Mit der aktuellen Überarbeitung der Prüfungsordnung der OdA AM bitten wir die beteiligten Verbände der Fachrichtung TEN, die IG TEN und die OdA AM, der Vielfalt der Methode TEN in der neuen Prüfungsordnung Rechnung zu tragen. Wir wünschen weiterhin eine ähnlich offene Formulierung wie in der aktuellen Übergangsregelung Anforderungen TEN der OdA AM unter Punkt 1.2, “Grundlage für die Diagnostik und Therapie sind die Erkenntnisse der Humoralmedizin und/oder einer damit verwandten Konstitutionslehre. Darauf und auf einem ganzheitlichen Therapieansatz müssen sowohl die Diagnose- als auch die Behandlungsmethoden basieren.“ Die Konstitutionslehre soll hier nicht ausschliesslich auf die Humoralmedizin eingeschränkt werden. Eine Reduktion in Therapie und Diagnostik auf die Humoralmedizin entspricht nicht der Vielfalt der Methode TEN, wie sie in der Schweiz und Europa seit Jahren praktiziert wird. Wir wünschen uns weiterhin Raum für eine vielfältige TEN Methode, welche auch die folgenden Ansätze enthalten kann:
ParacelsusMedizin
Spagyrik
Schüssler
Klostermedizin Hildegard von Bingen
Signaturenlehre Ceres
Homotoxikologie nach Dr. Reckeweg
Integrale Medizin
Anthroposophische Medizin
(Diese Liste ist nicht abschliessend)
Diese Forderung soll im Berufsbild festgehalten und an der OdA AM Prüfung bei allen Prüfungsteilen berücksichtigt werden. Wir wünschen uns weiterhin die Möglichkeit, mit einem ganzheitlichen Therapieansatz zu argumentieren.
Reason
Auf Grundlage vieler Gespräche mit langjährigen HeilpraktikerInnen, mit Berufseinsteigern, PraktikantInnen und MetorandInnen und meiner eigenen Überzeugungen habe ich mich entschlossen, diese Petition im Namen vieler berufstätiger und angehender TEN HeilpraktikerInnen zu verfassen. Folgende Punkte waren in diesen Gesprächen die Hauptthemen:
Der aktuelle Fokus auf die Humoralmedizin entspricht nicht der Vielfalt der Methode TEN. Die Humoralmedizin kann aber weiterhin ein Schwerpunkt in den Ausbildungen sein.
Es gibt in der Schweiz heute nur wenige Praktikumsplätze mit einem Schwerpunkt in der Humoralmedizin, weshalb auch bei einer Prüfung der Schwerpunkt nicht auf einem ausschliesslich humoralen Konzept liegen sollte.
Die Fallstudie P1 der HFP Prüfung sollte nicht mit viel Mühe und Aufwand in ein humorales Korsett gezwängt werden müssen und von Lektoren (teilweise für hohe Beträge) umformuliert werden, damit diese den Anforderungen der Experten gerecht werden.
In der HFP soll die fachliche Kompetenz der TEN HeilpraktikerInnen auf ein ganzheitliches Therapiekonzept hin überprüft werden. Hierbei sollten die zu Prüfenden aber die Wahl haben, ob hierfür z.B. mit den 5 Entien nach Paracelsus, der Konstitutionslehre nach Schüssler oder einem anderen ganzheitlichen TEN Konzept argumentiert wird.
Die Wahl des Behandlungskonzeptes soll auf Grundlage der Beschwerden des Klienten getroffen werden und nicht auf Basis einer möglichen HFP Fallarbeit mit Schwerpunkt Humoralmedizin.
Diesen Text habe ich in der elektronischen Übergabe an die Verbände verwendet und zusätzlich meine Erfahrungen (PDF) auf dem Weg zur Petition eingereicht:
"Liebe Vorstandsmitglieder der IG TEN, der TEN-Verbände (inkl. Schulverband) sowie der OdA AM
Vor mehreren Monaten wurde im NVS-Newsletter die Vorbereitung zur Überarbeitung der Prüfungsordnung (PO) der OdA AM angekündigt. Dies habe ich zum Anlass genommen, einige Anliegen aufzugreifen, die mir im Austausch mit anderen TEN-Therapeutinnen und -Therapeuten wiederholt begegnen.
