Region: Schweiz
Bild der Petition Schluss mit dem Multicheck-Zwang! Für ein faires und diskriminierungsfreies Auswahlverfahren in der

Schluss mit dem Multicheck-Zwang! Für ein faires und diskriminierungsfreies Auswahlverfahren in der

Petition richtet sich an
Lehrbetriebe und Berufsbildner

1 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

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  1. Gestartet 21.06.2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Lehrbetriebe und Berufsbildner

Der private Eignungstext "Multicheck" hat sich in der Schweiz zu einem unfairen Filter bei der Lehrstellensuche entwickelt. Weil die private Betreiberin Jugendlichen mit Legasthenie, LRS oder AD(H)S keinen gesetzlichen Nachteilsausgleich gewährt, werden diese systematisch diskriminiert. Zudem erzeugen die Kosten von CHF 100.– pro Test (oft weit über CHF 210.– inklusive Vorbereitungsmaterial) eine soziale Selektion.

Wir fordern alle Schweizer Lehrbetriebe und Berufsbildner auf, auf den Multicheck-Zwang zu verzichten und stattdessen auf das kostenlose, staatliche Instrument des Stellwerk-Tests, Zeugnisse und Schnupperlehren zu setzen.

Begründung

Die Rekrutierung von Lernenden ist eine grosse Verantwortung. Sie suchen Jugendliche, die motiviert sind, ins Team passen und das praktische Talent für Ihren Betrieb mitbringen. Doch die weit verbreitete Praxis, standardmässig das Zertifikat der privaten Multicheck AG (bzw. gateway.one) zu verlangen, führt zu einer massiven Fehlselektion und schliesst fähige Jugendliche ungerechtfertigt aus. [123]
Wir – Pädagogen, Psychologen, Eltern und Lehrbetriebe – fordern Sie deshalb auf: Verzichten Sie ab sofort auf den Multicheck in Ihrem Bewerbungsverfahren!

Warum der Multicheck kein faires Bild liefert:

  • Verstoss gegen die Chancengleichheit (Kein Nachteilsausgleich): Bei staatlichen Schulen und Lehrabschlussprüfungen (Qualifikationsverfahren) haben Jugendliche mit Legasthenie, LRS oder AD(H)S ein gesetzliches Recht auf Nachteilsausgleich (z. B. Zeitzuschlag). Die private Multicheck AG missachtet dies systematisch im regulären Verfahren. Das gaukelt eine Scheingerechtigkeit vor, diskriminiert diese Jugendlichen aber massiv. [12]
  • Soziale Selektion durch hohe Kosten: Ein einziger Test kostet CHF 100.–. Mit Vorbereitungsmaterialien, Simulationssoftware oder dem oft nötigen Zweitversuch steigen die Kosten schnell auf über CHF 210.–. Für einkommensschwache Familien ist das eine enorme finanzielle Hürde. Der Zugang zur Berufsbildung darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen.
  • Fehlende wissenschaftliche Aussagekraft: Ein 3,5-stündiger, digitaler Marathon misst primär Stressresistenz unter künstlichen Bedingungen. Er ignoriert die Tagesform, den emotionalen Zustand von Teenagern und sämtliche sozialen, handwerklichen oder praktischen Kompetenzen. Eine Momentaufnahme kann die Leistungsfähigkeit eines Jugendlichen niemals besser abbilden als das Zeugnis aus mehreren Schuljahren. 
  • Kommerz statt Bildung: Der Multicheck ist das Produkt eines rein gewinnorientierten, privaten Unternehmens. Hier wird mit dem Druck auf Jugendliche und den Sorgen der Eltern viel Geld verdient.
  • Gute, faire Alternativen existieren längst: Mit dem Stellwerk-Test existiert ein bewährtes, wissenschaftlich begleitetes und standardisierter Testverfahren des öffentlichen Bildungssystems. Er basiert direkt auf dem Lehrplan 21, ist für alle Schülerinnen und Schüler an den Volksschulen kostenlos, deckt Stärken sowie Schwächen fair ab und stellt den gesetzlichen Nachteilsausgleich sicher.

Unser Appell an Sie als Lehrbetriebe:
Schauen Sie hin, statt auszulagern! Der Multicheck entlastet zwar Ihren administrativen Aufwand beim Vorsortieren von Bewerbungen, verstellt Ihnen aber den Blick auf die besten Talente. Ein schlechter Testtag darf nicht die berufliche Zukunft eines jungen Menschen verbauen.

Wir fordern Sie auf:

  1. Streichen Sie den Multicheck per sofort aus Ihren Anforderungsprofilen.
  2. Setzen Sie stattdessen auf öffentliche Instrumente wie den Stellwerk-Test, kantonale Schulzeugnisse und vor allem auf aussagekräftige Schnupperlehren sowie persönliche Gespräche.

Geben wir allen Jugendlichen in der Schweiz wieder die gleiche, faire Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thomas Rom, Au / ZH
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 21.06.2026
Sammlung endet: 11.07.2026
Region: Schweiz
Kategorie: Bildung

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