion psychisch kranker Menschen arbeitsmarktpolitisch zu gewährleisten. Wir wollen diese Abspaltung sozialer Verantwortung von der Arbeitsmarktpolitik nicht hinnehmen! Bitte unterschreiben Sie diese Petition, wenn auch Sie der Meinung sind, dass es weiterhin psychosoziale Betreuung für alle arbeitssuchenden suchtkranken Menschen durch die WBB geben muss!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wien, Österreich, 03.12.2015 (aktiv bis 02.02.2016)


Neuigkeiten

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Debatte zur Petition

PRO: In der WBB erfahren die KlientInnen Wertschätzung. Sie werden als Menschen und nicht als Süchtige wahrgenommen. Sie werden gestärkt in ihren Fähigkeiten, Ressourcen und Potentialen. Das kann zu einer deutlichen Verbesserung der psychischen Gesundheit ...

PRO: Die WBB hat jahrelange Expertise und Erfahrung mit Personen mit Suchterfahrung. Eine Kürzung diese Einrichtung ist ein großer Verlust für die Soziallandschaft in Wien!

CONTRA: Defacto hat das AMS Wien die Zusammenarbeit aufgekündigt. Ein "warum" beantwortet ein Fördergeber nie offen: sicher aber nicht, weil die Leistung nicht nachgefragt würde. Es ist eher zu vermuten, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen immer weniger ...

CONTRA: Es fehlen Hintergrundinformationen - nur zu schreiben: "Unsere Dienstleistungen müssen zukünftig massiv reduziert werden." Warum? Von wem? Wieviel? Ohne zusätzliche Informationen ist es für mich schwer diese Petition zu unterstützen.

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