Petition addressed to:
Österreichische Gesundheitskasse, Landesstelle Wien, Stadt Wien – Amt der Wiener Landesregierung, MA 40
Der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) schreibt seit 2017 vor, dass die extramurale bildgebende Diagnostik in Wien in integrierten Schnittbildzentren gebündelt werden soll – Einrichtungen, die sämtliche radiologischen Leistungen samt CT und MRT unter einem Dach anbieten. Das Diagnosezentrum Hietzing erfüllt diese Vorgabe seit 2022 vollständig: Röntgen, Ultraschall, Mammographie, Computertomographie, Knochendichtemessung und ein modernes, sofort einsatzbereites MRT-Gerät. Für alle Modalitäten außer der MRT bestehen bereits Kassenverträge.
Ein unabhängiges Bedarfsgutachten bestätigt den Bedarf und empfiehlt ausdrücklich die Aufnahme dieses Geräts in den Großgeräteplan. Die Bezirksvertretung Hietzing hat am 12. Juni 2024 einstimmig – mit den Stimmen aller vertretenen Parteien – gefordert, dass es in Hietzing MRT-Untersuchungen mit Kassenvertrag geben soll.
Trotzdem erhält ab 1. September 2026 ein Institut den MRT-Kassenvertrag für Hietzing, das intramural in einem Krankenhaus angesiedelt ist und ausschließlich MRT anbietet – keine Vollversorgung unter einem Dach, wie sie der ÖSG vorsieht. Zudem deckt der Kassenvertrag laut eigener Werbung des Anbieters nur eines von zwei betriebenen Geräten ab: Untersuchungen wie Herzschrittmacher-MRT, Sedierung bei Platzangst, Ganzkörper-MRT und Arthrographie bleiben ausdrücklich Privatleistungen.
Artikel im "Wiener Bezirksblatt"
Artikel im "Mein Bezirk"
Besonders erklärungsbedürftig ist der zeitliche Ablauf: Der Antrag des Diagnosezentrums Hietzing auf ein MRT mit Kassenvertrag wurde Ende 2025 abgewiesen – ohne Prüfung des tatsächlichen Bedarfs, allein mangels Übereinstimmung mit dem Großgeräteplan. Wenige Monate später schließt die ÖGK für dieselbe Versorgungsregion einen MRT-Kassenvertrag ab, der einen Bedarf voraussetzt. In die vorausgegangenen Verhandlungen war das Diagnosezentrum Hietzing zu keinem Zeitpunkt eingebunden.
Ablehnung Wiener Gesundheitsfonds
Ablehnung ÖGK
Wir fordern:
1. Offenlegung der Kriterien, nach denen der MRT-Kassenvertrag für Hietzing vergeben wurde.
2. Einen MRT-Kassenvertrag für das Diagnosezentrum Hietzing, damit im 13. Bezirk jene gebündelte radiologische Komplettversorgung entsteht, die der Gesetzgeber im ÖSG selbst vorschreibt.
Unterstützen Sie diese Petition, damit die Menschen in Hietzing jene wohnortnahe, vollständige und kassenfinanzierte radiologische Versorgung erhalten, die ihnen laut Strukturplan zusteht.
Reason
Hietzing ist der einzige Bezirk Wiens ohne Diagnosezentrum mit MRT-Kassenvertrag. Wer im 13. Bezirk oder in den angrenzenden Wienerwaldgemeinden – zusammen über 115.000 Menschen – eine MRT benötigt, zahlt privat oder weicht in andere Bezirke aus, wo die durchschnittliche Wartezeit auf eine Oberbauch-MRT bei 42 Tagen liegt und damit deutlich über der vom Obersten Gerichtshof festgelegten Zumutbarkeitsgrenze von 20 Arbeitstagen (OGH 18.03.2025, 10 ObS 101/24m).
Gesundheit im Ganzen ist das wichtigste Gut der Menschheit