Construction

Einstellung des Planungs- und Bauvorhabens Tiroler Straße / Villacher Straße (B86)

Petition is directed to
Magistrat der Stadt Villach, Gemeinderat der Stadt Villach
445 Supporters
89% achieved 500 for collection target
  1. Launched 28/07/2019
  2. Collection yet 13 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. decision
I agree that my data will be stored. The petitioner can view my name and location and forward it to the petition recipient. I can revoke this consent at any time.

Werter Gemeinderat der Stadt Villach,

mit diesem Schreiben möchten wir unsere Einwendungen gegen den im Villacher Mitteilungsblatt – Ausgabe 07/2019, Seite 44 – angekündigten Bebauungsplan entlang der Tiroler Straße mitteilen.

Initial möchten wir festhalten, dass sich dieses Schreiben nicht gegen die Ambition richtet unsere Stadt mit neuen Möglichkeiten zu bereichern, oder Bauen als solches zu verbieten. Vielmehr zielt es darauf ab, die Verpflichtungen der Stadt hervorzuheben, um solche Maßnahmen in Einklang mit den zur Verfügung stehenden knappen Ressourcen durchzuführen.

Neben den von offiziellen Vertretern oftmals angepriesenen „nachhaltigen“ Zielen, ist die Stadt Villach im Sinne der Alpenkonvention , aber noch vielmehr im Zuge der diesjährigen Ratifizierung und dem Beitritt zum Bodenbündnis dazu verpflichtet dieses und ähnliche Bauprojekte auf Grünflächen künftig zu unterlassen.

Reason

Die genannten Schriftstücke weisen dazu folgende Textpassagen aus:

  • Zur Begrenzung der Bodenversiegelung und des Bodenverbrauchs sorgen die Vertragsparteien für ein flächensparendes und bodenschonendes Bauen. Sie richten die Siedlungsentwicklung bevorzugt auf den Innenbereich und begrenzen das Siedlungswachstum nach außen. (Alpenkonvention, Abschnitt Bodenschutz)

  • Wir fördern unsere Eigenständigkeit und Identität durch eine verantwortliche kommunale Bodenpolitik. […] Wir fördern qualitatives Wachstum oder Stabilisierung in Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Kultur. […] Wir fördern, mittels Instrumenten der Raumplanung und des Bodenrechts, den nachhaltigen Umgang mit Böden. **Dazu:

  • unternehmen wir alle Anstrengungen, um den Trend zum Flächenverbrauch und zur Bodendegradation umzukehren**

  • begrenzen wir den Bodenverbrauch, lenken die Siedlungsentwicklung nach innen und fördern die Qualität der Siedlungsgestaltung

  • erfassen und sanieren wir Altlasten und führen die Flächen einer zweckmäßigen Wiederverwendung zu (alle Bodenbündnis, Manifest: Ziele und Leitsätze)

Somit ist nach den 5 Prinzipien der Nachhaltigkeit refuse (ablehnen) reduce (reduzieren) reuse (wiederverwenden und reparieren) recycle (zur Wertstoffsammlung geben) rot (kompostieren) in erster Linie zu prüfen ob aus gesellschaftlicher Sicht überhaupt ein Bedarf an den geplanten Gebäuden besteht. Dies ist aus zwei zentralen Gründen in Frage zu stellen:

  • die Innenstadt ist von massiven Leerstandsproblemen geprägt. Es stehen also Flächen für Büros, Ordinationen und andere Gewebetätigkeiten im Stadtgebiet zur Verfügung.

  • Auch der Wohnungsbestand in Villach ist groß genug, um die Nachfrage zu decken. Das Phänomen der Leerstände greift auch hier um sich. Es wäre in erster Linie zu hinterfragen warum leistbarer Wohnraum fehlt, anstatt einfach neuen Wohnraum zu errichten. (Hinweis: in den Jahren 2001-2011 ist die Villacher Bevölkerung um 1583 Personen gewachsen . Im selben Zeitraum hat sich der Wohnungsbestand um 21 % von 29.281 auf 35.421 erhöht. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend seither anhält.)

