Région: Suisse

Privat ist Privat: gleichwürdig und synodal

La pétition est adressée à
Schweizer Bischofskonferenz SBK

1 019 signatures

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  1. Lancé décembre 2025
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  4. Dialogue avec le destinataire
  5. Décision

Pétition adressée à : Schweizer Bischofskonferenz SBK

Le texte français se trouve en dessous.

Die Schweizer Bischofskonferenz hat kürzlich eine Standortbestimmung zur Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen veröffentlicht. Die Allianz Gleichwürdig Katholisch und die Unterzeichnenden machen dazu ihren Standort öffentlich.

Die Würde ist für alle gleich
Alle Menschen sind Ebenbilder Gottes. Darum besitzt jeder Mensch die gleiche unantastbare Würde. Niemand hat das Recht, diese Würde anderen abzusprechen.
Aussagen, wonach schwule, lesbische, geschieden wiederverheiratete oder im Konkubinat lebende Seelsorger:innen nicht evangeliumsgemäss leben, verletzen die Würde der Betroffenen sowie aller Menschen in Lebenssituationen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen.

Privat ist Privat
Die Frage, ob das private Beziehungs- oder Intimleben[1] dem Evangelium entspricht, darf nicht durch Bischöfe, kirchliche Vorgesetzte oder Anstellungsbehörden beurteilt werden.
Die deutsche Bischofskonferenz hat diese Praxis mit der Reform der Grundordnung umgesetzt. Es gibt keinen Grund, dies in der Schweiz nicht ebenfalls zu tun. So kann verhindert werden, dass Einzelne willkürlich behandelt werden.

Unbedingt synodal
Die grundsätzliche Entscheidung zur Verbindung von Lebensform und kirchlicher Beauftragung muss in einem synodalen Prozess getroffen werden.
Die Schweizer Bischöfe haben ihren Standort formuliert, was zu respektieren ist. Um dem Anspruch echter Synodalität und einem offenen Dialog zu genügen, müssen jedoch Vertreter:innen staatskirchlicher Gremien, Seelsorger:innen, Pfarreiangehörige und alle, die Teil einer synodalen Kirche sein wollen, mitreden. Denn in einer wirklich synodalen Kirche werden solche Fragen nicht von Bischöfen hinter verschlossenen Türen entschieden.

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch lädt deshalb die Schweizer Bischöfe und alle Interessierten zu einem offenen synodalen Dialog über die Frage der Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen ein.

[1] Hiermit sind ausschliesslich konsensbasierte und zivilrechtlich legale Beziehungen gemeint.

La Conférence des évêques suisses a récemment publié un état des lieux sur le mode de vie et le mandat épiscopal. L’Alliance AGK (Allianz Gleichwürdig Katholisch / Alliance « Égalité dans la dignité – Catholique ») et les personnes signataires rendent publique leur propre position à ce sujet.

La dignité est la même pour tout le monde.
Tous les êtres humains sont créés à l’image de Dieu. C’est pourquoi chaque personne possède la même dignité, inviolable. Personne n’a le droit de retirer cette dignité aux autres.
Des déclarations affirmant que des agents et agentes pastoraux gays, lesbiennes, divorcés et remariés ou vivant en concubinage ne vivent pas selon l’Évangile portent atteinte à la dignité des personnes concernées ainsi qu’à celle de toutes les personnes dont la situation de vie ne correspond pas à la norme sociale.

Le privé, c’est privé
La question de savoir si la vie privée relationnelle ou intime[1] correspond à l’Évangile ne doit pas être jugée par des évêques, des supérieurs ecclésiastiques ou des autorités d’engagement.
La Conférence des évêques allemands a mis en œuvre cette pratique avec la réforme du règlement de base. Il n’y a aucune raison de ne pas faire de même en Suisse.
Cela permet d’éviter que certaines personnes soient traitées de manière arbitraire.

Absolument synodal
La décision de principe concernant le lien entre la forme de vie et la mission ecclésiale doit être prise dans un processus synodal.
Les évêques suisses ont formulé leur position, ce qui doit être respecté.
Pour répondre à l’exigence d’une véritable synodalité et d’un dialogue ouvert, des représentant·e·s des organes d’Église de droit public, des agents et agentes pastoraux, des membres des paroisses et toutes les personnes qui souhaitent faire partie d’une Église synodale doivent toutefois participer aux discussions. Car, dans une Église réellement synodale, de telles questions ne sont pas décidées par les évêques à huis clos.

C’est pourquoi l`Alliance AGK (Allianz Gleichwürdig Katholisch / Alliance « Égalité dans la dignité – Catholique ») invite les évêques suisses ainsi que toutes les personnes intéressées à un dialogue synodal ouvert sur la question du mode de vie et de la mission des agents et agentes pastoraux

[1] Il s’agit exclusivement de relations fondées sur le consentement et légalement reconnues par le droit civil.

Raison

Angestellte und Freiwillige in der römisch-katholischen Kirche sind aufgrund ihres Lebensentwurfs Diskriminierung, Unrecht, Schwierigkeiten oder Willkür ausgesetzt.
Einige verlassen darauf den kirchlichen Dienst, obwohl gute Leute dringend gebraucht werden. Andere versuchen trotz allem ihrer Berufung nachzugehen und führen ihr Privatleben im Versteckten oder verbiegen sich.
Diese Diskriminierungserfahrungen wirken stark im Leben der Menschen weiter und zeigen, wie machtvoll und repressiv das System Kirche ist.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch setzt sich für eine würdige Anstellungs- und Umgangskultur in der Katholischen Kirche ein.

