169 Unterschriften
Petition richtet sich an: Kärntner Landtag
Streunerkatzen dürfen nicht die Leidtragenden von Sparmaßnahmen sein!
Die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen verursacht jedes Jahr unermessliches Tierleid. Obwohl in Österreich eine gesetzliche Kastrationspflicht für Freigängerkatzen besteht, gibt es bereits tausende besitzerlose Katzen, die auf ein funktionierendes Kastrationsprogramm angewiesen sind.
Seit vielen Jahren leisten ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer, engagierte Privatpersonen sowie kleine Tierschutzvereine einen unverzichtbaren Beitrag. Sie fangen verwilderte Katzen ein, organisieren deren Kastration, versorgen verletzte Tiere und verhindern durch ihren Einsatz weiteres Tierleid – oftmals ausschließlich aus eigener Tasche finanziert, um das Leid tausender Streunerkatzen zu verringern und die Population nachhaltig zu kontrollieren.
Doch durch das geringe Budget sind diese Kastrationsgutscheine meistens in den ersten Monaten des Jahres aufgebraucht und auf eine Handvoll Gutscheine pro Gemeinde beschränkt.
Zudem gibt es seit Mitte des Jahres eine Speziell für landwirtschaftliche Betriebe gestaltete Kastrationsaktion. Landwirte können mit Ihrer Betriebsnummer Katzen zu einem Selbstkostenbeitrag von 33,60 Euro pro Tier kastrieren lassen. Selbst wenn eine Zusammenarbeit mit einem landwirtschaftlichen Betrieb möglich ist, bleiben die Kosten von 33,60 Euro pro Katze bestehen.
Wer an der Kastration spart, spart nicht am Problem – sondern schafft noch mehr Tierleid. Jede nicht kastrierte Katze kann innerhalb weniger Jahre für Hunderte Nachkommen sorgen. Die Folgekosten für Gemeinden, Tierheime und Tierschutzvereine steigen dadurch langfristig erheblich. Zudem erhöhen Streunerkatzen das Risiko von Verkehrsunfällen.
Gerade jene Menschen, die seit Jahren unzählige Stunden ihrer Freizeit investieren, Streunerkatzen einfangen, versorgen, medizinisch betreuen und kastrieren lassen, werden dadurch massiv benachteiligt. Gleichzeitig gehen die Spendeneinnahmen vieler Vereine zurück, während die Zahl hilfsbedürftiger Tiere stetig steigt. Diese Mehrkosten können von Ehrenamtlichen und kleinen Vereinen schlicht nicht getragen werden.
Besonders kritisch sehen wir auch die Abschaffung des bewährten Ear-Tippings als sichtbare Kennzeichnung kastrierter Streunerkatzen. Beim Ear-Tipping wird während der Kastration unter Narkose eine kleine Spitze des Ohres entfernt. Dadurch ist sofort erkennbar, dass die Katze bereits kastriert wurde. Dies verhindert unnötige Fangaktionen, wiederholte Narkosen und sogar unnötige operative Eingriffe bei besonders scheuen Tieren.
Ein Mikrochip hingegen ist von außen nicht sichtbar. Besonders bei scheuen oder verwilderten Katzen führt dies dazu, dass dieselben Tiere mehrfach eingefangen, erneut im Zwangskäfig narkotisiert werden um sich einer Chipkontrolle zu unterziehen. Jede Narkose bring zudem ein gesundheitliches Risiko mit sich. Das verursacht zusätzlichen Stress für die Tiere und zusätzliche Kosten, welche verhindert werden könnten.
Eine Rückkehr zum Ear-Tipping würde sowohl den Tierschutz verbessern als auch öffentliche Mittel einsparen.
UNSERE FORDERUNGEN
Wir appellieren daher eindringlich an die Kärntner Landesregierung, gemeinsam mit Gemeinden, Tierärzteschaft und Tierschutzorganisationen eine praktikable und finanzierbare Lösung zu schaffen.
Wir fordern:
- ein eigenes und ausreichend dotiertes Budget für die Kastration von Streunerkatzen in Kärnten
- eine finanzielle Unterstützung oder geförderte Kastration für ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer sowie gemeinnützige Tierschutzvereine bei der Kastration herrenloser Katzen
- das bewährte Ear-Tipping als sichtbare Kennzeichnung kastrierter Streunerkatzen wieder einzuführen und den kostenintensiven Mikrochip dafür abzuschaffen
- die Reduzierung unnötiger Mehrkosten durch praktikable und tierschutzgerechte Lösungen
- das Ehrenamt und die gemeinnützigen Tierschutzvereine finanziell und organisatorisch stärker zu unterstützen
- das bewährte Fangen – Kastrieren – Kennzeichnen – am Fundort wieder freilassen (Trap-Neuter-Return, TNR) als Standard im Umgang mit gesunden Streunerkatzen anzuwenden, anstatt Tierheime und Tierschutzvereine mit dauerhaft nicht vermittelbaren Wildkatzen zu überlasten.
Unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für nachhaltigen Tierschutz, verantwortungsvolles Handeln und den Erhalt des ehrenamtlichen Engagements in Kärnten.
Streunerkatzen brauchen unsere Hilfe – nicht weitere Hürden.
Begründung
Wir wollen unnötiges Tierleid vermeiden durch
- unkontrollierte Vermehrung
- funktionierendes Kastrationsprogramm
- Kastrationsgutscheine
- Folgekosten senken
- Wiedereinführung Ear-Tippings als sichtbare Kennzeichnung kastrierter Streunerkatzen
- gesundheitliches Risikos senken
Unterstützt wird diese Petition von Emma Johanna Steindorfer mit Familie, Karin Pfaffeneder (Tierpflegestelle Friesach), Jaqueline Grünanger und vielen engagierte Privatpersonen sowie Tierschützer/innen
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
15.07.2026
Sammlung endet:
14.01.2027
Region:
Kärnten
Kategorie:
Tierschutz
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