Privat ist Privat: gleichwürdig und synodal

Petition is addressed to
Schweizer Bischofskonferenz SBK

613 Signatures

61 %
1,000 for collection target

613 Signatures

61 %
1,000 for collection target
  1. Launched 05/12/2025
  2. Time remaining > 5 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I consent to the storage of my data. I can revoke this consent at any time.

Petition is addressed to: Schweizer Bischofskonferenz SBK

Die Schweizer Bischofskonferenz hat kürzlich eine Standortbestimmung zur Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen veröffentlicht. Die Allianz Gleichwürdig Katholisch und die Unterzeichnenden machen dazu ihren Standort öffentlich.

Die Würde ist für alle gleich
Alle Menschen sind Ebenbilder Gottes. Darum besitzt jeder Mensch die gleiche unantastbare Würde. Niemand hat das Recht, diese Würde anderen abzusprechen.
Aussagen, wonach schwule, lesbische, geschieden wiederverheiratete oder im Konkubinat lebende Seelsorger:innen nicht evangeliumsgemäss leben, verletzen die Würde der Betroffenen sowie aller Menschen in Lebenssituationen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen.

Privat ist Privat
Die Frage, ob das private Beziehungs- oder Intimleben[1] dem Evangelium entspricht, darf nicht durch Bischöfe, kirchliche Vorgesetzte oder Anstellungsbehörden beurteilt werden.
Die deutsche Bischofskonferenz hat diese Praxis mit der Reform der Grundordnung umgesetzt. Es gibt keinen Grund, dies in der Schweiz nicht ebenfalls zu tun. So kann verhindert werden, dass Einzelne willkürlich behandelt werden.

Unbedingt synodal
Die grundsätzliche Entscheidung zur Verbindung von Lebensform und kirchlicher Beauftragung muss in einem synodalen Prozess getroffen werden.
Die Schweizer Bischöfe haben ihren Standort formuliert, was zu respektieren ist. Um dem Anspruch echter Synodalität und einem offenen Dialog zu genügen, müssen jedoch Vertreter:innen staatskirchlicher Gremien, Seelsorger:innen, Pfarreiangehörige und alle, die Teil einer synodalen Kirche sein wollen, mitreden. Denn in einer wirklich synodalen Kirche werden solche Fragen nicht von Bischöfen hinter verschlossenen Türen entschieden.

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch lädt deshalb die Schweizer Bischöfe und alle Interessierten zu einem offenen synodalen Dialog über die Frage der Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen ein.

[1] Hiermit sind ausschliesslich konsensbasierte und zivilrechtlich legale Beziehungen gemeint.

Steuergruppe der Allianz Gleichwürdig Katholisch
Ivo Bühler (VKP), Fabien Daetwyler (Jubla Schweiz), Christina Eichentopf (Katholische Landeskirche Thurgau), Hans Gisler (Christliche Sozialbewegung KAB Schweiz), Helena Jeppesen-Spuhler (Fastenaktion und Synodale im weltweiten synodalen Prozess), Katharina Jost Graf (Frauenbund Schweiz und Pfarreiseelsorgerin), Karin Klemm (#JuniaInitiative und Pfarreiseelsorgerin), Claudia Mennen (Theologin), Valentin Rudaz (Bistumsregion Deutschfreiburg), Franziska Zen Ruffinen (CWC und Frauenrat der SBK) und Mentari Baumann (Geschäftsführerin AGK)

Allianz Gleichwürdig Katholisch
Getragen wird die AGK von Frauenbund Schweiz, Jubla Schweiz, KAB Schweiz und Fachstelle Bildung und Propstei Aargau.

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) ist eine wachsende, gesamtschweizerische, reformkatholische Organisation und versteht sich als offene Projektgemeinschaft.
Der Projektgemeinschaft zugehörig sind Personen und Organisationen, welche die Anliegen der AGK teilen und unterstützen: Einzelpersonen und Personen, die verschiedene Organisationen, Initiativen, Verbände, Pfarreien, Kirchgemeinden und Landeskirchen vertreten. Darunter die IG-M!kU, das Réseau des femmes en église, das Netzwerk Vielstimmig Kirche sein, die Katholischen Landeskirchen Luzern und Thurgau und die Katholische Kirche in Basel-Stadt.

