Petition addressed to:
(1) Die verantwortlichen Gemeinden Groß Schweinbarth und Wolkersdorf im Weinviertel / (2) Die Niederösterreichische Landesregierung
Wir fordern, dass der Hochleithenwald von Windkraftanlagen freigehalten wird und die Widmung als Windkraftzone durch die Gemeinden Groß Schweinbarth und Wolkersdorf rückgängig gemacht wird. Zudem verlangen wir eine erneute, transparente Prüfung der Standortentscheidung unter umfassender Einbindung der betroffenen Bevölkerung.
Betroffen sind alle Anrainergemeinden rund um den Hochleithenwald: Groß Schweinbarth, Bad Pirawarth, Hochleithen, Ulrichskirchen-Schleinbach, Wolkersdorf im Weinviertel, Pillichsdorf, Großengersdorf, Bockfließ und Auersthal.
Der Hochleithenwald ist das grüne Herz und die Lunge dieser Region.
Reason
Wir bekennen uns zum Ausbau erneuerbarer Energien. Gleichzeitig sind wir der Überzeugung, dass sensible Waldgebiete mit besonderer ökologischer und landschaftlicher Bedeutung von weiterer Industrialisierung freigehalten werden sollten.
Der Hochleithenwald zählt zu den letzten großen zusammenhängenden pannonisch geprägten Waldgebieten im Weinviertel. Er ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, dient als regionaler Wildkorridor und ist als BirdLife-Vorbehaltszone ausgewiesen.
Darüber hinaus stellt er für die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden einen bedeutenden Natur- und Erholungsraum dar. Das geschlossene Waldgebiet prägt wesentlich das charakteristische Landschaftsbild des Weinviertels.
Im Jahr 2024 wurde der Hochleithenwald im Zuge einer Neuzonierung durch das Land Niederösterreich als Windkraftzone ausgewiesen. Ein erstes Projekt zur Errichtung von vier Windkraftanlagen im Gemeindegebiet Groß Schweinbarth wurde bereits eingereicht und steht knapp vor der Realisierung. Geplant sind Anlagen mit einer Nabenhöhe von rund 199 Metern und einer Gesamthöhe von etwa 285 Metern. Aufgrund dieser Dimension ist von einer Sichtbarkeit bis zu 30 km auszugehen.
Diese vier Windkraftanlagen nutzen nur einen Bruchteil der zonierten Fläche. Ein weiterer Ausbau ist daher zu erwarten. Dann stünde im Hochleithenwald ein Wald aus Windtürmen.
Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden, dass diese weitreichende Entscheidung ohne ausreichende frühzeitige Information und ohne breite öffentliche Einbindung getroffen wurde. Bei Projekten dieser Größenordnung erwarten wir größtmögliche Transparenz und Beteiligung.
In Niederösterreich stehen bereits über 800 Windkraftanlagen, davon sind mehr als die Hälfte im Weinviertel – vor allem in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach. Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Menschen die berechtigte Frage:
Wann ist genug – genug?
Über die Zukunft des Lebensraums von mehr als 20.000 Menschen sollte nicht im engen Kreis entschieden werden, sondern unter breiter Einbindung der betroffenen Bevölkerung.
Weil der Wald ein Schutzort für Tiere ist, wir vertreiben sie schon von den Städten. Nehmt die Felder für die Windenergie!