Steuergruppe der Allianz Gleichwürdig Katholisch
Ivo Bühler (VKP), Fabien Daetwyler (Jubla Schweiz), Christina Eichentopf (Katholische Landeskirche Thurgau), Hans Gisler (Christliche Sozialbewegung KAB Schweiz), Helena Jeppesen-Spuhler (Fastenaktion und Synodale im weltweiten synodalen Prozess), Katharina Jost Graf (Frauenbund Schweiz und Pfarreiseelsorgerin), Karin Klemm (#JuniaInitiative und Pfarreiseelsorgerin), Claudia Mennen (Theologin), Valentin Rudaz (Bistumsregion Deutschfreiburg), Franziska Zen Ruffinen (CWC und Frauenrat der SBK) und Mentari Baumann (Geschäftsführerin AGK)

Allianz Gleichwürdig Katholisch
Getragen wird die AGK von Frauenbund Schweiz, Jubla Schweiz, KAB Schweiz und Fachstelle Bildung und Propstei Aargau.

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) ist eine wachsende, gesamtschweizerische, reformkatholische Organisation und versteht sich als offene Projektgemeinschaft.
Der Projektgemeinschaft zugehörig sind Personen und Organisationen, welche die Anliegen der AGK teilen und unterstützen: Einzelpersonen und Personen, die verschiedene Organisationen, Initiativen, Verbände, Pfarreien, Kirchgemeinden und Landeskirchen vertreten. Darunter die IG-M!kU, das Réseau des femmes en église, das Netzwerk Vielstimmig Kirche sein, die Katholischen Landeskirchen Luzern und Thurgau und die Katholische Kirche in Basel-Stadt.

Merci infiniment pour votre soutien, Allianz Gleichwürdig Katholisch, Luzern
Question à l'initiateur

Pétition de partage

Image avec code QR pour la pétition

détails de la pétition

Pétition lancée: 05/12/2025
Fin de la collecte: 20/02/2026
Région: Suisse
Catégorie: Droits civils

Actualités

  • Dank eurer Unterstützung haben wir das Ziel von über 1'000 Unterschriften erreicht. Die Unterschriftenaktion der Allianz Gleichwürdig Katholisch zur Beauftragung und Lebensführung von Seelsorger:innen (Privat ist Privat) wurde von 1'019 Menschen unterschrieben.

    Gestützt von den Unterschriften laden wir eine Delegation der Schweizer Bischofskonferenz SBK zu einem synodalen Gespräch zu «Privat ist Privat» mit allen Interessierten ein. Die AGK hat der SBK zwei Terminvorschläge gemacht.

    Die Unterschriften wurden den Schweizer Bischöfen übergeben – eine persönliche Übergabe wurde nicht möglich gemacht. Wir haben die Übergabe an die Post mit einer Aktion verbunden, die gefilmt wurde.

    Die Medienmitteilung zur Übergabe findet ihr hier: www.gleichwuerdig.ch/privat-ist-privat-1019-unterschriften-erreichtprivat-ist-privat/
  • Willst du bei der Übergabe (an die Post) und im Video dabei sein? Wir treffen uns am Freitag, 13. März um 14.00 Uhr vor der Jesuitenkirche in Luzern. Die Aktion wird ca. eine Stunde dauern.

    Das Video wird anschliessend auf Social Media geteilt und den Medien zugestellt.

    Anmeldung zur Aktion: office@gleichwuerdig.ch
    Spontanes Erscheinen ist natürlich auch erlaubt.
  • Dank eurer Unterstützung haben wir das Ziel von über 1'000 Unterschriften innerhalb der Frist erreicht. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Noch mehr freuen wir uns darüber, dass das Anliegen "Privat ist Privat" von so vielen Menschen getragen wird.

    Die Unterschriften, inkl. die Einladung zum Dialog, gehen jetzt an die Schweizer Bischöfe. Eine persönliche Übergabe wird uns von der Schweizerischen Bischofskonferenz nicht möglich gemacht - stattdessen sollen wir alles per Post schicken.
    Das werden wir tun, wir werden den Versand aber trotzdem mit einer Aktion begleiten.

    Willst du bei der Übergabe (an die Post) dabei sein?
    Wir übergeben die Unterschriften am 13. März um 14.00 Uhr der Post in Luzern und verbinden den Gang zur Post mit der Aufnahme eines Videos. Wir freuen uns über möglichst viele Unterstützer:innen, die dabei sein können.

    Das Video wird anschliessend auf Social Media geteilt und den Medien zugestellt.

    Wir sind noch dran, die Details zu klären. Melde dich an und wir schicken dir möglichst bald mehr Informationen.

    Anmeldung zur Aktion: office@gleichwuerdig.ch

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." — Artikel 1 der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte

Evtl. gestaltet sich ein Miteinander auch für den Arbeitgeber transparenter, wenn offen kommuniziert wird, statt dass verschwiegen wird? z.B. kann durch vorliegende Informationen auch besser Unterstützung angeboten werden. Betroffene werden sichtbar — vielleicht auch in ihrer Anzahl? Als Positivbeispiele?

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