Region: Vienna
Environment

Kein Kochsalz für Wiener Stadtbäume

Petition is directed to
Bürgermeister, Gemeinderat
347 320 in Vienna
4% from 7,400 for quorum
  1. Launched November 2022
  2. Time remaining > 5 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

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Zum Schutz der Wiener Stadtbäume gibt es die Winterdienstverordnung 2003 (https://www.wien.gv.at/umweltschutz/winterdienst/) , die grundsätzlich die Salzstreuung in der Nähe von Grünflächen (im Umkreis von zehn Metern) verbietet. Kontrolliert wird dieses meist von Winterdiensten und Privatpersonen ignorierte Verbot allerdings nicht. Sogar die Gemeinde Wien missachtet zuweilen in und rund um Grünflächen ihr eigenes Salzstreuverbot. Es gibt bestenfalls vereinzelte behördliche Kontrollen, wobei dann der Einsatz von Feuchtsalz und Salzsole oft mit ausweichenden Argumenten gerechtfertigt wird. Für die MA 48 (u.a. Straßenreinigung) ist Salzstreuung auf Straßen vertretbar und „alternativlos“!

Dieser Meinung sind wir nicht. Daher haben wir diese Petition gestartet.

Die Wiener Stadtbäume erleben zurzeit einen Generationenwechsel – viele Altbäume werden aus unterschiedlichen Gründen umgeschnitten und durch Jungbäume neuer Art und Form ersetzt. Neben anderen Stressfaktoren (KFZ-Abgase, Trockenheit, Kastanienminiermotte, etc.) stellen Natriumchlorid (NaCl)-haltige Auftaumittel für straßenbegleitende Stadtbäume eine enorme zusätzliche Belastung dar, die teilweise auch zum Absterben führen kann.

Immerhin versucht die Stadt Wien die Menge an ausgebrachtem Streusalz, Feuchtsalz oder flüssiger, salzhaltiger Solemischung für die Schnee- und Eisfreihaltung  (Straßenbenutzungsbereitstellung, Verkehrssicherheit) schrittweise zu reduzieren, andererseits nimmt das Ausmaß an direkter Streusalzverwendung im privaten oder kommunalen Bereich durch überzogene Mengen aus Angst vor Haftung - speziell bei Baumalleen - sogar stark zu. Dies betrifft leider auch die Schnee- und Eis-Freihaltung von Radwegen mit begleitenden Baumbeständen.

Niemand will, dass sich Menschen bei Glatteis zu Fuß, mit dem Rad oder dem PKW verletzen, aber es gibt Alternativen zu NaCl-Ausbringung, die wesentlich weniger  ökologisch schädliche Nebenwirkungen aufweisen.

Der Schutz unserer Stadtbäume sollte uns diese Maßnahmen wert sein, selbst wenn damit etwas höhere Kosten verbunden sind.

Reason

Unsere Forderungen an die Wiener Stadtregierung:

 

  1. Sofortmaßnahmen noch vor dem Winter 2022/2023 in Bereichen mit bereits bestehenden Schadwirkungen und Gefährdungen aufgrund früherer übermäßiger Salzstreuung, wie zB, Bodenverbesserung durch qualitativen Laubholzmulch, salzfreier Blättermulch, Einbringung von effektiven Mikroorganismen im Baumscheibenbereich, Salzverdünnung und -ausschwemmung im Frühjahr
  2. Folgen von jahrelangem Salzeintrag für Böden, Gewässer, Tiere, Pflanzen und Bäume endlich ernst nehmen und berücksichtigen
  3. Strikte Einhaltung des absoluten Salzstreuverbots in Wien durch private Dienstleister als auch die Stadt Wien, im Umkreis von Grünflächen und Bäumen. Das heißt Verzicht auf Natriumchlorid zur Baumschonung und Alternativen zu Natriumchlorid, Salzsole und chemisch bedenklichen Auftaumitteln einsetzen - keine chemischen, nachweislich baumschädlichen Auftaumittel im Bereich von Baumstandorten ausbringen
  4. Umgehendes Aktivwerden der Behörde bei Meldungen zu Verstößen gegen die Winterdienst-VO (sowohl bei privaten Dienstleistern als auch bei der Stadt Wien); Transparente, stichprobenartige Kontrollen der Winterdienst-Verordnung durch die zuständige Behörde (Stadtgartenamt/MA42) und Veröffentlichung der Kontroll-Ergebnisse und der Beprobungen nach Bezirken auf der Webseite der Stadt Wien. Ein Verweis auf Datenschutz ist hier nicht zulässig, da der Baumbestand Wiens ein Allgemeingut der Gesamtbevölkerung ist und keine reine Privatsache. Erhöhung des Strafausmaßes bei Verstößen um das 10-fache auf zumindest 7.000 bis 9.000 Euro bzw. Strafdiversion, dh.: Verpflichtung zu Baumschutzarbeit und Geldstrafe
  5. ·Große und kleine Handelsfirmen zu Verzicht von Streusalz (NaCl) oder sonstigen bedenklichen Auftaumitteln bewegen (sonst notfalls mit Verkaufsverbot von Streusalz belegen).
  6. Eine Informations- und Aufklärungskampagne über die Wirkungen der Ausbringung von umweltschädlichen Salzen auf Bäume für private Winterdienstfirmen und den Streudienst der Stadt Wien (zB Neuauflage der Broschüre „Schnee und Eis in Wien“)

 

Baumschutz ist Klimaschutz – dieses Bewusstsein braucht es bei der Politik, daher: Kein Kochsalz für Wiener Stadtbäume!

 

Initiative Zukunft Stadtbaum

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News

Kochsalz, Siede- oder Meersalz darf nicht verwendet werden, denn aus pflanzenphysiologischer Sicht bedeutet es eine gravierende Schädigung für das Wurzelsystem von Bäumen, dramatische Verhinderung von Wasseraufnahme über die feinen Stammkanäle, Zerstörung von Blattmasse. Viel zu rasches Absterben von Stadtbäumen bringt Klimanachteile und kostet immer mehr Geld. Salzverzicht in Baum- und Strauchnähe, ein aktiver Baumschutz für Kommune, Firmen und Private!

No CONTRA argument yet.

Why people sign

on 08 Mar 2023

Ich liebe Bäume!!! Vor allem sind sie jetzt in der Stadt extrem wichtig um im Sommer kühlend zu wirken! Also Bäume schonen und viele neue pflanzen, dafür weniger Parkplätze! Danke!

on 01 Mar 2023

Umweltschutz! Salz gehört nicht auf die Straße.

on 27 Feb 2023

Es ist unfassbar was jährlich in Wien Salz gestreut wird, unsere Pflanzen leiden schon genug unter Trockenheit, es muss nicht noch zusätzlich Wasser entzogen werden!!!

on 21 Feb 2023

Weil Bäume in den Städten sooo wichtig sind und Wien hat einfach zu wenig.

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