79 Unterschriften
Petition richtet sich an: Wiener Gemeinderat
Gemeinsam für mehr Inklusion und Lebensqualität
Die Seestadt Aspern gilt als Vorzeigeprojekt für moderne, inklusive und barrierefreie
Stadtentwicklung. Dieser Anspruch zeigt sich bereits in vielen Bereichen des öffentlichen
Raums. Ein selbstbestimmter und stufenloser Zugang ins Wasser am See vervollständigt
dieses Konzept und macht Inklusion für alle Menschen erlebbar.
Der See ist ein beliebter Ort der Begegnung, Erholung und Lebensqualität. Für Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen endet die Barrierefreiheit derzeit jedoch am Ufer. Ein sicherer,
selbstbestimmter und stufenloser Zugang ins Wasser fehlt.
Die Artikel 9 und 30 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichten Österreich,
Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zur physischen Umwelt sowie
zu Erholung, Freizeit und Sport zu ermöglichen. Dazu gehören auch öffentliche Bade- und
Erholungsräume.
Ein selbstbestimmter und stufenloser Zugang ins Wasser schafft gleichberechtigte Teilhabe,
stärkt die Lebensqualität und macht den See für alle Menschen erlebbar.
Der Wiener Gemeinderat wird daher ersucht, die Planung und Umsetzung eines entsprechenden
Zugangs zu veranlassen.
Dies beinhaltet:
• eine stufenlose trittsichere Rampe mit Handlauf bis ins Wasser,
• ausreichend befestigte Bewegungsflächen für Menschen mit Rollstuhl sowie Personen
mit Rollator,
• geeignete Beschattung durch Bäume oder andere Schattenspender im Einstiegsbereich.
Sicherheit, Barrierefreiheit und eine ansprechende landschaftliche Gestaltung sind
keine Gegensätze, sondern lassen sich gemeinsam verwirklichen.
Gestaltung des Sees
Der See der Seestadt ist künstlich angelegt und bietet ideale Voraussetzungen, einen
selbstbestimmten und stufenlosen Zugang harmonisch in das bestehende Gesamtkonzept zu
integrieren.
Ein barrierefreier Zugang wertet den See als öffentlichen Erholungsraum auf und
macht ihn für alle Menschen gleichermaßen erlebbar.
Zukunftsorientierte Stadtentwicklung
Barrierefreie Erholungsräume schaffen Lebensqualität für alle Generationen und gewinnen
angesichts der demografischen Entwicklung weiter an Bedeutung. Sie stärken Wien als
inklusive und lebenswerte Stadt.
Anlass der Petition
Die Seestadt Aspern wurde von Beginn an als inklusiver und barrierefreier Stadtteil
entwickelt. Dieses Konzept hat zahlreiche Menschen mit Mobilitätseinschränkungen dazu
bewogen, ihren Wohnsitz bewusst in die Seestadt zu verlegen – in der Erwartung, öffentliche
Räume und Freizeiteinrichtungen gleichberechtigt und selbstbestimmt nutzen zu können.
Die Stadt Wien setzt bei der Entwicklung der Seestadt auf Dialog und die aktive
Mitgestaltung durch ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Diese Petition greift diesen
Gedanken auf und lädt dazu ein, gemeinsam einen weiteren Schritt für mehr Inklusion und
Lebensqualität zu setzen.
Die öffentliche Diskussion der vergangenen Monate zeigt, dass dieses Anliegen viele
Menschen bewegt und weit über die Seestadt hinaus Bedeutung hat.
Schlusswort
Ein selbstbestimmter und stufenloser Zugang ins Wasser ist kein Sonderwunsch,
sondern ein selbstverständlicher Bestandteil einer inklusiven und generationengerechten
Stadt.
Begründung
Seit November 2022 wohne ich in der Seestadt. Aufgrund einer Erkrankung im Jänner 2024, bin ich mobil beeinträchtigt und benötige ein Rollmobil.
Seither kann ich den Badeteich in der Seestadt nicht mehr nützen, so wie viele Betroffene dies nicht können.
Die Ufer des Badeteichs sind viel zu steil und mit großen Kieselsteinen ausgelegt. Der Badeteich ist an keiner Einstiegsstelle barrierefre, obwohl die Stadt Wien mit BARRIEREFREIHEIT für die Seestadt wirbt!
Deshalb bitte ich darum, diese Petition, im Sinne der Gleichbehandlung für ALLE, für ALLE Lebensbereiche, für Barrierefreiheit am Badesee Seestadt Aspern, zahlreich zu unterstützen!
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
06.07.2026
Sammlung endet:
05.01.2027
Region:
Wien
Kategorie:
Bürgerrechte
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Weil jeder Recht auf den See und das Wasser hat.