Petition is addressed to:
Linzer Gemeinderat und Stadtsenat
Im Oktober 2025 wurde im Rahmen des Linzer Sonderstadtsenats zum Budget 'ganz überraschend' der Bau einer zusätzlichen Garage mit 200 Stellplätzen im Kaplanhofviertel beschlossen.
Gegen diese Garage wehren wir uns vehement, da sie ein Folgeschaden des von Beginn an vollkommen überzogenen Projekts Quadrill ist. Ohne echten Plan und Stadtentwicklung wurde verdichtet, verdichtet und nochmals verdichtet – erst jetzt (faktisch nach Fertigstellung) kommen scheibchenweise die Fehlplanungen und Folgeschäden in Form zusätzlicher Versiegelungen ans Licht.
👉 Stattdessen braucht das Viertel mehr Durchgrünung, Parks, öffentlichen Verkehr und echte Lebensqualität – aber sicher keine neuen Garagen, die nur noch zusätzlichen Verkehr erzeugen.
Wir rufen daher zum Widerstand gegen diese Garage und zusätzliche Parkplätze auf!!
Reason
Am 10.10.2025 hat der Linzer Stadtsenat im Rahmen des Sonderstadtsenats zum Budget (ILG Investitionen), 'ganz überraschend' den Bau einer zusätzlichen Garage mit 200 Stellplätzen im Kaplanhofviertel beschlossen.
„Das wahre Ausmaß dieses Projekts Quadrill wurde von Anfang an verschwiegen“, so Brita Piovesan, Sprecherin der Bürgerinitiative Tabakfabrik – wir reden mit. „Aus gutem Grund: Denn nach Wegfall der 2. Schienachse entpuppt sich der Standort als schlecht angebunden. Damit ist das Projekt autoabhängig – und eine Fehlplanung sondergleichen.“
Grundvoraussetzung für solch einen Standort wäre ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr. Doch nachdem die 2. Schienenachse weggefallen ist, hat die Stadt Linz dem Investor trotzdem erlaubt, das Projekt noch zu vergrößern – von 86 auf 111 Meter Höhe, 100 % Versiegelung, kein Baum mehr möglich. Logisch wäre mit dem Wegfall der Straßenbahn einen Verkleinerung des Volumens gewesen. Doch stattdessen wurde das Projekt am Gestaltungsbeirat vorbeigeschleust und weiter aufgebläht - die Tiefgarage aber reduziert.
Dem Bauträger wurden bei der Einreichung 525 Stellplätze „nachgesehen“, um die Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen. (Laut Stellplatzverordnung wären für diese Dichte, Höhe und den Umfang des Gebäudes 1.235 Plätze nötig gewesen.)
Bodner Bau wollte um jeden Fall ein UVP-Verfahren vermeiden (Schwellenwert ab 720 Stellplätzen). Denn dann hätte der Bau in dieser Form niemals genehmigt werden dürfen. Nun hat das Gebäude 710 Stellplätze – und über das Hintertürl werden im Nachhinein in der Umgebung Garagen und Stellplätze im Viertel errichtet.
Das ist Betrug an den Linzer:innen und wirkt wie ein „gezieltes“ Umgehen der Gesetze.
👉 So geht das nicht! Diese Garage darf nicht gebaut werden.
Es wird zuviel mit Beton versiegelt.