• Von: Mirjam Klöti mehr
  • An: Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern-Wabern
  • Region: Schweiz mehr
    Kategorie: Minderheitenschutz mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 470 Unterstützer
    457 in Schweiz
    Sammlung abgeschlossen

Solidarität mit der Familie B - R

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Während viele Debatten über Migration in der Öffentlichkeit geführt werden, finden viele Geschichten und Einzelschicksale den Weg an diese Öffentlichkeit nicht. Es sind vor allem Ausschaffungen von geflüchteten Personen. Das revidierte Asylgesetz führt mit dem Dublin-Abkommen zu schnelleren und härteren Ausweisungsentscheiden der zuständigen Behörden und Gerichte. Formal sind die entsprechenden ‚Fälle‘ somit meist rechtmässig; menschlich aber i.d.R. eine Katastrophe und rechtspolitisch ein Abschieben der Verantwortung.

Wir sammeln heute untschriften für die Familie B-R mit ihren vier Kindern, wovon ein drei Monate altes Baby, welches hier in der Schweiz zu Welt kam. Zuerst kommt die Familie aus Afghanistan in einer Odyssee über Russland und Norwegen und dann mit Schleppern über Dänemark und Deutschland in die Schweiz, wo sie Ende Mai in Basel um Asyl nachsuchen. Das Bundesverwaltungsgericht sanktionierte im Schnellverfahren am 16. August die vom zuständigen Migrationsamt Zug entschiedenen Wegweisung, nachdem sich Norwegen zu einem ‚Wiederaufnahmegesuch‘ der zuvor ausgewiesenen Familie verpflichtet hatte. Im Oktober soll nun die 6-köpfige mittellose Familie B – R wieder nach Oslo ausgeflogen werden, von wo sie dann offenbar ‚rechtmässig‘ nach Kabul (Afghanistan) ausgeschafft werden.

Begründung:

Die Familie befand sich am 4. Oktober gemeinsam mit den Kinder in der Strafanstalt in Zug. Da sich die Familie gegen die Abschiebung gewehrt hat, konnte diese nicht vollzogen werden. Brutal und vor den Augen der Kinder wurde die Familie getrennt und die Eltern in Hanschellen abgeführt. Diese Kinder haben dieses Jahr schon genug durchgemacht, geben wir ihnen unsere Stimme und ein Recht auf Schutz.

Zuzeit befindet sich die 33 jährige Mutter und das Baby in Abschiebehaft Flughafen Kloten. Der 35 jährige Vater in der Strafanstalt in Zug und die Kinder 3, 6 und 8 jährig wurden Fremdplatziert. Jeglicher Kontakt zwischen Mutter und Kinder wurde im Moment verweigert.

Deren gesamte Familie und Verwandtschaft befinden sich hier in der Schweiz, sind integriert und gehen einer Arbeit nach. Daher bitten wir (Familie und Freunde), die verantwortliche Behörde sich für die Familie B - R einzusetzten und gemäss Artikel 3 Absatz 2 Dublin II Verordnung, vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch zu machen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Fribourg, 08.10.2016 (aktiv bis 14.10.2016)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren Ich schreiben Ihnen bezüglich der Familie B-R. Wie von Ihnen gewünscht möchte ich sie gerne auf dem Laufenden halten. Die Familie wurde am 25.10.2016 per Sonderflug nach Norwegen überführt, dass obwohl das 6 jährige ...

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Debatte zur Petition

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CONTRA: Es gibt leider sehr viele Menschen unwürdige Entscheide von der Politik, Migrationsamt oder Richter in der Schweiz! Rechtlich gesehen alles klar und " Das Boot ist voll" Wir können nicht der ganzen Welt, allen Flüchtlingen oder Menschen helfen, da es ...



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