Sommerferien modernisieren – Für Familien, Bildung und die Zukunft Österreichs

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Österreichisches Parlament

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Petition richtet sich an: Österreichisches Parlament

Die derzeit rund neunwöchigen Sommerferien stammen aus einer Zeit, in der Österreich stark landwirtschaftlich geprägt war. Heute leben und arbeiten Familien unter völlig anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen.

Die Mehrheit der Eltern arbeitet ganzjährig. Gleichzeitig beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich in der Regel fünf Wochen pro Jahr. Dem gegenüber stehen rund neun Wochen Sommerferien.

Diese Differenz stellt Familien jedes Jahr vor erhebliche Herausforderungen.

Viele Eltern müssen:

  • kostenpflichtige Ferienbetreuung organisieren,
  • Urlaub ausschließlich für Kinderbetreuung verwenden,
  • auf Großeltern oder andere Angehörige zurückgreifen,
  • ihre Arbeitszeit reduzieren oder
  • unbezahlten Urlaub nehmen.

Das belastet Familien finanziell und organisatorisch und erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Begründung

Bildung stärken

Internationale Bildungsforschung beschreibt den sogenannten Summer Learning Loss. Nach langen Sommerferien müssen viele Schülerinnen und Schüler zunächst Unterrichtsstoff wiederholen, bevor neue Inhalte vermittelt werden können.

Eine kürzere Sommerpause kann helfen,

  • Lernrückstände zu reduzieren,
  • den Unterricht effizienter zu gestalten,
  • mehr Zeit für individuelle Förderung zu schaffen
  • und Bildungsunterschiede zwischen Kindern zu verringern.

Wirtschaft entlasten

Die langen Sommerferien führen in vielen Unternehmen zu erheblichen Personalengpässen.
Eltern müssen gleichzeitig Urlaub konsumieren oder Betreuung organisieren.

Eine Verkürzung der Sommerferien verbessert die Planbarkeit für Arbeitgeber und entlastet die österreichische Wirtschaft.

Mehr Unterricht – sinnvoll genutzt

Die zusätzlichen Unterrichtswochen sollen nicht ausschließlich für klassischen Frontalunterricht verwendet werden.

Sie bieten die Chance, wichtige Zukunftskompetenzen stärker in den Schulalltag zu integrieren, etwa:

  • Deutschförderung
  • Mathematik
  • Digitalisierung
  • Programmieren
  • Finanzbildung
  • Medienkompetenz
  • Berufsorientierung
  • Umweltbildung
  • Sport und Bewegung
  • Kreativ- und Projektunterricht
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • individuelle Förderung leistungsschwächerer sowie besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Dadurch gewinnen Kinder nicht nur mehr Unterrichtszeit, sondern profitieren von einer vielfältigeren und praxisnäheren Bildung.

Unser Ziel

Wir möchten Schule an die Lebensrealität moderner Familien anpassen.

Eine Verkürzung der Sommerferien bedeutet:

  • bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • weniger Betreuungskosten,
  • weniger Lernverlust,
  • mehr Bildungsqualität,
  • bessere Planbarkeit für Unternehmen,
  • mehr Zeit für individuelle Förderung.

Wir sind überzeugt, dass sechs Wochen Sommerferien für Erholung ausreichend sind und gleichzeitig den Anforderungen einer modernen Gesellschaft besser entsprechen.

Schlusswort

Österreich hat eines der wichtigsten Bildungssysteme Europas. Dieses sollte sich laufend an gesellschaftliche Veränderungen anpassen.

Die Dauer der Sommerferien sollte nicht an historischen Gegebenheiten festhalten, sondern den Bedürfnissen heutiger Familien, Schülerinnen und Schüler sowie der österreichischen Wirtschaft gerecht werden.

Wir ersuchen den Nationalrat daher, die Sommerferien österreichweit auf sechs Wochen zu verkürzen und die dadurch gewonnene Zeit für qualitativ hochwertigen Unterricht und individuelle Förderung zu nutzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Viktor Goldner, Tiefgraben
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.06.2026
Sammlung endet: 28.12.2026
Region: Österreich
Kategorie: Bildung

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Noch kein PRO Argument.

6 Wochen sind NICHT genug ... Wer Kinder in die Welt setzt sollte VORHER wissen wie er damit umgeht , Die Vollkaskomentalität lehne ich ab ... Bin selber Vater von 2Töchtern und habe auch 3 Enkelkinder ,

Warum Menschen unterschreiben

Die Großeltern und andere Bezugspersonen müssen mittlerweile selbst noch arbeiten, es stehen vielen Familien keine Angehörigen zur Betreuung zur Verfügung. 5 Wochen Urlaub pro Elternteil sind insgesamt 10 Wochen Betreuungszeit. Ferien alleine machen jedoch schon mindestens 12 bis 13 Wochen im Jahr aus! Wie soll das funktionieren?

Da ich selber Mama bin und diese system nicht möglich ist wenn beide Eltern arbeiten müssen um sämtliche teuerungen auszugleichen. Jeder hat nur seine 5 Wochen Urlaub. Schon schlimm das es nicht mal möglich wäre gemeinsam Urlaub zu haben wenn man keine Betreuungshilfe hat.

Wir hinken in Schulbildung etc seit Jahren hinterher. Politik sollte vernünftig arbeiten, statt Theater spielen. Inkl Steuergelder für unnütze Reisen Veranstaltung etc zu verpassen.

Weil es heutzutage nicht mehr legitim ist,war früher ha für die Bauernkinder gedacht,die am Vauernhof kräftig mitarbeiten mussten. Besonders für Alleinerziehende eine " anstrengende" Zeit. Heutzutage eigentlich nur für die Wirtschaft gut!

Bin selbst Pädagogin.

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