Das Finanzministerium steckt viel Geld in die Rettung der Banken, für Bildung und Jobs für die Jugendlichen bleibt zu wenig übrig. ArbeitnehmerInnen zahlen immer mehr Lohnsteuern ein, aber die Regierung streicht Schulen Geld. Weil die (notwendige) Rettung auch die großen Vermögen gerettet hat, gibt es nur eine Lösung: Die Reichen müssen Vermögenssteuer zahlen, dann ist auch genug für die Bildung da. Genug gespart!

Begründung

Die ÖGJ hat sich immer gegen Einsparungen im Bildungsbereich ausgesprochen – so wie übrigens auch die Regierungsparteien. Wer bei der Bildung kürzt, schadet nicht nur den Kindern, sondern langfristig auch dem Wirtschaftsstandort Österreich.

Und: Wer bei der Bildung spart, vergrößert die Ungerechtigkeit unseres Bildungssystems. Bildung ist ungerecht verteilt. Nur ein Drittel schafft einen höheren Abschluss als die Eltern - der Grad der Bildung wird also vererbt. Kinder von reichen Eltern brauchen keine höheren Bildungsbudgets – sie haben genug Geld, um mit Nachhilfestunden auszugleichen, was der Staat versäumt.

Aber die Kinder der weniger reichen Eltern brauchen gerade diejenigen Reformen, die nun Opfer von Sparplänen werden könnten: Kleinere Gruppen, mehr LehrerInnen in der Klasse, ganztägige Schulformen, die die Nachhilfe unnötig machen.

Wir fordern daher, dass die Bundesregierung folgende Forderungen des ÖGB-Bundeskongresses 2013 umsetzt und von Einsparungen im Bildungsbereich absieht:

„Bildungsreformen können nicht allein durch politische Versprechen stattfinden. Wenn sich die Politik zu neuen Wegen in der Bildungspolitik bekennt, muss sie dafür auch die notwendigen Budgetmittel zur Verfügung stellen. Umschichten von Geld innerhalb eines Ressorts ist zu wenig.“

„Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung einer stärkeren Potenzialorientierung und Leistungsdifferenzierung liegt auch im flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen.“ Dafür müssen auch die Bundesländer mehr als bisher in Bildung investieren und die vom Bund gestellte Kofinanzierung nicht einfach liegen lassen.

Statt mit dem Rasenmäher quer über alle Budgetposten zu kürzen, sollte sich die Regierung um neue Steuereinnahmen kümmern. Wir brauchen eine Vermögenssteuer, weil es uns um Gerechtigkeit geht. Nicht die Schülerinnen und Schüler sollen für das Versagen der Banken zahlen, sondern die Reichen, deren Spekulationen die Bankenkrise mitverursacht haben.

Industrie und Wirtschaft wollen stattdessen die ArbeitnehmerInnen weiter schröpfen: Sie fordern die Streichung der Steuerbegünstigung für das 13. und 14. Monatsgehalt. Nicht mit uns! Die ArbeitnehmerInnen haben genug gezahlt. Jetzt müssen die Reichen ihren Beitrag leisten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Österreichische Gewerkschaftsjugend aus Wien
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    Wir sagen Danke an alle, die unsere Petition unterstützt haben. Die ÖGJ wird sich auch weiterhin gegen Einsparungen im Bildungsbereich einsetzen, denn wer bei der Bildung spart, vergrößert die Ungerechtigkeiten in unserem Land. Damit es genug Geld für ein zukunftsorientiertes Bildungssystem gibt, müssen die Reichen mehr Vermögenssteuern zahlen. Dafür wird sich die ÖGJ in den kommenden Wochen auch im Rahmen der ÖGB-Kampagne „Lohnsteuer runter“ stark machen.

    www.lohnsteuer-runter.at

    Mit gewerkschaftlichen Grüßen
    Das ÖGJ-Team

Pro

www.youtube.com/watch?v=g1vyrkF5YqY proge.at/reichensteuer

Contra

Bitte lasst euch nicht blenden! Ja es gibt Reiche. Die wollen und sollten bezahlen. Wir reden von Menschen die mehr Geld haben als Sie ausgeben können. Der aktuelle Plan trifft nicht nur die Reichen - es trifft den Mittelstand - und das sollte es nicht sein. Bsp Haus: Kleines Familienhaus in Kitzbühel. Man wohnt darin. Wie viele andere. Man verdient 2.500 brutto. Aber es ist Kitzbühel. Daher ist das Haus viel wert. Man ist reich. Man zahlt extra steuer für Geld das man nicht hat? Was wenn es künftig weniger wert ist? Man kriegt nix zurück. Fair?