Tierschutz für Mastputen

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Landwirtschaftsministerium & EU-Agrarkommission

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  1. Launched 2023
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Petition addressed to: Landwirtschaftsministerium & EU-Agrarkommission

Tierschutz:
Bitte für alle Tiere-
Aber nicht für Puten?
 
In Artikel 1 des Tierschutzgesetzes ist die Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf verankert.
Das Leben und Wohlbefinden jedes Tieres ist zu schützen. 
Niemand darf einem Tier “ ohne vernünftigen Grund” Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
 
Die Haltung von- und das Umgehen mit - sogenannten Nutztieren wiederum ist in der “Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung” beschrieben, da diesen Tieren offensichtlich weniger Recht auf Schmerzfreiheit und Unversehrtheit als anderen Tieren zugesprochen wird.
 
Eine “verhaltensgerechte Unterbringung” wie im Tierschutzgesetz Artikel 2 vorgesehen, wird hier beispielsweise ignoriert.
 
Ob die Gewinnung von völlig unnötigen Lebensmitteln einen “vernünftigen Grund” darstellt, ist ethisch sehr fragwürdig, was an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden soll.
 
Dennoch sind zumindest Mindestanforderungen an das Halten von fast allen Nutztieren in der “Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung” festgelegt.
Diese gelten für Schweine, Legehennen, Masthühner, Rinderkälber und Kaninchen.
 
Somit sind diese sensiblen Tiere ohne jegliche Rechte und Schutz und sind vollkommen legitim der Willkür der Putenmäster ausgesetzt.
Sie erfahren in den meisten Fällen viel Leid und Schmerz in ihrem eh schon viel zu kurzem Leben.
 

Reason

In fast 90 Prozent aller Betrieben fristen mehr als 10.000 Puten/Betrieb ein grausames Dasein.
Aufgrund der Größe der Betriebe und der damit verbundenen, enormen Verantwortung der Betreiber den Tieren gegenüber, fordern wir für das Betreiben von Putenmastbetrieben einen expliziten Sachkundenachweis aller Mitarbeiter im Sinne des Tierschutzes für die Haltung von Puten.
Zusätzlich mit der Verpflichtung sich stetig fortbilden zu müssen.
Eine abgeschlossene, berufliche Ausbildung in der Landwirtschaft ist unzureichend und ist kein Indiz dafür, dass der Betriebsinhaber/ der Mitarbeiter sich mit den Ansprüchen und Bedürfnissen der ihm anvertrauten Puten auskennt.
 
 
Aufgrund der Hochleistungszucht werden Puten in nur wenigen Wochen auf ein Schlachtgewicht gemästet, wovon der Brustmuskel 30 Prozent des Gewichts des Tieres trägt.
Die Folgen sind große gesundheitliche Probleme.
Wir fordern ein Verzicht auf die Weiterverwendung der Putenlinie BIG6 (Zerlegepute).
Die auf rein ökomische Motive ausgerichtete Qualzucht muss zu Gunsten der Tiere aufhören.
Ziel muss eine Zucht für die  Verbesserung des Gesundheitszustandes der Tiere sein. 
 
Aufgrund der nicht gesetzlich geregelten viel zu hohen Besatzungsdichte (bisher 3 bis 5 Tiere auf 1qm)  im Stall kommt es zu Verhaltensauffälligkeiten wie Federpicken und Kannibalismus.
 
Das Abschneiden der Schnabelspitze als vermeintliche Lösung dieses Problems vergrößert das Leiden der Tiere noch.
Die obere Schnabelspitze ist stark durchblutet und Nerven enden hier.
Wir fordern ein Ende des Schnabelkürzens, da derartige Eingriffe einer AMPUTATION gleichgestellt und im Sinne des Tierschutzes absolut nicht vertretbar sind.
Es müssen die Haltungsbedingungen für die Tiere verbessert und der Raum für jede einzelne Pute vergrößert werden, um diese Eingriffe überflüssig zu machen.
 
 Sehr häufig kommt es zu Krankheiten aufgrund fehlender Hygiene in der nicht auszuhaltenden Enge der Ställe.
Wir fordern staubarmes Einstreu (Gersten-/Roggen-/Weizenstroh) , das mindestens zweimal die Woche durch frisches Streu ergänzt werden muss um die Ammoniakbelastung so gering wie möglich zu halten.
Der Boden der Masthalle muss so beschaffen sein, dass die Puten IMMER trocken und weich liegen können.
 
Es führt auch zu Stress, wenn die Hallen stetig beleuchtet werden und die Tiere niemals zur Ruhe kommen können.
Schlafmangel führt zu Stress.
Das wird Jeder von sich selber kennen.
Wir fordern eine Einhaltung von Dunkelphasen in der Nacht (mind. 6 Stunden), damit die Puten schlafen können und ihre benötigten Ruhephasen erhalten.
Ebenfalls gehört tagsüber Tageslicht zum Wohlbefinden und einer Gesunderhaltung dazu.
  
Wenn das Federkleid von Puten Flecken oder Dreck aufweist, verspüren die anderen Puten das Bedürfnis daran zu picken.
Dadurch, dass in den Masthallen sehr unhygienische Bedingungen vorherrschen die Tiere nicht ausweichen können werden sie verletzt und können sich nicht zurückziehen.
Man kann Rückzugsmöglichkeiten ganz leicht mit geringem Aufwand realisieren.
Wir fordern strukturierte Hallen mit Rückzugsmöglichkeiten (Abgrenzungen durch Bretter etc.)  für die Tiere mit deutlich mehr Platz für die Tiere.
 
Gleichzeitig fordern wir Krankenabteile für verletzte und kranke Tiere damit diese nicht dem Kannibalismus zum Opfer fallen können und zerpickt werden.
Sobald ein verletztes Tier entdeckt wird muss es unverzüglich separiert werden, um es zu schützen.
 
 
Puten sind wundervolle, aufgeschlossene, neugierige Tiere.
Sie verdienen unseren Schutz und unsere Liebe genau wie Hunde und Katzen.
 
Wir fordern die sofortige Aufnahme dieser Mitgeschöpfe in der “Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung” mit allen genannten Forderungen aus dieser Petition.
 
Und:
Wer Tiere liebt, der isst sie nicht!
 
 
 
 

Petition details

Petition started: 02/02/2023
Collection ends: 05/01/2023
Region: European Union
Topic: Animal rights

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