213 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadtrat und Grosser Stadtrat
Luzern braucht eine nachhaltige Lösung, die Mensch, Tier und Stadt gleichermassen gerecht wird.
UNSERE FORDERUNGEN
Wir fordern die Stadt Luzern auf, ein nachhaltiges und tiergerechtes Stadttaubenmanagement angelehnt an das Augsburger Modell einzuführen. Damit soll die Stadttaubenpopulation langfristig und tierschutzgerecht reguliert werden. Zudem sollen Verschmutzungen und Nutzungskonflikte im öffentlichen und privaten Raum nachhaltig reduziert werden.
Erfahren Sie mehr auf unserer Petitionswebseite.
FÜR EILIGE LESERINNEN UND LESER
Die heutige Situation belastet gleichermassen Bevölkerung, Hauseigentümerschaften, Gewerbe und Stadttauben. Verschmutzungen, hohe Reinigungskosten und leidende Tiere sind keine unvermeidbaren Begleiterscheinungen des Stadtlebens, sondern die Folge eines mangelhaften Stadttaubenmanagements.
Stadttauben sind ein Produkt menschlicher Domestizierung mit einem stark ausgeprägten Fortpflanzungstrieb. Seit sie freigesetzt wurden oder aus menschlicher Haltung entkommen sind, sind sie gezwungen, als heimatlose Tiere auf der Strasse zu leben.
Mit betreuten Taubenschlägen nach dem Augsburger Modell existiert seit vielen Jahren eine praxiserprobte Lösung, welche Tierwohl, Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.
Erfahren Sie mehr in unserem Erklärvideo.
HINTERGRUND
Stadttauben sind Nachkommen domestizierter Haus- und Brieftauben. Über Jahrtausende an den Menschen angepasst, weisen sie Eigenschaften auf, die ein selbstständiges Leben in der Stadt erschweren: Sie sind äusserst standorttreu, brüten ganzjährig und nutzen Gebäude als Brutplätze. Stadttauben stellen kein höheres Gesundheitsrisiko dar als andere Vögel.
Als Körnerfresser finden sie in der Stadt kaum artgerechte Nahrung und ernähren sich aus Hunger von menschlichen Abfällen. Die Folgen sind Fehl- und Mangelernährung, Krankheiten und Verletzungen. Auf der ständigen Suche nach Nahrung halten sie sich häufig am Boden auf und verfangen sich mit den Füssen in Haaren, Schnüren und anderen fadenartigen Abfällen – oft mit schweren Verletzungen als Folge.
AUSGANGSLAGE
In der Stadt leben nach Schätzungen der Behörden rund 2'000 bis 3'000 Stadttauben. Die beiden bestehenden Taubenschläge bieten lediglich 180 Brutnischen und erreichen damit nur einen kleinen Teil der Population.
Entscheidend ist zudem: Eine artgerechte Fütterung findet in den Schlägen nicht statt. Damit fehlt ein zentraler Mechanismus, der wesentlich zur Bindung der Tauben an die Schläge beiträgt. Die Tiere suchen weiterhin im öffentlichen Raum nach Nahrung und brüten an Gebäuden, auf Balkonen und an anderen unkontrollierten Standorten.
Die Stadt Luzern vertritt den Standpunkt, dass im öffentlichen Raum genügend Nahrung für die Stadttauben vorhanden sei. Eine Verknappung des Nahrungsangebots senkt die Brutaktivität jedoch kaum, erhöht aber die Sterberate und Krankheitsanfälligkeit. Auch der bei Stadttauben häufig beobachtete flüssige sogenannte «Hungerkot» steht im Zusammenhang mit Mangelernährung.
Zwei Taubenschläge allein sind noch kein Stadttaubenmanagement. Ohne ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept bleiben Verschmutzung, unkontrollierte Brut und Tierleid bestehen.
DIE LÖSUNG
Ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement nach dem Augsburger Modell basiert auf mehreren aufeinander abgestimmten Massnahmen
- Einrichtung betreuter Taubenschläge an geeigneten Hotspots
- Artgerechte Fütterung und Wasser
- Tierschutzgerechte Bestandsregulierung durch systematischen Eiertausch
- Tierschutzgerechtes Verschliessen wilder Brutplätze
- Gezielte Aufklärung der Bevölkerung sowie – wo erforderlich – Fütterungsverbote ausserhalb der Schläge
Dadurch werden die Tauben stärker an die betreuten Schläge gebunden. Kranke Tiere werden frühzeitig erkannt und gezielt betreut. Ein Grossteil des Kots fällt dort an und kann fachgerecht entsorgt werden.
Warum Tötungen keine Lösung sind
Tötungen beseitigen die Ursachen des Stadttaubenproblems nicht. Dezimierte Bestände können sich durch Zuzug und frei werdende Ressourcen wieder erholen.
Begründung
VORTEILE
🧹 Sauberkeit
- Deutlich weniger Verschmutzungen an Fassaden, Balkonen, Dächern und im öffentlichen Raum.
- Ein Grossteil des Taubenkots fällt im betreuten Schlag an und kann dort entfernt werden.
- Weniger bettelnde Tauben im öffentlichen Raum.
- Weniger Brutplätze an Gebäuden und Infrastruktur.
- Schutz historischer Gebäude und Kulturgüter.
💰 Wirtschaftlichkeit
- Weniger Kosten für Reinigung und Unterhalt.
- Entlastung von Hauseigentümerschaften.
- Weniger Ausgaben für Vergrämungsmassnahmen wie Netze oder Spikes.
- Langfristig wirtschaftlicher als kurzfristige Symptombekämpfung.
🕊️ Tierwohl
- Nachhaltige und tierschutzgerechte Bestandsregulierung durch systematischen Eiertausch.
- Weniger Hunger sowie Fehl- und Mangelernährung durch artgerechte Fütterung.
- Frühzeitige Betreuung verletzter oder kranker Tiere.
- Verzicht auf tierschutzproblematische Massnahmen wie Aushungern oder Tötungen.
🌍 Vorbildfunktion
- Luzern setzt auf eine praxiserprobte und tiergerechte Lösung.
- Vorbild für andere Schweizer Städte.
- Attraktiveres Stadtbild für Bevölkerung und Tourismus.
- Nachhaltige Lösung, welche die Interessen von Bevölkerung, Gewerbe und Tierschutz vereint.
WARUM JETZT HANDELN?
Betreute Taubenschläge nach Augsburger Modell werden seit vielen Jahren erfolgreich in verschiedenen Städten eingesetzt und zeigen, dass ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement möglich ist. Luzern hat die Chance, Verantwortung zu übernehmen und eine langfristige Lösung umzusetzen, von der Mensch, Tier und Stadt gleichermassen profitieren.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
09.08.2026
Sammlung endet:
08.02.2027
Region:
Luzern
Kategorie:
Tierschutz
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Weil ich Tiere liebe und in meinen Augen kein Tier unter uns Menschen leiden darf!!