Animal rights

Weil auch in Tirol Hunde ihren Auslauf brauchen – Ausbildung wirkt besser als Leinenzwang

Petition is directed to
LR Patrizia Zoller Frischauf, Tiroler Landtag
785 Supporters 770 in Österreich
4% from 18.000 for quorum
  1. Launched 02/08/2019
  2. Collection yet 5 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. decision
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Derzeit liegt der Entwurf für eine Novelle des Tiroler Landes-Polizeigesetzes vor, der deutlich verschärfte Regeln für die Hundehaltung vorsieht. Obwohl es einige positive Aspekte gibt, schießt der Entwurf vor allem in der Regelung von Leinen- und Beißkorbpflicht deutlich über das Ziel hinaus. Das Landes-Polizeigesetz steht damit in klarem Widerspruch zum Tierschutzgesetz.

Wir fordern daher von einer generellen Leinenpflicht und einer umfassenden Beißkorbpflicht Abstand zu nehmen und die entsprechenden Verpflichtungen so zu fassen, dass sicher ausreichende Freilaufzonen verbleiben.

Alternativ fordern wir, dass die Gemeinden verpflichtet werden, in ausreichendem Ausmaß Freilauf- und Hundezonen einzurichten, wobei es sich bei Hundezonen um eingezäunte Flächen wie die Innsbrucker Hundewiesen und bei Freilaufzonen um nicht eingezäunte Flächen handeln soll.

Der Entwurf sieht weiters einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Hundehalter bei der erstmaligen Anmeldung eines Hundes vor. Die dafür erforderliche Ausbildung soll von tierschutzqualifizierten Hundetrainern geleitet, Umfang und Inhalt durch eine spätere Verordnung geregelt werden.

Wissen schützt vor Bissen – deshalb schlagen wir ein Modell vor, das nach einer Übergangsfrist alle Hundebesitzer zu einem Sachkundenachweis verpflichtet und im Gegenzug Anreize schafft.

Unsere ausführliche Stellungnahme finden Sie unter: www.tierschutzverein-tirol.at/2019/08/01/stellungnahme-des-tierschutzvereins-fuer-tirol-1881-zum-gesetzesentwurf-mit-dem-das-landes-polizeigesetz-in-hinblick-auf-die-haltung-von-hunden-geaendert-werden-soll/

Reason

Nach dem Entwurf soll in Zukunft im gesamten Ortsgebiet generell Leinenpflicht und an Orten, an denen sich üblicherweise größere Menschenansammlungen bilden, außerdem Beißkorbpflicht bestehen. Die Gemeinden sollen auch weitergehende Leinen- und Beißkorbpflichten anordnen können. Wie der notwendige Freilauf und die Sozialkontakte – beides Verpflichtungen der Hundehaltung nach dem Tierschutzgesetz -sichergestellt werden können, dazu sagt der Entwurf nichts. Nur indirekt ist ihm zu entnehmen, dass die Gemeinden Freilaufzonen einrichten können, die nicht näher definiert werden. Nur in den Erläuternden Bemerkungen werden die Hundewiesen der Stadt Innsbruck als einziges Beispiel angeführt.

Das Beispiel zeigt, dass diese sieben Hundewiesen mit einer Fläche von insgesamt 9.200 m² viel zu wenig Raum für rund 5.000 gemeldete, geschätzt aber eher 12.000 Hunde in der Stadt bieten.

Eine generelle Leinenpflicht im Ortsgebiet und eine sehr weitgehende Beißkorbpflicht sind keine geeigneten Maßnahmen, um das Zusammenleben von Hundehaltern und Nichthundehaltern zu verbessern, weil diese eine umfassende Reglementierung bloß einer Seite mit sich bringen. Eine ablehnende Haltung oder Ängste von Nichthundehaltern werden möglicherweise verstärkt, weil ein Hund mit Leine und Beißkorb schon rein optisch bedrohlicher wirkt. Dies wird vielfach mehr polarisieren als nützen. Die nicht näher geregelte Möglichkeit der Schaffung von abgezäunten Freilaufzonen führt abgesehen von den völlig unzureichenden Flächen, zu einer Ghettoisierung der Hundehalter und ihrer Tiere. Darüber hinaus steht zu befürchten, dass viele Gemeinden ohne entsprechende Regelung gar keine Freilaufzonen einrichten würden

Tierschutz ist eindeutig der bessere Ansatz und brächte mehr Akzeptanz bei den Hundehaltern, als sicherheitspolizeiliche Auflagen. Ein gut sozialisierter und beschäftigter (ausgelasteter Hund) mit guter Bindung zu Menschen stellt auch ohne Leine und Beißkorb das geringste Sicherheitsrisiko dar.

