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Bild zur Petition mit dem Thema: Kein Grenzzaun in Spielfeld! Kein Grenzzaun in Spielfeld!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Johanna Mikl-Leitner, Innenministerium
  • Region: Österreich mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 7.382 Unterstützende
    6.995 in Österreich
    Sammlung abgeschlossen

Kein Grenzzaun in Spielfeld!

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Das Innenministerium gab am 27.10.15 bekannt, dass in der Region um Spielfeld ein Grenzzaun errichtet werden soll, um einen geordneten Durchgang zu ermöglichen. Zweck der Sache ist es, nur so viele Menschen täglich nach Österreich zu lassen, wie Deutschland täglich aufnimmt. Der Grenzzaun soll innerhalb von zwei Wochen aufgestellt werden.

Begründung:

Ein Grenzzaun würde nicht zu einem geordneteren Übergang führen, sondern dazu, dass sich die Route der Ankommenden weiter nach Westen verlagert. Solange den Flüchtenden keine menschliche Versorgung an den Grenzen bereitstellt wird, werden diese nicht tagelang im Freien warten um weiterreisen zu dürfen. Die Zustände an den Grenzen sind derzeit fatal. Es gibt weder genügend zu essen und zu trinken, noch annähernd ausreichende Sanitäranlagen. Menschen werden gezwungen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Freien zu übernachten und tagelang zu Tausenden auszuharren. Für Kinder und gebrechliche Menschen birgt dies eine tödliche Gefahr: Zu groß sind die Strapazen. Ebenso problematisch ist die medizinische Unterversorgung der Ankommenden.

Aus den oben genannten Gründen würden (nach Aufstellen des Grenzzauns) viele der Menschen nicht vor der Grenze ausharren, sondern entweder westlich oder östlich des Zaunes ausweichen. Dabei könnten manche versuchen die Mur zu überqueren.

Ein Grenzzaun zeigt von der absoluten Hilfslosigkeit und Unfähigkeit unseres Innenministeriums mit der derzeitigen Situation umzugehen. Vor ein paar Wochen rügte man noch Ungarn für deren unmenschliches Handeln, heute zieht man die selben Mittel in Betracht.

Weiters bleibt die Frage, wieso finanzielle Mittel für einen Grenzzaun aufgebracht werden können, nicht aber für eine annähernd angemessene Erstversorgung von vor Krieg flüchtenden Menschen.

Dieser Zaun darf und wird nicht gebaut werden! Er zeugt von einer menschenverachtenden und heillos überforderten Politik.

Foto: www.presse.com

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Graz, 28.10.2015 (aktiv bis 24.11.2015)


Debatte zur Petition

PRO: Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer - Ein Sieg der Menschlichkeit und Freiheit. Am 13. März 1938 wurde der "Anschluss" an Hitler-Deutschland vollzogen. Wir haben aus der Vergangenheit nichts gelernt. Es werden wieder Feindbilder aufgebaut, der ...

PRO: Ich habe damals bei der EU- Abstimmung für ein freies Europa und eine Europäische Gemeinschaft gestimmt. Die Vergangenheit zeigt doch auf, dass Mauern und Zäune nichts Positives vermitteln und bewirken. Moderner Grenzschutz braucht das NICHT. Ich denke, ...

CONTRA: Der Grund für den Zuzug unter dem Titel "Flüchtling" wird gleichermaßen verkannt wie er evident ist: Durch die Geburtenzahlen in großen Teilen der Welt gibt es eine gewaltige "Jugendblase". 100te Mio junger Männer finden keine Position und machen daher ...

CONTRA: Es gibt Menschen, die sich stärker vor Flüchtlingen fürchten, welchen man freundlich geholfen hat, in Österreich/Europa unterzukommen. Und es gibt Menschen, die sich stärker vor Flüchtlingen fürchten, denen man die Ein- oder Durchreise verwehrt hat. Beides ...

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