Es ist kein Geheimnis, dass sich ein Teil der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker aus dem TEN-Umfeld durch den gewählten humoralen Schwerpunkt in den Fachrichtungsressourcen nicht ausreichend repräsentiert fühlt. Einige erfahrene Berufsleute haben diesbezüglich resigniert und den Eindruck gewonnen, dass es sich nicht lohnt, Energie in Änderungsanliegen zu investieren – sei es, weil sie wiederholt kein Gehör fanden. Jüngere Praktizierende wiederum berichten von der Sorge, durch Verbände, die OdA AM oder im Rahmen der HFP-Prüfungen Nachteile zu erfahren, und halten sich deshalb mit Engagement zurück.
Wenn wir die Fachrichtung TEN als Einheit verstehen, sollten wir solche Entwicklungen ernst nehmen. Die Praktizierenden repräsentieren das Berufsbild nach aussen – und ein geschlossenes Auftreten stärkt unsere Position. Eine geteilte Basis hingegen bietet kein tragfähiges Fundament für die Weiterentwicklung der TEN.
Dazu gehört aus meiner Sicht auch, die Anliegen der TEN-Praktizierenden aktiv aufzunehmen und gemeinsam über die Weiterentwicklung der entsprechenden Ressourcen zu entscheiden. Eine stärkere Mitsprache der Berufsleute – beispielsweise in Form von Urabstimmungen innerhalb des Verbands – könnte hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.
Ich habe Verständnis dafür, dass zu Beginn der eidgenössischen Prüfungen die TEN-Ressourcen in einer kleinen Fachgruppe erarbeitet wurden. Inzwischen scheint mir jedoch der Zeitpunkt gekommen, diese gemeinsam mit der Basis zu überprüfen und weiterzuentwickeln. In einem Berufsverband sollte dieser Prozess in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern erfolgen.
Verschiedene Fragestellungen zum Berufsbild und zu den Fachressourcen TEN sind in den letzten Monaten durch die vertieften Recherchen und dem Austausch mit Berufskolleginnen und Berufskollegen zur Petition TEN entstanden. Ich habe diese Fragen zusammengestellt und stelle sie Ihnen im Anhang als PDF zur Verfügung. Im ersten Teil finden sich allgemeine Fragen zur Organisation des Berufsbildes, im zweiten Teil spezifische Fragen zur Fachrichtung TEN.
Mit der Petition TEN war es mein Ziel, mindestens 150 Unterschriften aus dem Kreis der TEN-Praktizierenden zu sammeln, um den Wunsch nach einem Dialog aus der Basis sichtbar zu machen.
Nun liegt es an Ihnen, ob Sie den rund 150 Stimmen der TEN-Praktizierenden Gehör schenken."
Alle die selber in einem Verband sind, dürfen diese Anliegen auch weiterhin unterstützen! Am besten in dem ihr die Verbände weiterhin motiviert diese Themen anzugehen!
Ganzheitliche Medizinsysteme sind mir wichtig. Hier sehe ich die Vorteile bei der ParacelsusMedizin. Auch die Humoralmedizin sollte diesem holistischen Ansatz wieder gerecht werden und nicht nur auf dem Bein der Säftelehre steht. Philosophie, Seele & Geist sollten wieder Raum gegeben werden. Hippokrates, hat es so gesagt: „Der Arzt, der Philosoph wird, ist ein Gott“. Auch Ibn Sina liegt ein holistisches Denken zu Grunde. Ein Medizinsystem muss sowohl Körper, Psyche und Seele umfassen.
Es ist eine Mail im Umlauf von Herr Gravelmann, mit Argumenten gegen diese Petition. Leider darf ich diesen Text aus Wahrung des Persönlichkeitsrechts nicht veröffentlichen. Meine Antwort darauf findest Du bei den Pro Argumenten.
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