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Petition addressed to: Bürgermeister Ing. Peter Domweber) Johann Handler
An den Bürgermeister der Marktgemeinde Grafendorf, Herrn Ing. Peter Domweber:
Wir fordern die Gemeindeleitung auf:
- Die pauschale Kriminalisierung von Bürgerinnen und Bürgern im Gemeindeblatt (Androhung von Diebstahlsanzeigen für das Mitnehmen/Retten discarded Gegenstände im Abfallwirtschaftszentrum AWZ) umgehend zurückzunehmen.
- Gelebte Kreislaufwirtschaft und Wiederverwendung von Gebrauchsgegenständen zu ermöglichen, anstatt armutsbetroffene Menschen zu behandeln wie Kriminelle.
- Vollständige Transparenz über die Kosten der installierten Videoüberwachung und Überwachungsmaßnahmen herzustellen.
Reason
In Zeiten hoher Lebenshaltungskosten sind viele Menschen – darunter Mindestpensionisten und Bezieher kleiner Einkommen – darauf angewiesen, weggeworfene Gegenstände zu nutzen, zu reparieren oder weiterzugeben. Dass die Gemeindeleitung Bürgerinnen und Bürger pauschal zu Kriminellen degradiert, sie mit Videoüberwachung bedroht und ihr Handeln als „Diebstahl“ brandmarkt, ist sozial kalt und ein politischer Offenbarungseid. Wer das Retten von Dingen unter Strafe stellt, vernichtet funktionierende Ressourcen im Schredder und tritt nach unten.
Gleichzeitig dienen Bürger als unbezahlte Sortierhelfer, während Gemeindegelder für Drohkampagnen statt für sinnvolle regionale Arbeitsplätze aufgewendet werden. Wir fordern einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe und eine Politik, die Menschen unterstützt, anstatt sie zu schikaniere.
Warum dieses Thema uns alle angeht:
Das, was derzeit in Grafendorf passiert, ist kein isoliertes regionales Problem – es ist ein Warnsignal für ganz Österreich. Wir erleben eine spürbare Zunahme an sozialer Kälte, bei der Hilfsbedürftigkeit und pragmatisches Handeln immer öfter mit Misstrauen, Härte und bürokratischer Schikane beantwortet werden. Wenn in Zeiten von Teuerung und Unsicherheit lieber auf Überwachung, Verboten und Bestrafung beharrt wird, anstatt menschlich zu handeln, wird die Spaltung unserer Gesellschaft weiter vorangetrieben. Es entsteht ein Klima, in dem das Ausgrenzen leichter fällt als der soziale Zusammenhalt. Wer bei kleinen Vorfällen mit voller Härte durchgreift, trifft am Ende immer die Schwächsten. Grafendorf steht hier stellvertretend für eine fundamentale Frage: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?
Mit dieser Petition setzen wir ein Zeichen für Menschlichkeit, Würde und ein solidarisches Miteinander – in Grafendorf und überall in Österreich.
Bitte unterstützen und teilen Sie diese Petition, um gemeinsam Kante gegen die schleichende Verrohungen in unserer Gesellschaft zu zeigen!
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Petition details
Petition started:
19 Oct 2026
Collection ends:
04/18/2027
Region:
Grafendorf bei Hartberg
Topic:
Civil rights
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Hier handelt es sich um eine Politik, welche jeglichen Bezug zu der Bevölkerung, insbesondere den sozial und finanziell schwachen verloren hat. Ein Problem, welches sich auch in unserer Bundespolitik wiederspiegelt. Umso wichtiger ist es hier im kleineren Rahmen schon dagegen vorzugehen, bzw. eine Änderung herbeizuführen und damit auch Signale an die Bundesregierung zu senden. Es geht hier also nicht nur um ein kleines Dorf, sondern um uns als Gesellschaft.
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Menschen, die verantwortungsvoll handeln, Dinge wiederverwenden und Ressourcen schonen sollen unterstützt u nicht unter Verdacht gestellt werden.
Wiederverwendung ist ein wichtiger Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Sie verlängert die Lebensdauer von Produkten, reduziert Abfall, spart Rohstoffe. Anstatt sinnvolle Wiederverwendung durch Misstrauen, übermäßige Kontrollen und unverhältnismäßige Maßnahmen zu erschweren, sollte sie gefördert werden.
Ebenso kritisch sehen wir eine unnötige und unverhältnismäßige Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Sicherheit ist wichtig, darf jedoch nicht als pauschale Rechtfertigung für eine permanente Überwachung der Bevölkerung dienen. Die Privatsphäre muss gewahrt werden.
Sparen ist längst kein Thema mehr, das nur einzelne Bevölkerungsgruppen betrifft. Es ist bereits in allen Schichten angekommen. Steigende Lebenserhaltungskosten, hohe Wohnkosten, teure Energie zwingen immer mehr Menschen ihre Ausgabe kritisch zu hinterfragen. Sparen als bewusste Entscheidung wurde von einer Notwendigkeit abgelöst. Ob Familien, Alleinerziehende, Pensionisten, junge Menschen oder Erwerbstätige - immer mehr Menschen müssen genau kalkulieren um mit ihrem Einkommen auszukommen.