Gegen die Austragung des Eurovision Song Contest 2026 in Österreich

Petition richtet sich an
Europäischen Rundfunkunion (EBU)

62 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Mai 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Europäischen Rundfunkunion (EBU)

Die Diskussion um die mögliche Austragung des Eurovision Song Contest 2026 in Österreich wirft zahlreiche Fragen hinsichtlich der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung auf. Während der ESC zweifellos ein international beachtetes Kulturevent ist, sollte Österreich eine derartige Veranstaltung nicht leichtfertig übernehmen. Eine genaue Abwägung der Kosten, Prioritäten und Konsequenzen zeigt deutlich, dass eine Austragung in Österreich weder nachhaltig noch sinnvoll ist.
Fünf zentrale Gründe gegen die Austragung:

  1. Unverhältnismäßige Kosten für Steuerzahler:innen. Die Ausrichtung des ESC kostet regelmäßig zwischen 30 und 60 Millionen Euro – eine Summe, die in Zeiten multipler Krisen (z. B. Teuerung, Wohnungsnot, Pflegenotstand) nicht zu rechtfertigen ist. Diese finanziellen Mittel wären in Bildung, Gesundheitswesen oder dem sozialen Wohnbau weit besser investiert.
  2. Nachhaltigkeitsdefizit und Umweltbelastung. Der Eurovision Song Contest ist ein Großevent mit enormem Ressourcenverbrauch – von energieintensiven Showproduktionen bis zu internationalen Flugreisen zehntausender Besucher:innen und Delegationen. In Zeiten der Klimakrise sendet eine solche Veranstaltung das völlig falsche Signal.
  3. Überforderung der lokalen Infrastruktur. Der logistische Aufwand für den ESC sprengt in vielen Städten die Kapazitäten – Hotelpreise explodieren, Verkehrsnetze sind überlastet, und die Bevölkerung wird durch Sicherheitsmaßnahmen, Einschränkungen und Lärmbelästigung stark beeinträchtigt. Ein realer Nutzen für die lokale Bevölkerung bleibt oft aus.
  4. Fehlende kulturpolitische Relevanz für Österreich. Der ESC hat sich in den letzten Jahren zunehmend zu einem mediengetriebenen Spektakel entwickelt, dessen künstlerischer Anspruch fragwürdig ist. Österreichs Kulturlandschaft steht für Qualität, Vielfalt und Tiefgang – der ESC passt weder inhaltlich noch ästhetisch zur österreichischen Kulturpolitik.
  5. Politische und gesellschaftliche Polarisierung. Der ESC ist kein unpolitisches Ereignis – politische Inszenierungen, Boykottaufrufe und internationale Spannungen gehören mittlerweile zur Normalität. Eine Austragung in Österreich birgt somit auch innen- und außenpolitisches Konfliktpotenzial, das das Land bewusst meiden sollte.

Fazit:
So sehr der Eurovision Song Contest für viele ein unterhaltsames Event darstellt, so wenig sollte Österreich Gastgeber eines solch kosten- und ressourcenintensiven Spektakels sein. In einer Zeit, in der nachhaltige Politik und soziale Verantwortung mehr denn je gefordert sind, wäre die Austragung des ESC 2026 ein teures Prestigeprojekt – mit zweifelhaftem Nutzen und hoher Belastung für Gesellschaft und Umwelt.

Begründung

So sehr der Eurovision Song Contest für viele ein unterhaltsames Event darstellt, so wenig sollte Österreich Gastgeber eines solch kosten- und ressourcenintensiven Spektakels sein. In einer Zeit, in der nachhaltige Politik und soziale Verantwortung mehr denn je gefordert sind, wäre die Austragung des ESC 2026 ein teures Prestigeprojekt – mit zweifelhaftem Nutzen und hoher Belastung für Gesellschaft und Umwelt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Reinhard Karner, Kufstein
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 22.05.2025
Sammlung endet: 21.11.2025
Region: Österreich
Kategorie: Kultur

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