Petition addressed to:
Bayerische Staatsregierung
Eine breite Mehrheit der Bevölkerung steht hinter den Maßnahmen des Bundes und der Länder zum Schutz vor Covid-19 – auch in Bayern.
In der öffentlichen Wahrnehmung findet allerdings die Ablehnung vor allem der Maskenpflicht durch eine laustarke Minderheit wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als ihr nach der zahlenmäßigen Bedeutung zukommt.
Bei teils aggressiven Demonstrationen und ProtestAktionen werden zahlreiche Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 – vor allem die Abstandspflicht – nicht beachtet und Polizisten und Kamerateams teils körperlich angegriffen.
Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf, dem Druck einer lautstarken Minderheit nicht nachzugeben und trotz der notwendigen und wünschenswerten Lockerung der CoronaMaßnahmen, vor allem die Masken- und die Abstandspflichten beizubehalten.
Reason
Die Maskenpflicht ist rechtlich einwandfrei und hat sich in vielen Studien als geeignet erwiesen, die Ausbreitung von VirusErkrankungen deutlich zu vermindern.
Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in einer Entscheidung (AZ:20NE20.926) die Maskenpflicht in vollem Umfang bestätigt. Der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit habe größeres Gewicht als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche Einkaufen und Personennahverkehr betreffende Einschränkung der Freiheitsrechte durch die Maskenpflicht, heißt es in dem Beschluss. Bei einer Aussetzung der Maskenpflicht sei mit vermehrten Infektionsfällen zu rechnen.
Der Verwaltungsgerichtshof stützt sich dabei auf zahlreiche internationale Studien, die der Mund/NaseBedeckung eine zwar nicht umfängliche aber dennoch signifikante Schutzwirkung zuweisen.
Der folgende Artikel beschreibt zwei Studien aus den USA und England, mit dem Fazit:
..., dass chrirurgische Gesichtsmasken die Viruslast in Tröpfchen reduzierten, von 30%, 26% und 28% positiven Proben für Coronavirus, Influenza und Rhinoviren ohne Maskenschutz auf 0%, 4% und 22% mit Gesichtsmaske. Ähnliche Effekte fanden sich für die Analyse von ausgeatmeten Aerosolen, bei denen der Maskenschutz beispielsweise die Zahl der positiven Coronavirusnachweise von 40% auf 0% reduzierte.
Und
Mangelt es an ausreichender Schutzausrüstung, ist die selbstgenähte Gesichtsmaske immerhin besser als sich und vor allem die anderen ungeschützt einem SARS-CoV-2-Infektionsrisiko auszusetzen. Zusammen mit Händehygiene und Abstandsregelungen profitieren wir letztlich alle von einem solchen Schutz, die Infizierten ebenso wie die Nichtinfizierten.
https://www.esanum.de/today/posts/gesichtsmasken-und-sie-schuetzen-doch
Die American Chemical Society hat die Filterwirkung verschiedener Materialien untersucht - mit deutlichem Ergebnis.
https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsnano.0c03252#
Und einen optisch eindrucksvollen Nachweis, wie effektiv die Maske die Ausbreitung von möglicherweise infektiösen Speicheltröpfchen reduzieren kann, hat die Wissenschaftsredaktion des WDR veröffentlicht.
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-gesichtsmasken-visueller-test-mit-einer-highspeed-kamera-100.html
Wir fordern die bayerische Staatsregierung deshalb auf, dem Druck einer lautstarken Minderheit nicht nachzugeben und trotz der notwendigen und wünschenswerten Lockerung der CoronaMaßnahmen, vor allem die Masken- und die Abstandspflichten beizubehalten.