Die Landesregierung Salzburg plant im Gebiet des Großvenedigers im Nationalpark Hohe Tauern eine neue, ca. 9000 ha große "Wildniszone Sulzbachtäler". In dieser Wildniszone soll die Wegefreiheit massiv eingeschränkt werden! Das Wandern und Bergsteigen abseits markierter Wege wird ausdrücklich verboten.

In diesen ca. 9000 ha gibt es aber nur auf 3 Gipfel einen markierten Weg, währenddessen fast 30 wunderschöne Berge ohne ausgewiesenem Weg vorhanden sind. Dazu kommen zahlreiche Gratwanderungen und Tälerüberschreitungen, die verboten werden. Außerdem ist ein absolutes Jagdverbot, ein Mineraliensammelverbot, ein Flugverbot z.B. für Paragleiter geplant.

Der Entwurf für diese Verordnung steht, bis Mitte März dürfen betroffene Behörden und Verbände Stellungnahmen abgeben.

Weiterführende Dokumente: www.docdroid.net/9rBlD6J/j-sonderschutzgebietsverordnung-wildnisgebiet-sulzbachtler.pdf.html www.docdroid.net/zWLI9i6/schreiben-der-landesregierung.pdf.html www.docdroid.net/EtGVKTd/uebersichtskarte.pdf.html

Begründung

Bitte unterstützen Sie uns.

Wir wollen eine Änderung der Verordnung. Das Recht der Wegefreiheit darf nicht angetastet werden. Wir wollen keinen menschenleeren Wildnis- Nationalpark. Wir wollen weiterhin auf unsere wunderschönen Salzburger Berge steigen dürfen. Die Natur ist der größte Schatz Österreichs, sowohl für Einheimische als auch für unsere Gäste. Nehmt uns unsere geliebten Berge nicht weg.

Auch das Bergen von Mineralien soll erlaubt sein. Das Mineraliensammeln hat eine jahrhunderte alte Tradition und die regionalen Museen sind eine wichtige Attraktion im Pinzgau.

Unterschreiben Sie bitte und zeigen somit, dass das Recht auf Wegefreiheit im Salzburger Land unantastbar bleiben muss! Unterschreiben Sie, damit wir eine Änderung der Verordnung bewirken können.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tina Sulzenbacher aus Angerberg
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  • Liebe Bergfreunde!

    am 27.02.2017

    Ein herzliches Dankeschön, dass ihr uns mit eurer Unterschrift unterstützt habt!
    Am Dienstag, den 21. Februar fand in Bramberg eine Versammlung statt. Das Interesse unter den Bürgern war groß, der Saal war voll. Neben Vertretern von Alpenverein, Bergrettung, Bergführern, Mineraliensammlern, Hüttenwirten waren auch viele verantwortliche Politiker vertreten. Wir freuen uns, dass sogar Frau Dr. Rössler erschienen ist.

    Die Stimmung im Saal war gut und es wurde uns von Seiten der Nationalparkverwaltung und der Politiker einige mündliche Zusagen gemacht, die jedoch noch geprüft werden müssen.
    Wir warten nun gespannt auf den geänderten Verordnungstext und damit die schriftlichen Zusagen.

    Natürlich werden wir euch sofort informieren, sobald uns die Neuigkeiten erreichen.

  • Nach einer weiteren Recherche liegen uns sowohl die geltende Verordnung von 1995 als auch der neue Entwurf vom Februar 2017 vor. Beim Vergleich der Texte fällt auf, dass viele Passagen aus der alten Verordnung übernommen wurden. Hinzugefügt wurde jedoch eine massive Einschränkung bezüglich des Wegerechts.

    ALT: Nach geltender Verordnung sind vom Eingriffsverbot ausgenommen: "die herkömmlichen Formen des Wanderns, Bergsteigens und Tourenschilaufens". Damit durfte man bisher im Sonderschutzgebiet auch abseits der Wege wandern.

    NEU: Im neuen Verordnungsentwurf findet sich nun eine strengere Regel, ausgenommen ist nur "die herkömmlichen Formen des Wanderns und Bergsteigens auf den hierfür bestehenden, markierten bzw ausgewiesenen Wegen und Steigen sowie die Ausübung des Tourenschilaufes. [...] Wandern und Bergsteigen abseits der Pfade ist somit verboten."

Pro

Ein Aussperren von Sportlern und anderweitig Betroffenen halte ich für nicht zweckmäßig. Damit würde man die Bergsportler pauschal unter Verdacht stellen unverantwortlich mit der Natur umzugehen anstatt bessere und gelindere Maßnahmen wie z.B. einen "Code of Conduct" mit entsprechenden Konsequenzen für das Individuum bei Übertretungen anzuwenden. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen im Land Salzburg die Überzogenheit der Maßnahme erkennen und den Entwurf dahingehend abändern.

Contra

Es darf auch einfach stille Naturzonen in unserem wunderschönen Land geben.