Reason

Angestellte und Freiwillige in der römisch-katholischen Kirche sind aufgrund ihres Lebensentwurfs Diskriminierung, Unrecht, Schwierigkeiten oder Willkür ausgesetzt.
Einige verlassen darauf den kirchlichen Dienst, obwohl gute Leute dringend gebraucht werden. Andere versuchen trotz allem ihrer Berufung nachzugehen und führen ihr Privatleben im Versteckten oder verbiegen sich.
Diese Diskriminierungserfahrungen wirken stark im Leben der Menschen weiter und zeigen, wie machtvoll und repressiv das System Kirche ist.
Die Allianz Gleichwürdig Katholisch setzt sich für eine würdige Anstellungs- und Umgangskultur in der Katholischen Kirche ein.

Share petition

Image with QR code

Tear-off stub with QR code

download (PDF)

Petition details

Petition started: 12/05/2025
Collection ends: 02/20/2026
Region: Switzerland
Topic: Civil rights

Translate this petition now

new language version

News

  • Liebe:r Unterzeichnende:r von Privat ist Privat
    Innerhalb von einer Woche haben wir rund 500 Unterschriften gesammelt. Das ging nur dank dir - vielen herzlichen Dank!
    Bei 500 Unterschriften soll es natürlich nicht bleiben. Im Februar 2026 wollen wir der Bischofskonferenz die Einladung zu einem offenen synodalen Dialog über die Frage der Lebensführung und Beauftragung von Seelsorger:innen überbringen, mitgetragen von möglichst vielen Unterstützer:innen und ihren Unterschriften.

    Damit wir das schaffen und unser Anliegen Schubkraft bekommt, brauchen wir deine tatkräftige Unterstützung! Teile die die Sammelaktion in deinem Umfeld und auf deinen Social Media Kanälen.
    Unter diesem Link findest du Material, die dir dabei helfen (Unterschriftenbogen zum physisch unterschreiben und Social Media Posts, die ihr übernehmen dürft): https://1drv.ms/f/c/4cb0689260de358f/IgAYjg3BDebnTpkmIz2v9-X0AWzSe__HS2jIF9LXN9xJFrA?e=1Z1y3j

    Anfrage an alle, die anonym unterschreiben haben:
    Hast du Lust uns deinen Grund zu sagen, weshalb du dich dazu entschiedene hast, deinen Namen nicht sichtbar zu machen? Deine Antwort wird natürlich anonym behandelt! Du kannst deinen Grund an diese Adresse schicken: mentari.baumann@gleichwuerdig.ch
    Einen guten Wochenstart und bis bald

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." — Artikel 1 der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte

Evtl. gestaltet sich ein Miteinander auch für den Arbeitgeber transparenter, wenn offen kommuniziert wird, statt dass verschwiegen wird? z.B. kann durch vorliegende Informationen auch besser Unterstützung angeboten werden. Betroffene werden sichtbar — vielleicht auch in ihrer Anzahl? Als Positivbeispiele?

Why people sign

Ich finde es unmenschlich wie die Kirche mit ihren Mitarbeitenden diesbezüglich umgeht. Das muss sich dringend ändern, damit die Menschen gerne in der Kirche arbeiten und sich wieder frei fühlen können.

Konkubinat soll ein Problem sein. In welchem Jahrtausend leben wir.

Gott kennt keine Schubladen, und Gott schliesst nicht aus. Auf dass in unserer Kirche die Umsetzung der Menschenrechte endlich wirklich werden kann, nicht nur in dieser Angelegenheit. Es wäre ein grosser Schritt.

Eine diverse Glaubengemeinschaft kann ernst genommen werden im Volk.

Privates und Intimes geht nur die eigene Person etwas an.

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now