Dies kann nur durch entsprechende Ausbildung erreicht werden. Daher soll es einen Sachkundenachweis für alle Hundebesitzer geben, eventuell mit einem differenzierten Modell, dass der jeweiligen Erfahrung mit Hunden Rechnung trägt. Auch sollen dazu Anreize wie zB eine Vergünstigung der Hundesteuer geschaffen werden. Als hochwertiges Modell bietet sich das Hundezertifikat der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK) an, das durch einen praktischen von tierschutzqualifizierten Hundetrainern geleiteten Teil ergänzt werden könnte.

Thank you for your support, Tierschutzverein für Tirol 1881 from Innsbruck
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  • Julia Patterer , Hall in Tirol

    6 h. ago

    Ich selber habe einen Listenhund. Vor 2,5 Monaten habe ich ihn aus schlechter Haltung befreit. Sein EU-Pass war ungültig ( 1x Hundekrankheiten in Slowenien und bei den Vorbesitzern war er 1x beim Tierarzt, als sie ihn ganz neu hatten und ließen ihn nur Zecken impfen. Die erste Tollwutimpfung und alle anderen notwenigen Impfungen bekam er erst mit 3 Jahren bei uns). Er würde geschlagen, hatte unzählige frische und alte Bisswunden, war täglich 8h alleine, war nur da um zu züchten, usw. Dadurch ist er jetzt ein Problemhund. Er hat große Angst vor Menschen und anderen Hunden. Er konnte nicht einmal Sitz oder an der Leine gehen. Er lernt aber sehr schnell. Das ist ein gutes Beispiel, dass die Hunde ja nicht böse, agressiv oder bissig geboren werden, sondern dass die Besitzer die größten Auswirkungen auf die Tiere haben. Nicht nur Hunde brauchen Erziehung, sondern vor Allem Menschen bräuchten eine Art Halterführerschein, mit dem sie beweisen, dass man über die Bedürfnisse einer Rasse usw kennt. Dazu sollten Tiere nicht verschenkt werden. Schutzgebühr wäre Pflicht. Es braucht Vorkontrollen und spontane Kontrollen nach der Übergabe. Registrieren sollte auch Pflicht sein. Und es braucht eine Blacklist, mit Menschen, die gewisse Rassen oder gar keine Tiere mehr halten dürfen! Die Tiere müssen vor den Menschen beschützt werden! Und nicht der Mensch vor den Tieren. Eine Maulkorbpflicht und eine Leinenpflicht darf nur im Einzelfall gesetzlich verhängt werden und das nur bis ein neuer Wesenstest bestanden wird. Vor Allem aber sollte der Besitzer sein Tier gut genug kennen und Verantwortung zeigen. Ich lasse Shaddow wegen seiner Furcht aktuell auch Maulkorb und/oder Leine tragen, je nach Situation. Ich möchte keine Einschläferung riskieren!

  • 21 h. ago

    Selbst Hundehalter. Viel zuwenig Auslauf für unsere steuerzahlende Hunde in Innbruck und Umgebung.

  • 21 h. ago

    Selbst Hundehalter. Viel zuwenig Auslauf für unsere steuerzahlende Hunde in Innbruck und Umgebung.

  • 23 h. ago

    Selbst Hund im Haus. Freiraum ect.

  • 23 h. ago

    Nicht die Rasse ist entscheidend, sondern die Ausbildung des und der positive Umgang mit dem Hund. Hunde brauchen Auslauf und Kontakt mit anderen Hunden.

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