03/12/2026, 16:54
Gemeindevertretungssitzung Seekirchen – Das ist am Montag passiert:
Am Montag wurde in der Gemeindevertretung der Stadt Seekirchen über unseren Antrag abgestimmt, die Bürgerinnen und Bürger von Seekirchen in der wichtigen Frage rund um die Zukunft der Eisenbahnkreuzung einzubinden.
Trotz 862 Unterschriften auf OpenPetition wurde unser Antrag von Schwarz und Grün (LeSe) abgelehnt. Damit wurde eine direkte Befragung der Bevölkerung verhindert.
Für uns ist klar: Eine so bedeutende Verkehrsentscheidung darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden. Schon jetzt sind die Straßen im Ortszentrum stark belastet. Wird die Eisenbahnkreuzung geschlossen, droht noch mehr Verkehr mitten durch Seekirchen – mit mehr Lärm, Staub und Abgasen sowie einem erhöhten Risiko – besonders für unsere jungen Kinder.
Denn mit noch mehr Verkehr wird vielen Kindern auch ein Stück Freiheit genommen. Selbstständig mit dem Fahrrad, Tretroller oder zu Fuß unterwegs zu sein, wird ohne naher Präsenz der Eltern deutlich gefährlicher. Mehr Verkehr bedeutet auch mehr Stress auf den Straßen – und genervte Autofahrer sind erfahrungsgemäß oft weniger aufmerksam.
Besonders kritisch sehen wir auch die Grundlage der Verkehrsargumentation: Die herangezogene Verkehrszählung ist aus unserer Sicht anzweifelbar, da sie nicht während der Hochsaison durchgeführt wurde. Gerade im Sommer – wenn Campingplatz und Strandbad Hochbetrieb haben – zeigt sich jedoch die tatsächliche Verkehrsbelastung im Ortszentrum.
Denn in dieser Zeit würden bei einer Schließung der Eisenbahnkreuzung alle Fahrzeuge durch das Zentrum an- und abreisen müssen. Auch bei zukünftigen Baustellen im Seemoos wären massive Verkehrsprobleme vorprogrammiert.
Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Seekirchen einen wichtigen finanziellen Beitrag der ÖBB für eine große Über- oder Unterführung verliert, wenn jetzt keine vorausschauende Lösung verfolgt wird.
Für uns steht fest:
👉 Die Bürgerinnen und Bürger von Seekirchen müssen in dieser wichtigen Zukunftsfrage gehört werden.