La petizione è indirizzata a:
Schweizer Bischofskonferenz SBK
Le texte français se trouve en dessous.
Die Schweizer Bischofskonferenz hat kürzlich eine Standortbestimmung zur Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen veröffentlicht. Die Allianz Gleichwürdig Katholisch und die Unterzeichnenden machen dazu ihren Standort öffentlich.
Die Würde ist für alle gleich
Alle Menschen sind Ebenbilder Gottes. Darum besitzt jeder Mensch die gleiche unantastbare Würde. Niemand hat das Recht, diese Würde anderen abzusprechen.
Aussagen, wonach schwule, lesbische, geschieden wiederverheiratete oder im Konkubinat lebende Seelsorger:innen nicht evangeliumsgemäss leben, verletzen die Würde der Betroffenen sowie aller Menschen in Lebenssituationen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen.
Privat ist Privat
Die Frage, ob das private Beziehungs- oder Intimleben[1] dem Evangelium entspricht, darf nicht durch Bischöfe, kirchliche Vorgesetzte oder Anstellungsbehörden beurteilt werden.
Die deutsche Bischofskonferenz hat diese Praxis mit der Reform der Grundordnung umgesetzt. Es gibt keinen Grund, dies in der Schweiz nicht ebenfalls zu tun. So kann verhindert werden, dass Einzelne willkürlich behandelt werden.
Unbedingt synodal
Die grundsätzliche Entscheidung zur Verbindung von Lebensform und kirchlicher Beauftragung muss in einem synodalen Prozess getroffen werden.
Die Schweizer Bischöfe haben ihren Standort formuliert, was zu respektieren ist. Um dem Anspruch echter Synodalität und einem offenen Dialog zu genügen, müssen jedoch Vertreter:innen staatskirchlicher Gremien, Seelsorger:innen, Pfarreiangehörige und alle, die Teil einer synodalen Kirche sein wollen, mitreden. Denn in einer wirklich synodalen Kirche werden solche Fragen nicht von Bischöfen hinter verschlossenen Türen entschieden.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch lädt deshalb die Schweizer Bischöfe und alle Interessierten zu einem offenen synodalen Dialog über die Frage der Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen ein.
[1] Hiermit sind ausschliesslich konsensbasierte und zivilrechtlich legale Beziehungen gemeint.
La Conférence des évêques suisses a récemment publié un état des lieux sur le mode de vie et le mandat épiscopal. L’Alliance AGK (Allianz Gleichwürdig Katholisch / Alliance « Égalité dans la dignité – Catholique ») et les personnes signataires rendent publique leur propre position à ce sujet.
La dignité est la même pour tout le monde.
Tous les êtres humains sont créés à l’image de Dieu. C’est pourquoi chaque personne possède la même dignité, inviolable. Personne n’a le droit de retirer cette dignité aux autres.
Des déclarations affirmant que des agents et agentes pastoraux gays, lesbiennes, divorcés et remariés ou vivant en concubinage ne vivent pas selon l’Évangile portent atteinte à la dignité des personnes concernées ainsi qu’à celle de toutes les personnes dont la situation de vie ne correspond pas à la norme sociale.
Le privé, c’est privé
La question de savoir si la vie privée relationnelle ou intime[1] correspond à l’Évangile ne doit pas être jugée par des évêques, des supérieurs ecclésiastiques ou des autorités d’engagement.
La Conférence des évêques allemands a mis en œuvre cette pratique avec la réforme du règlement de base. Il n’y a aucune raison de ne pas faire de même en Suisse.
Cela permet d’éviter que certaines personnes soient traitées de manière arbitraire.
Absolument synodal
La décision de principe concernant le lien entre la forme de vie et la mission ecclésiale doit être prise dans un processus synodal.
Les évêques suisses ont formulé leur position, ce qui doit être respecté.
Pour répondre à l’exigence d’une véritable synodalité et d’un dialogue ouvert, des représentant·e·s des organes d’Église de droit public, des agents et agentes pastoraux, des membres des paroisses et toutes les personnes qui souhaitent faire partie d’une Église synodale doivent toutefois participer aux discussions. Car, dans une Église réellement synodale, de telles questions ne sont pas décidées par les évêques à huis clos.
C’est pourquoi l`Alliance AGK (Allianz Gleichwürdig Katholisch / Alliance « Égalité dans la dignité – Catholique ») invite les évêques suisses ainsi que toutes les personnes intéressées à un dialogue synodal ouvert sur la question du mode de vie et de la mission des agents et agentes pastoraux
[1] Il s’agit exclusivement de relations fondées sur le consentement et légalement reconnues par le droit civil.
Motivazioni:
Angestellte und Freiwillige in der römisch-katholischen Kirche sind aufgrund ihres Lebensentwurfs Diskriminierung, Unrecht, Schwierigkeiten oder Willkür ausgesetzt.
Einige verlassen darauf den kirchlichen Dienst, obwohl gute Leute dringend gebraucht werden. Andere versuchen trotz allem ihrer Berufung nachzugehen und führen ihr Privatleben im Versteckten oder verbiegen sich.
Diese Diskriminierungserfahrungen wirken stark im Leben der Menschen weiter und zeigen, wie machtvoll und repressiv das System Kirche ist.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch setzt sich für eine würdige Anstellungs- und Umgangskultur in der Katholischen Kirche ein.
Steuergruppe der Allianz Gleichwürdig Katholisch
Ivo Bühler (VKP), Fabien Daetwyler (Jubla Schweiz), Christina Eichentopf (Katholische Landeskirche Thurgau), Hans Gisler (Christliche Sozialbewegung KAB Schweiz), Helena Jeppesen-Spuhler (Fastenaktion und Synodale im weltweiten synodalen Prozess), Katharina Jost Graf (Frauenbund Schweiz und Pfarreiseelsorgerin), Karin Klemm (#JuniaInitiative und Pfarreiseelsorgerin), Claudia Mennen (Theologin), Valentin Rudaz (Bistumsregion Deutschfreiburg), Franziska Zen Ruffinen (CWC und Frauenrat der SBK) und Mentari Baumann (Geschäftsführerin AGK)
Allianz Gleichwürdig Katholisch
Getragen wird die AGK von Frauenbund Schweiz, Jubla Schweiz, KAB Schweiz und Fachstelle Bildung und Propstei Aargau.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) ist eine wachsende, gesamtschweizerische, reformkatholische Organisation und versteht sich als offene Projektgemeinschaft.
Der Projektgemeinschaft zugehörig sind Personen und Organisationen, welche die Anliegen der AGK teilen und unterstützen: Einzelpersonen und Personen, die verschiedene Organisationen, Initiativen, Verbände, Pfarreien, Kirchgemeinden und Landeskirchen vertreten. Darunter die IG-M!kU, das Réseau des femmes en église, das Netzwerk Vielstimmig Kirche sein, die Katholischen Landeskirchen Luzern und Thurgau und die Katholische Kirche in Basel-Stadt.
Frau und Mann sind gleichwertige Menschen. Es ist endlich an der Zeit dass auch die Katholische Kirche für diese Werte gerade steht