Petition richtet sich an:
Burgenländischer Landtag
Unsere Forderungen
Wir fordern von der Burgenländischen Landesregierung:
1. Sofortige Sicherung betroffener Flächen
Alle bekannten oder vermuteten belasteten Bereiche müssen umgehend abgesperrt und gesichert werden.
2. Entfernung des belasteten Materials
Asbesthaltiges Gestein muss fachgerecht entfernt werden, insbesondere an stark genutzten öffentlichen Orten.
3. Sichere Entsorgung
Das Material muss als gefährlicher Abfall behandelt und in zugelassenen Sonderabfalldeponien entsorgt werden.
4. Vollständige Aufklärung
Es muss erhoben werden, wo überall dieses Material verwendet wurde. Die Ergebnisse müssen öffentlich gemacht werden.
5. Politische Verantwortung klären
Es braucht eine unabhängige Aufklärung darüber, seit wann Behörden und politische Verantwortliche von möglichen Asbestvorkommen wussten und warum nicht früher gehandelt wurde.
Begründung
Asbest stoppen – Menschen schützen!
In den letzten zwei Monaten wurde in mehreren Gemeinden im Burgenland stark
asbesthaltige Gesteinsmaterialien festgestellt. Untersuchungen der Umweltorganisation Greenpeace zeigen, dass belastetes Material unter anderem an folgenden Orten zu finden ist:
- Winden am See, Bahnhof (über 50% Asbestanteil)
- Breitenbrunn am Neusiedler See, Bahnhof (über 50% Asbestanteil)
- Oberpullendorf, McDonald’s Kinderspielpatz (über 50% Asbestanteil)
- Pilgersdorf, Steinbruch (Betreiberfirma: Hans Zöchling GmbH, behördlich gesperrt)
- Bernstein, Steinbruch (Betreiberfirma: Hermann Mayer GmbH, behördlich gesperrt)
- Rumpersdorf, Steinbruch (Betreiberfirma: Klöcher Bau GmbH, behördlich gesperrt)
- Badersdorf, Steinbruch (Betreiberfirma: seit 2025 Klöcher Bau GmbH, behördlich gesperrt)
- Rechnitz, Skatepark (über 50% Asbestanteil)
- Rechnitz, Rettungseinfahrt (über 50% Asbestanteil)
- Bozsok (Ungarn, an der Grenze bei Rechnitz), Friedhof (über 50% Asbestanteil)
- Neumarkt im Tauchental, Wohnsiedlung (über 50% Asbestanteil)
- Neumarkt im Tauchental, Spielplatz (über 50% Asbestanteil)
- Oberwart, Gewerbepark (über 50% Asbestanteil)
- Oberwart, Klinik (Baustelle) (20% - 50% Asbestanteil)
- Oberwart, Klinik (Bankett) (über 20% - 50% Asbestanteil)
- Oberwart, Klinik (Dornburggasse, direkt vor der Klinik (über 50% Asbestanteil)
- Oberwart, Rathaus (über 50% Asbestanteil)
- Neudau (an der Grenze zur Steiermark), Hauptplatz (über 50% Asbestanteil)
- Mogersdorf, ASFINAG Raststation S7 (über 50% Asbestanteil)
- Hartberg (Stmk.), Gehsteig beim Eurospar-Kreisverkehr (über 20% - 50% Asbestanteil)
- Hartberg (Stmk.), Parkplatz beim Lagerhaus Wechselgau (über 50% Asbestanteil)
Wie man es deutlich rauslesen kann, befindet sich dieses Material auf Gehsteigen, Plätzen, Bahnhöfen und Spielplätzen – also an Orten, die täglich von vielen Menschen genutzt werden.
Asbest ist ein eindeutig krebserregender Stoff. Beim Zerbrechen oder Bewegen des Materials können Fasern freigesetzt werden, die eingeatmet werden und schwere Krankheiten verursachen können – oft erst Jahrzehnte später.
Der Schutz der Bevölkerung muss daher oberste Priorität haben.
Wir sind Anrainer an einer Schotterstraße die mit Gestein aus dem Steinbruch Pilgersdorf errichtet wurde.
Unsere Terrasse an der wir viel Zeit verbringen liegt genau 5 Meter neben dieser Straße.
Mein Sohn ist erst 3 Monate und wir müssen täglich mit den Kinderwagen über diese Straße. Der Wind wirbelt sichtbar den Staub der Straße auf, daher machen wir uns große Sorgen.