Darüber hinaus stellen sowohl Alpenkonvention und Bodenbündnis, als auch die Nachhaltigkeitsprinzipien eine „Wiederverwendung“ von Ressourcen in den Fokus. Dies bedeutet, dass bereits versiegelte und brachliegende Flächen, an denen es in Villach – wie auch in den meisten anderen europäischen Städten – leider nicht mangelt, primär zu nutzen, und von einer Versiegelung von Grünflächen abzusehen ist.

Somit möchte ich den Einspruch mit folgenden Begründungen zusammenfassen:

Das genannte Bauvorhaben widerspricht:

  • Dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss zum Bodenbündnis

  • Den Verpflichtungen der Stadt Villach aus Alpenkonvention und Bodenbündnis

  • Der Vorbildwirkung der Stadt Villach als vielbeworbene Alpenstadt des Jahres 1997

  • Den Bemühungen der Innenstadtbelebung durch Baumaßnahmen an der Peripherie

  • Den offiziell kundgetanen Bemühungen zur Nachhaltigkeit seitens der Stadt

  • Der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen im Sinne der Bewahrung und Schonung von Lebensraum und lebenswichtigen Ressourcen

Wir möchten abschließend nochmals festhalten, dass das Anliegen dieses Schreibens nicht die Verhinderung von Projekten in der Stadt Villach, sondern vielmehr die Durchführung von Bedarfsanalysen und Nutzung bereits versiegelter Flächen ist.

Quellen:

Thank you for your support, Gerald Dobernig from Villach
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützende!

    Danke für euer zahlreiches Unterfertigen und Teilen der Petition. Wie bereits besprochen wurde der Text letzten Freitag fristgerecht beim Magistrat der Stadt Villach eingebracht. Wir haben es uns zum Ziel gemacht bis zur Gemeinderatssitzung, in der über das Projekt abgestimmt wird, noch viele Stimmen zu sammeln um den verantwortlichen Entscheidungsträgern ein möglichst klares Signal zu vermitteln.

    Dieses lautet: Wir wollen, dass die Grünfläche in der Tiroler Straße in der jetzigen Form erhalten bleibt.

    Darum werden wir in den nächsten Wochen, vor allem aber ab Anfang September, verstärkt auch Aushänge anbringen und handschriftliche Unterschriften sammeln.

    Ihr seid alle herzlich eingeladen uns dabei aktiv zu unterstützen,... weiter

  • Liebe Unterstützende!

    Wie versprochen wurde die Petition nach nur fünf Tagen des Sammelns heute früh mit über 185 Unterschriften beim Magistrat der Stadt eingebracht. Den Originaltext findet ihr anbei.

    Ich habe - um der Form zu entsprechen - mich als Absender kenntlich gemacht, mich allerdings bemüht den Rest so zu gestalten, dass es als gemeinsames Anliegen ersichtlich ist.

    Das Magistrat prüft nun ob sie unsere Einwendung als begründet ansehen. Wichtig ist es jedoch möglichst viel Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen. Darum wird die Sammlung auch um eine weitere Woche verlängert. Es wird nämlich in erster Linie an den Mitgliedern im Gemeinderat liegen, ob sie dem Projekt zustimmen werden oder nicht.

    Ich möchte mich einfach für die... weiter

pro

Not yet a PRO argument.

contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 8 h. ago

    Weil in Villach derzeit viele verbaute Flächen nicht genutzt werden..

  • 12 h. ago

    Weil schon genug Grünflächen verbaut sind

  • 12 h. ago

    Das die Grünfläche für wasseraufnahme erhalten wird...

  • 15 h. ago

    Ich bin gegen die übermäßige Verbauung von Grünflächen!

  • 5 days ago

    Weil in Villach in jeder Lücke, welche noch ein bisschen grün ist, gebaut wird.

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