27.06.2026, 01:48
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer
Nochmals herzlichen Dank! Über 1'400 Personen haben mit ihrer Unterschrift gezeigt, dass die Bus Stop Bar für viele Menschen weit mehr ist als nur eine Bar.
Mit der Medienmitteilung der Firstbahn vom 16. Juni 2026 scheint der Fall auf den ersten Blick abgeschlossen. Für uns bleiben jedoch zahlreiche Fragen offen.
So wird in der Medienmitteilung die grosse Kompromissbereitschaft des Betreibers ausdrücklich hervorgehoben. Gleichzeitig bleibt unklar, welche Zugeständnisse von Seiten der Nachbarschaft gemacht wurden. Ebenso stellt sich die Frage, welche konkreten Bedingungen für einen Weiterbetrieb überhaupt noch hätten erfüllt werden müssen.
Besonders beschäftigt uns aber folgender Punkt: Die Schliessung wurde mit der Begründung beschlossen, dass eine Betriebsbewilligung aufgrund der ablehnenden Haltung des Gemeindepräsidenten nicht realistisch sei. Dieser ist jedoch nicht die eigentliche Bewilligungsbehörde, sondern gibt eine Empfehlung an das Regierungsstatthalteramts Interlaken-Oberhasli ab. Damit wurde einem möglichen Entscheid der zuständigen Behörde faktisch vorgegriffen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob dem Betreiber dadurch die Möglichkeit genommen wurde, einen formellen und damit rechtlich anfechtbaren Entscheid zu erhalten. Ob dies der richtige Weg ist, erscheint uns diskussionswürdig.
Die IG hat deshalb einen Fragenkatalog an die Gemeinde Grindelwald und die Firstbahn übermittelt. Gleichzeitig haben wir die Journalistinnen und Journalisten, die über den Fall berichtet haben, über diesen Schritt informiert.
Wir finden, die Öffentlichkeit hat Anspruch auf Antworten auf folgende Fragen:
* Wie viele Nachbarn haben sich tatsächlich gegen den Weiterbetrieb ausgesprochen?
* Welche Kompromisse wurden von welcher Seite eingebracht?
* Welche Bedingungen hätten für einen Weiterbetrieb erfüllt werden müssen?
* Weshalb wurde kein formeller Entscheid der zuständigen Bewilligungsbehörde abgewartet?
* Welche Auswirkungen hat dieser Entscheid auf andere touristische Betriebe in Grindelwald?
* Und wie viele Lärm- oder sonstige Reklamationen gingen im Zusammenhang mit den zahlreichen After Slope Parties im Terminal ein?
Falls auch du Antworten auf diese Fragen möchtest, freuen wir uns, wenn du diese Anliegen gegenüber Gemeinde, Firstbahn oder den Medien ebenfalls thematisierst.
Falls du Rückmeldungen, Antworten oder weitere Informationen erhältst, darfst du diese gerne an die IG weiterleiten.
Wir werden die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen und euch über neue Erkenntnisse informieren.
Herzlichen Dank für eure Unterstützung.
IG Pro Après Ride Bar «Bus Stop»
PS: Zum Schluss noch zwei Anregungen, wo ihr eure Fragen direkt platzieren könnt:
nfo@jungfrau.ch
gemeindeverwaltung@gemeinde-grindelwald.ch
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