Spezialisierte Spitex braucht eine faire Finanzierung im Kanton Zürich

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Kantonsrat Zürich

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6.000 für Sammelziel

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Petition richtet sich an: Kantonsrat Zürich

Wir fordern den Regierungsrat und die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich auf, die Finanzierung spezialisierter Spitex-Organisationen zu überprüfen und die heutige Normkosten- und Normdefizitberechnung entsprechend weiterzuentwickeln.

Spezialisierte Spitex-Angebote – insbesondere in der ambulanten psychiatrischen Pflege – unterscheiden sich hinsichtlich Versorgungsauftrag, Fallkomplexität, Personalstruktur und Qualifikationsanforderungen wesentlich von der allgemeinen Spitex-Versorgung.

Diese Unterschiede müssen bei der Finanzierung angemessen berücksichtigt werden.

Wir fordern deshalb:

  1. Die Kosten- und Personalstrukturen spezialisierter Spitex-Organisationen sollen separat erhoben und analysiert werden.
  2. Der notwendige höhere Anteil an qualifiziertem Fachpersonal sowie der besondere personelle Aufwand spezialisierter Versorgung sollen berücksichtigt werden.
  3. Notwendige Aufwendungen für Fallführung, Koordination, Krisenmanagement, interprofessionelle Zusammenarbeit und weitere versorgungsbedingte indirekte Tätigkeiten sollen in die Beurteilung der tatsächlichen Kostenstruktur einfliessen.
  4. Auf Grundlage dieser Daten soll eine eigene Vergleichsgruppe, eine differenzierte Normkostenberechnung oder eine andere geeignete Finanzierungslösung für spezialisierte Spitex-Angebote geschaffen werden.

Unser Ziel ist keine pauschale Besserstellung spezialisierter Anbieter, sondern eine faire Finanzierung, die den tatsächlichen Versorgungs-, Personal- und Kostenstrukturen Rechnung trägt.

Begründung

Spezialisierte Spitex ist nicht gleich allgemeine Spitex.
Menschen mit psychischen Erkrankungen und komplexen Betreuungssituationen benötigen eine spezialisierte ambulante Pflege. Diese Versorgung stellt besondere Anforderungen an die Organisationen und insbesondere an deren Personal. Psychiatrische Spitex-Organisationen sind personell anders aufgestellt. Für die ambulante psychiatrische Pflege braucht es entsprechend qualifizierte und erfahrene Pflegefachpersonen. Neben der direkten Arbeit mit den Klientinnen und Klienten gehören je nach Situation Fallführung, Beziehungsarbeit, Krisenmanagement sowie die Zusammenarbeit und Koordination mit Ärztinnen und Ärzten, Kliniken, Psychotherapien, Angehörigen, Beistandschaften, Sozialdiensten und weiteren Fachstellen zum Versorgungsalltag.

Ein einfaches Beispiel zeigt das Problem:
Eine allgemeine Spitex und eine spezialisierte Psychiatriespitex können beide 20 Mitarbeitende beschäftigen. Trotzdem können sich ihre Kostenstrukturen wesentlich unterscheiden. Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Mitarbeitenden. Entscheidend ist, welche Qualifikationen benötigt werden, wie hoch der notwendige Fachpersonalanteil ist und wie viel Gesamtarbeitszeit erforderlich ist, um eine verrechenbare Pflegestunde zu ermöglichen. Gerade bei komplexen psychiatrischen Situationen entsteht notwendiger personeller Aufwand auch ausserhalb des direkten Kontakts mit den Klientinnen und Klienten. Trotz dieser Unterschiede wird bei den Normkosten keine eigene Kategorie für psychiatrische Spitex ausgewiesen.

Für 2027 sinken die Normkosten bei den nicht beauftragten Spitex-Institutionen gegenüber dem Vorjahr bei Abklärung, Beratung und Koordination um 7,0 % und bei der Grundpflege um 7,2 %. Das verschärft die Situation für spezialisierte Organisationen zusätzlich.

Wir stellen deshalb eine einfache Frage:

Ist es fair, spezialisierte Spitex-Organisationen mit besonderen Personal-, Qualifikations- und Versorgungsstrukturen nach einer Vergleichsgrundlage zu finanzieren, welche diese Unterschiede nicht gesondert berücksichtigt?
Wir sind überzeugt: Unterschiedliche Versorgungsaufträge müssen auch in ihrer tatsächlichen Kostenstruktur differenziert betrachtet werden. Dabei geht es nicht um eine Sonderbehandlung einzelner Anbieter. Es geht darum, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen auch langfristig Zugang zu einer qualitativ hochwertigen spezialisierten ambulanten Pflege haben.

Spezialisierte Pflege braucht spezialisiertes Personal – und spezialisiertes Personal braucht eine Finanzierung, die den tatsächlichen Aufwand berücksichtigt.

Die Prozentwerte für 2027 stammen direkt aus dem kantonalen Kreisschreiben zu den Normdefiziten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Milan Zivkovic, Kloten
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 28.08.2026
Sammlung endet: 27.02.2027
Region: Kanton Zürich
Kategorie: Gesundheit

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    Liebe Grüsse Milan

Eine Spezialauswertung des Spitex Benchmarks von Polynomics zeigt, dass psychiatrische Pflege bei KLV A, B und C höhere Kosten pro geleisteter Stunde verursacht als die Grundpflege. Hauptgrund ist der notwendige Skill-Grade-Mix: Psychiatrische Leistungen werden auch bei KLV B und C fast ausschliesslich durch tertiär ausgebildetes Fachpersonal erbracht. Trotzdem unterscheiden sich Finanzierung und Normdefizite oftmals nicht entsprechend. Faire Rahmenbedingungen müssen diese nachgewiesenen struktu

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Arbeite in Palliativ Spitex, gebe jeden Tag mein Bestes

Ich habe viele Freunde, die Spitex' Hilfe benötigen, oder benötigen werden.🍀
Schöne Grüße🌻

Es ist wichtig das die spitexen unterscheidet werden, da jede spitex eine andere Pflegeschwierigkeit--> spezialisierung hat und man es nicht vergleichen soll

Da es wichtig ist das das aufgeteilt wird und nicht alle in einen Topf geschmissen werden

Ich halte es für sehr wichtig, dass wir über gut ausgebildete und spezialisierte Fachkräfte verfügen und diese Kompetenzen auch gezielt nutzen. Davon profitieren nicht nur die Fachpersonen selbst, sondern insbesondere wir als Patientinnen und Patienten. Wir wissen nie, was auf uns zukommt.

Im Alltag erleben wir, wie lang die Wartezeiten im Gesundheitswesen vielerorts sind. Gleichzeitig verfügt die Pflege über ein breites Fachwissen und praktische Erfahrung, mit denen sie einen wichtigen Beitrag zur Entlastung anderer Gesundheitsberufe und zur Sicherstellung einer guten Versorgung leisten kann.

Gerade im spezialisierten Bereich sehe ich hier grosses Potenzial. Pflegefachpersonen mit entsprechender Weiterbildung und Expertise können bestimmte Aufgaben selbstständig übernehmen, Patientinnen und Patienten gezielt begleiten und dadurch Versorgungslücken reduzieren.

Es geht dabei nicht darum, andere Berufsgruppen zu ersetzen, sondern darum, die vorhandenen Kompetenzen sinnvoll zu nutzen und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen weiterzuentwickeln. Wenn wir qualifizierte Fachkräfte gezielt einsetzen, können wir die vorhandenen Ressourcen besser ausschöpfen – und letztlich profitieren davon vor allem die Patientinnen und Patienten.

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