Petition addressed to:
alle
Immer wieder hört man von Lehrpersonenmangel und der Idee, QuereinsteigerInnen für den Lehrberuf zu gewinnen. Eine Option, die für viele Menschen interessant ist und es haben sich sicherlich auch schon viele für diesen Beruf entschieden. Wenn es um die Einstellung geht, so wird man gleich mit der Bürokratie des Lehrberufs Bekanntschaft schließen. Sofort wird nach anrechenbaren Vordienstzeiten gefragt. Problem: Was wird angerechnet? Was nicht? Angerechnet werden bespielsweise Tätigkeiten bei Bund, Land oder Gemeinde - ganz egal in welchem Tätigkeitsfeld. Angerechnet werden normalerweise schulische Tätigkeiten, jedoch nicht immer - dies hängt stark davon ab, welche Art der Tätigkeit es ist bzw. welche Tätigkeit im Dienstzeugnis beschrieben wird. Weitere Informationen, welche Tätigkeiten angerechnet werden, kann man bei den Bildungsdirektionen erfragen.Nicht angerechnet werden beispielsweise jegliche selbstständige Tätigkeiten oder unselbstständige Beschäftigungen in der Privatwirtschaft.Wenn man den Lehrermangel beheben und immer mehr QuereinsteigerInnen für den Lehrberuf gewinnen möchte, so muss die Ungerechtigkeit bezüglich des Gehalts behoben werden.Egal welchen Beruf man vorher ausgeübt habt, jeder bringt andere Qualifikationen mit, die sehr bereichernd für die Schule und das Arbeiten mit Kindern sind. Es können nicht nur Tätigkeiten wie bei Bund oder Land angerechnet werden - hier muss es eine Änderung geben. Hier entsteht für QuereinsteigerInnen ein großer finanzieller Nachteil! Auf Dauer gesehen, werden sich so QuereinsteigerInnen wieder überlegen, ob man wegen diesen Ungerechtigkeiten weiter im Lehrberuf arbeiten möchte. Hier werden teils sehr erfahrene Menschen gleich behandelt, wie viel jüngere, frisch von den PHs kommende KollegenInnen ohne jeglicher Erfahrung.Daher wird gefordert:Angleichung des Gehalts für QuereinsteigerInnen, damit kein finanzieller Nachteil gegenüber anderen Lehrpersonen entstehtÜberarbeitung des Gehaltsschemas für QuereinsteigerInnen - hier muss es eine Anerkennung von Arbeitszeiten geben
Reason
Ich selbst bin Quereinsteigerin mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung in der Privatwirtschaft. Mir wurden keine Vordienstzeiten angerechnet, wodurch ich einen enormen finanziellen Nachteil habe. Im Rahmen der Induktionsphase für JunglehrerInnen habe ich auch andere Personen kennengelernt, denen auch keine Vordienstzeiten angerechnet wurden und welche somit in der gleichen Situation sind.