Das Dokumentationszentrum basis wien hat mit einer verheerenden Situation zu kämpfen: Erneut wurden Ansuchen um Jahressubvention vom zuständigen Bundesministerium BMUKK und der Stadt Wien abgelehnt. Obwohl die aktuellen Voraussetzungen und Bedingungen mit einer finanziellen Beteiligung der öffentlichen Hand die realistische Weiterführung des Archivbetriebs ermöglicht hätten, entzieht sich diese ihrer Verantwortung. Der immense Verlust und Schaden, der aus der Einstellung der Archivarbeit resultieren würde, wird nicht erkannt oder gar ignoriert.

Seit 1997 betreibt die basis wien objektive, frei zugängliche Dokumentation und Langzeitarchivierung des österreichischen Kunstgeschehens. In den Räumen der basis wien stehen der interessierten Öffentlichkeit ca. 26.000 Archivalien in Hängeregistraturen sowie eine Präsenzbibliothek mit ca. 3.500 Bänden zur Verfügung. Die physischen Objekte dienen als Quellenmaterial für die Inhalte der Online-Datenbank. Diese umfasst aktuell Daten zu 66.855 Personen, 13.856 Institutionen, 46.976 Ereignissen (Projekte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen) und 61.979 Objekten. Monatlich verzeichnet die Datenbank rund 20.000 Zugriffe aus aller Welt.

Appellieren Sie an das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sich an der Finanzierung des basisarchivs zu beteiligen, um den Archivbestand und die Fortführung der Dokumentationstätigkeit mit einer Jahressubvention zu sichern.

Begründung

Weil _ Archiv und Dokumentationsarbeit Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft sind _ die Dokumentation Ausgangspunkt zu vielen aktuellen Fragen zur Kunstproduktion und Grundlage zu Forschungsprojekten in und über Kunst bildet. _ seit der Gründung durch Lioba Reddeker 1997, trotz schwieriger finanzieller Bedingungen, über 16 Jahre lang ein kontinuierlich wachsender Datenbestand aufgebaut wurde. _ es keine der basis wien vergleichbare Institution gibt, die die Dokumentationstätigkeit in dieser Form weiterführen würde. _ die Datenbank mit ihren millionenfachen Verknüpfungen nicht nur komplexe Zusammenhänge des österreichischen Kunstgeschehens sichtbar macht, sondern dieses auch in einen internationalen Kontext setzt. _ die Erfassung und Erschließung nach wissenschaftlichen Standards eine hohe Datenqualität garantiert. _ analoge Materialien für die Zukunft bewahrt, Daten langfristig gespeichert und recherchierbar gemacht werden. _ die Online-Datenbank von zahlreichen Institutionen, Kunst- und Kulturschaffenden zur Dokumentation und Präsentation ihrer Tätigkeiten genutzt wird. _ die Datenbank und die Forschungsarbeit der basis wien Vorbild für zahlreiche andere Projekte dieser Art der Kulturdokumentation weltweit ist. _ das basisarchiv im internationalen Kontext eingebunden ein wichtiger Partner zu anderen Archiven ist. _ die aktuellen Voraussetzungen (Beteiligung der Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, Kooperation Niederösterreich) mit einer finanziellen Beteiligung des Bundes eine realistische Weiterführung des Archivbetriebs ermöglichen. _ es im kulturpolitischen Interesse liegen sollte, Förderungen nicht aufgrund des kurzfristigen monetären Rückflusses zu vergeben, sondern Entscheidungen zu treffen, die den langfristigen immateriellen und wissenschaftlichen Nutzen für Österreich priorisieren. _ Archiv und Datenbestand kulturelles Gedächtnis sind.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, basis wien aus Wien
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  • Liebe Unterstützer_innen,

    in den letzten zwei Monaten haben 2.885 Personen die Petition für den Erhalt des Archivs und Dokumentationszentrums basis wien unterzeichnet!

    Jede einzelne Unterschrift, jeder verfasste Kommentar zeugt von kulturellem Verständnis gegenüber dem seit 1997 aufgebauten Archiv und der Bedeutung, die der Weiterführung der Dokumentation der zeitgenössischen Kunst in und aus Österreich beigemessen wird. Vielen Dank!

    Am 30.07.2013 haben wir die Petition einer Vertreterin der zuständigen Abteilung der Kunstsektion im BMUKK überreicht. Nun erwarten wir eine baldige Stellungnahme des Ministeriums.

    Mit herzlichen Grüßen,
    basis wien Team

Pro

wichtig für die kunst und künstler. informativ,u. demokratisch unerlässliches archiv.. so etwas kaput gehen zu lassen ist eine schande kultur österreich schäm di !!!

Contra

Noch kein CONTRA Argument.