Wir, die Unterzeichneten, halten die zentrale kompetenzorientierte Reifeprüfung für die AHS in der gegenwärtigen Form für

  • ungerecht

  • ungeeignet, die mathematischen Kompetenzen angemessen abzubilden

  • ungeeignet, um die Studierfähigkeit in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sicherzustellen

  • problematisch, was den Einfluss auf den Mathematikunterricht der Oberstufe insgesamt betrifft.

Wir appellieren daher an alle Verantwortlichen, die Reifeprüfung im Fach Mathematik unter Einbeziehung erfahrener Lehrkräfte zu reformieren und ein System zu implementieren, das sich verstärkt an fachlichen Inhalten orientiert und auf einem gerechten und sinnvollen Beurteilungssystem beruht.

Begründung

Ungerechte Form der Beurteilung:

Der Beurteilungsmodus führt erfahrungsgemäß häufig dazu, dass Arbeiten mit 25 von 48 Punkten mit Nicht genügend und gleichzeitig Arbeiten mit nur 17 von 48 Punkten mit Genügend bewertet werden. Durch den Verlust eines einzigen Punktes kann ein Befriedigend zu einem Nicht genügend kippen. Im Extremfall kann man sogar mit 16 von 48 Punkten (33,3%) ein Genügend, aber auch mit 35 von 48 (72,9%) Punkten ein Nicht genügend erhalten.

Nachteil für sprachlich schwächere Schüler und Schülerinnen:

Die Schwierigkeit der Teil 2 Aufgaben liegt häufig in der Überfrachtung mit Text, mathematisch werden jedoch bloß Grundkompetenzen geprüft.

Umfang des Wissens kann so nicht abgeschätzt werden:

Ein Flüchtigkeitsfehler hat die gleiche Konsequenz wie ein fundamentaler Denkfehler, nämlich 0 Punkte! Aufgaben nur als gänzlich falsch oder gänzlich richtig zu bewerten, widerspricht sowohl allen pädagogischen Grundsätzen als auch der jahrzehntelangen und bewährten Tradition des Prüfens.

Mangelnde Vergleichbarkeit:

Bei offenen oder halboffenen Formaten ist die Frage, welche Schritte nun für die Beurteilung als entscheidend und welche als vernachlässigbar anzusehen sind, jedes Jahr Gegenstand von Diskussionen innerhalb der Lehrerschaft einer Schule. Eine objektive Vergleichbarkeit der Arbeiten an unterschiedlichen Schulen und in unterschiedlichen Bundesländern ist dadurch nicht gegeben.

Verlust an fachlicher Tiefe des Mathematikunterrichtes:

Die Vorbereitung auf die Aufgabenformate der Zentralmatura erfordert viel Zeit und führt daher zu einer Verarmung des Mathematikunterrichtes. Die Studierfähigkeit, besonders in den MINT – Fächern, ist somit nicht mehr sichergestellt.

Link zum offenen Brief an BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann: www.uvf-melk.at/Schule/offener_brief_fassmann.pdf

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Mistlbacher August aus Klein-Pöchlarn
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Pro

Ein aus meiner Sicht (Mathematiklehrer) interessantes Fach gilt es freilich auch den Schülern schmackhaft zu machen, was in Mathematik nicht einfach ist. Mit viel Elan und Schwung habe ich das von 2005-2014 mit eigens erstellten Unterrichtsmaterialien betrieben und damit sieben Klassen erfolgreich zur Matura geführt. Dabei war aber meine Authentizität der zentrale Schlüssel (was auch die Hattie-Studie - Stichwort Lehrerpersönlichkeit - empirisch belegt), um meinen Schülern ein lebendiges Bild der Mathematik zu präsentieren. Kompetenzorientierung & Standardisierung ersticken all dies im Keim!

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterscheiben

  • vor 56 Min.

    Die derzeitige Mathematikmatura ist untragbar

  • vor 7 Std.

    Mathematikunterricht läuft immer mehr in Richtung Prüfungsvorbereitung auf die Zentralmatura, da werden Verhalten antrainiert, die mit der Mathematik, die wir auf der Uni und im Berufsleben haben, wenig zutun haben. Gerade bei praktischer Anwendung kommt es auch auf ein Gefühl dafür und Erfahrung an, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Mir sind die Aufgaben zu textlastig, da muss man lang lesen, bevor man überhaupt versteht, um was es geht, und es besteht Gefahr, dass man etwas übersieht. Wer schlecht Lesen kann, oder nicht Deutsch-Muttersprachler ist, ist hier im Nachteil.

  • vor 9 Std.

    Der derzeit praktizierte Aufbau der Zentralmatura erscheint mir mit dem Können der Kinder nicht einher zu gehen. Das zeigt sich schon während des Schuljahres, wo 70 - 80 % der Schüler die Schularbeiten negativ beurteilt bekommen. Ich habe jetzt das 2. Kind in der unmittelbaren Vorbereitungsphase zur Matura. Das Bild ist jetzt sogar noch dramatischer. Übereinstimmende Auskunft meiner Kinder - keiner der Kinder in der Klasse versteht die Kompetenzaufgaben ! Rücksprache mit Mathematiklehrern zeigt ein ähnliches Bild! Hier geht etwas seit Jahren etwas in die falsche Richtung. Diese Art des Lernens / Unterrichtens ist für alle - Eltern, Schüler und Lehrer demotivierend und absolut nicht zielführend !

  • Ute Mack Innsbruck

    vor 19 Std.

    Weil mir Gerechtigkeit im Bildungssystem wichtig ist.

  • vor 20 Std.

    Als AHS-Lehrer finde ich es sehr schade, dass durch die Zentralmatura immer mehr SchülerInnen frustriert werden und das Interesse an Mathematik verlieren.

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