Region: Austria

Faire Behandlung von klinischen Psychologen i.A - einheitlicher Kollektivlohn jetzt!.

Petitioner not public
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Österreichische Bundesministerium, Österreichisches Parlament

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  1. Launched 2020
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Petition addressed to: Österreichische Bundesministerium, Österreichisches Parlament

Die klinische Fachausbildung nach dem Psychologiestudium ist ein Muss, wenn man im klinisch-psychologischen Bereich tätig werden, d.h Diagnostik, Beratung und Behandlung anbieten möchte.

Laut der WHO (2019) gibt es einen weltweiten Anstieg psychischer Erkrankungen. Es leiden 264 Millionen Menschen an Depressionen, 20 Millionen an Schizophrenie und Psychosen und 50 Millionen an Demenz. Die aktuelle Corona-Pandemie verschärft die bereits weltweit bestehende psychische Problematik und zeigt auf wie wichtig diese Berufsgruppe ist, aber auch noch in Zukunft sein wird.

Die Existenzängste und finanziellen Probleme, die mit der klinischen Fachausbildung einhergehen, werden oft nicht direkt von den Auszubildenden angesprochen bzw. in der Öffentlichkeit transparent gemacht. Es besteht ein großer Leidensdruck und es ist von höchster Priorität, diese Missstände anzusprechen und öffentlich publik zu machen.

Fünf Jahre Mindeststudienzeit gefolgt von einer praktischen Ausbildung im Umfang von 2090 Stunden, zudem theoretische Einheiten und hohe Kosten im Umfang von bis zu 10 000 € mit geringer bzw. kaum vorhandener Förderung - wer klinischer Psychologe bzw. klinische Psychologin werden möchte, braucht viel Geduld/Ausdauer, eine hohe Frustrationstoleranz, ausreichend Geld und ist oft auf die soziale Unterstützung durch die Familie oder den Lebenspartner angewiesen.

Ohne eine gute finanzielle Aufstellung während der Ausbildung ist es kaum möglich, diesen Weg zu gehen. Während der Ausbildungszeit erledigt man dieselben Aufgaben wie Kollegen/innen (Klinische- und Gesundheitspsychologen/innen), doch erhält durchschnittlich 400-800 € für eine Vollzeiteinstellung und das, obwohl man bereits ein Bachelor- und ein Masterstudium vorweisen kann.

Mit dem Psychologengesetz 2013 fanden bereits Änderungen bezüglich der klinischen Fachausbildung statt. Davor waren die Praktikumsstunden von geringerem Umfang und mussten unentgeltlich absolviert werden. Das Gehalt ist aktuell noch nicht einheitlich, österreichweit geregelt.

Aufgrund dessen liegt der Gehalt meist unter dem Kollektivlohn.

World Health Organization. (2019). Mental Disorders. World Health Organization.

Reason

Es bedarf einer dringenden Reformierung der Ausbildung und der Festlegung eines gesetzlich, österreichweiten Kollektivlohnes, damit klinische Psychologen/innen in Ausbildung finanziell und somit auch emotional entlastet werden und ihren Klienten/Patienten mit passendem Vorbild vorangehen können. Alles andere wäre nicht authentisch und sollte daher auch nicht von den Auszubildenden verlangt werden.

Man weiß, wie schlecht die Daueranspannung durch finanzielle Probleme und Zukunftsängste für den menschlichen Organismus ist. Während dieser Ausbildungsphase sind wir also ständig unter Dauerstrom. Dies führt dazu, dass wir die Regeln und Ratschläge, die wir unseren PatientInnen/KlientInnen geben, selbst nicht einhalten können.

Ein einheitlicher, österreichweiter, gesetzlich geregelter Kollektivlohn für klinische PsychologInnen in Ausbildung ist dringend notwendig, damit wir helfen können, ohne am Ende selbst dabei auszubrennen.

Bitte unterstützt uns dabei mit eurer Unterschrift!

Eva-Maria Krajnc, BSc, MSc (Psychologin, Klinische Psychologin i. A.)

Petition details

Petition started: 09/12/2020
Collection ends: 03/11/2021
Region: Austria
Topic: Health

News

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

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    Ihr openPetition-Team
  • Dies ist ein Hinweis der openPetition-Redaktion:

    Diese Petition steht im Konflikt mit Punkt 1.4 der Nutzungsbedingungen für zulässige Petitionen.

    Bitte um Quellen für folgende Aussage:

    "Schätzungen der WHO (2020) zufolge leiden weltweit 400 Millionen Menschen an Angststörungen, 340 Millionen an Depressionen, 288 Millionen an Alkoholabhängigkeit und 250 Millionen an Persönlichkeitsstörungen."

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