11/09/2025, 02:21
Danke für diese Rückmeldungen. Sie drücken aus, was viele denken und was sie zögern lässt für eine Unterstützung dieser Willkürschutz-Petition.
- Das Urteil in BL zur Situation in Röschenz v. September 2007 hat gezeigt, dass Willkürschutz hoch-differenziert begründet und für die Situation kirchlicher Dienstverhältnisse essenziell ist. Es hat dazu geführt, dass Bischof von Basel und der Pfarrer von Röschenz sich anlässlich einer Firmfeier grundle-gend versöhnt haben.
- Mit gewissen Unvereinbarkeiten zwischen gefühlter Gerechtigkeit und geschriebenem Rechtsspruch muss man einfach leben? Ja, gewiss.
Die Frage ist, welches Ausmass dieser Konflikt annimmt. Verhältnismässigkeit. Hier vorliegend wird Willkür (Verleugnung des Grundrechtsschutzes für missiogebundene Dienstverhältnisse) zum Prinzip gemacht. Für das meine Familie betreffende Berufsverbot v. 16.04.2014 hat zu keinem Zeitpunkt ein gerichtsfester Grund existiert. Ansonsten hätte das damals dokumentiert sein müssen und könnte somit jederzeit zitatweise vorgewiesen werden.
Wir müssen nicht nur eigenes Leid erfahren sondern zusätzlich mit ansehen, dass weitere Familien ebenso und noch schwerer bedrängt sind. Unsere repressionsgeprägte Rechtssituation führt zu einer Normalisierung von Willkür. St. Gallen wird zum Referenzfall, so dass sich von nun an erst recht nie-mand mehr getrauen wird, den Rechtsstaat anzurufen.
- Dass ich auch in Nachbarländern Unterstützung suche, geschieht notgedrungen und bewusst. Ers-tens sind wir, auch in der Schweiz, im Geltungsbereich der EMRK. Grundrechte sind grenzüberschrei-tend, ganz analog zur Strahlkraft des Evangeliums.
Die Eidgenossenschaft hat sich in puncto Rechtsschutz und duales System in eine Sackgasse ma-növriert, sonst wäre das ja schon lange geklärt und gelöst. Es braucht Impulse «von aussen». Ein Gang nach Strassburg hat statistisch gesehen nur 2 % Erfolgsaussicht und dauert jahrelang.
Daher verlange ich eine politische Lösung, auf Basis von Argumenten, wie das in einer Zivilisation des 21. Jahrhunderts in Mitteleuropa eigentlich üblich sein sollte.
Nochmal: Nein zum Recht des Stärkeren. Ja zur Stärke des Rechts.