Ziel dieser Petition ist es, herauszufinden, wie viele Menschen sich gegen ein Essverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien aussprechen.

Die diesbezügliche Online-Umfrage der "Wiener Linien" weist gravierende Fehler auf. Unter anderem gibt es keinen Schutz gegen Mehrfachabstimmungen und auch die Möglichkeit, gegen das Verbot abzustimmen, ist tendenziös formuliert und versteckt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Es ist daher nötig, ein treffenderes Bild der realen Situation zu erstellen.

Diese Petition ist das provisorische Korrektiv, um klarzustellen, ob es wirklich eine "überwältigende Mehrheit" gibt, die sich für ein Essverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien ausspricht.

Die Zahlen werden an das Büro von Frau Mag.ª Ulli Sima weitergeleitet, mit der Bitte, das Ergebnis in ihren Plänen zu berücksichtigen. Natürlich sind die Chancen hoch, dass derartige Eingaben ignoriert werden. Dennoch kann es nicht schaden, dem öffentlichen Diskurs ein paar echte Zahlen zuzuführen.

Begründung

Öffentlicher Raum ist für alle da. Das bedeutet natürlich nicht, dass man überall tun und lassen kann, was man will. Wie immer im Zusammenleben mit anderen Menschen ist es nötig, sich zu arrangieren.

Dies geschieht, indem wir sagen, was uns stört. Indem wir mit den Personen reden, deren Verhalten uns auffällt. So können wir uns Gehör verschaffen und die Regeln des Zusammenlebens beeinflussen.

Verbote hingegen führen dazu, dass wir Verantwortung abgeben an Polizei, Sicherheitsdienste und den Staat – wir nehmen uns selbst die Möglichkeit, die Art des Zusammenlebens zu beeinflussen.

Ein Miteinander auf Augenhöhe wird dabei unmöglich. Kontrollorgane lösen Regelübertretungen meist durch Strafen. Die Entscheidung der BeamtInnen ist absolut, Dialog nicht vorgesehen.

Verbote führen außerdem zu Unsicherheit: Das "Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz" zwingt uns, täglich zu überlegen, ob wir "richtig gekleidet sind" und gibt BeamtInnen die Möglichkeit, nur nach eigenem Ermessen zu handeln.

Derartige Verbote nehmen zu. Vor kurzem wurde der Konsum von Alkohol an bestimmten Plätzen verboten. Jetzt erfolgt der Versuch, ein Essverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln durchzusetzen.

Die Frage ist: Wo wird es aufhören? Wie weit ist Privatsphäre privat, wenn das Tragen von Kleidung und der Konsum von Speisen und Getränken mit Geldstrafen und Anzeigen geahndet werden?

Eine weitere Frage ist, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. In einer freien und offenen, in der wir entscheiden können, wie wir mit Menschen umgehen? Oder in einer Gesellschaft, in der soziale Interaktion von Gesetzen und BeamtInnen geregelt wird, und die Trennlinie zwischen Gerechtigkeit und Willkür immer weiter verschwimmt?

Denn irgendwann könnten wir es sein, die als störend empfunden werden. Auch wenn wir vielleicht gar niemanden stören wollten. Und dann wären wir mit Sicherheit froh, wenn wir auf Nachgiebigkeit, Verständnis und Dialogbereitschaft treffen.

Ich bitte Sie daher, diese Petition gegen ein Essverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien zu unterzeichnen.

Vielen Dank

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Prammer aus Wien
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Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Verschmutzte ubahnen, dreckige u fleckige Sitze, herumliegende Flaschen, die halbvoll ausrinnen u den Boden verpicken, schnelles Essen aus Langeweile ist ungesund, man kann das Essen auch vor oder nach der Fahrt geniessen, eine halbe Stunde kann man sicher in den Öffis ohne Essen aushalten das Reinigungspersonal wird es euch danken, in einem Theater oder Oper darf man auch nicht essen. Das Verbot ist für uns alle gut, weil gibt leider viele, die keine Rücksicht nehmen u den Mist u Essensreste in den Öffis einfach liegen lassen oder in eine Ecke werfen. Es sollte in allen Öffis gelten.