Chancengerechtigkeit jetzt: Mehr Mittel für Kinder mit SPF!

Petition richtet sich an:
Österreichisches Parlament, Bundesminister für Bildung

608 Unterschriften

3 %
598 von 19.000 für Quorum in Österreich Österreich

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  1. Gestartet April 2026
  2. Sammlung noch > 8 Wochen
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Petition richtet sich an: Österreichisches Parlament, Bundesminister für Bildung

Gegenwärtig stellt sich die Situation wie folgt dar:
Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf stehen nur 2,7 % zusätzliche Lehrer:innenstunden zur Verfügung. Diese Regelung stammt aus den 1990er-Jahren und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen eines inklusiven Bildungssystems. Tatsächlich haben österreichweit etwa 5,1 % der Kinder SPF, also deutlich mehr als vorgesehen. Dadurch erhalten viele Kinder nicht die notwendige Unterstützung, was ihre schulische Entwicklung beeinträchtigt und sie bei ihren späteren Chancen benachteiligt.
Die Sicherstellung einer qualifizierten Ausbildung in der Sonderpädagogik ist ein zentraler bildungspolitischer Auftrag, der unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität des Unterrichts und die Chancengerechtigkeit im österreichischen Bildungssystem hat. Wir fordern daher eine verlässliche, flächendeckend zugängliche und qualitativ hochwertige Ausbildung für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen.

1. Frühförderung und professionelle Unterstützung sicherstellen
Kinder mit besonderen Bedürfnissen benötigen vom ersten Schultag an fachkundige Begleitung. Eine spezialisierte Ausbildung ermöglicht es, Entwicklungsbedarfe früh zu erkennen und geeignete Fördermaßnahmen einzuleiten.
Damit sichern wir nicht nur pädagogische Qualität, sondern tragen auch entscheidend zu gelungenen Bildungsbiografien bei.

2. Fachlich fundierte Diagnostik und Förderplanung
Sonderpädagogische Arbeit umfasst professionelle Diagnostik, Förderplanung und Dokumentation. Diese Aufgaben sind rechtlich und fachlich komplex und können nur von entsprechend ausgebildetem Personal verantwortungsvoll übernommen werden.
Ohne qualifizierte Fachkräfte besteht das Risiko unvollständiger Gutachten und unzureichender Fördermaßnahmen.

3. Inklusion braucht Expertise – nicht nur guten Willen
Ein inklusives Schulsystem kann nur dann funktionieren, wenn die dafür notwendigen Kompetenzen vorhanden sind.
Sonderpädagoginnen unterstützen Lehrpersonen, gestalten barrierearme Lernräume und tragen entscheidend zu einer inklusiven Schulkultur bei.
Eine professionelle Ausbildung ist daher Voraussetzung für Qualität, nicht Kür.

4. Entlastung und Stärkung des Kollegiums
Gut ausgebildete Sonderpädagoginnen bringen Expertise in Teamteaching, Differenzierung, Verhaltensförderung und Krisenmanagement ein.
Damit entlasten sie das gesamte Kollegium und tragen zu stabilen Unterrichtssituationen bei – besonders in der Schuleingangsphase, in der Heterogenität besonders sichtbar ist.

5. Qualitäts- und Zukunftssicherung
Die Investition in die sonderpädagogische Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft unseres Schulsystems.
Nur mit qualifizierten Fachkräften können wir:

  • individuelle Förderung gewährleisten,
  • Unterricht nachhaltig verbessern,
  • die Vielfalt im Klassenzimmer professionell begleiten
  • und ein inklusives, gerechtes Bildungssystem sichern.

Begründung

Der Bundesminister für Bildung wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass ab Herbst 2026 eine vollwertige Ausbildung zur Inklusions- und Sonderpädagogin eingeführt wird und die seit 1992 bestehende Deckelung der Dienstposten für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf von 2,7 % auf 4,5 % anzuheben. Damit würde der tatsächliche Bedarf besser berücksichtigt und die Unterstützung vieler Kinder verbessert. Angesichts der aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich und des Pädagog:innenmangels ist rasches Handeln notwendig, um eine langjährige strukturelle Benachteiligung zu beenden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Lehrerbund Steiermark, Graz
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.04.2026
Sammlung endet: 15.10.2026
Region: Österreich
Kategorie: Bildung

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Weil nach Jahren/Jahrzehnten der Untätigkeit des Bildungsministeriums in diesem Bereich, es absolut an der Zeit ist, initiativ zu werden.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Weil es nur mit bedarfsgerechter unterstützung möglich ist, gleiche chancen für alle kinder, entsprechend der geaetzlichen grundlagen zu schaffen. Die politisch handelnden müssen endlich handeln, das jahrelange versäumen und verschieben ist eine schande.

Als Mutter eines schwer beeinträchtigten Mädchens und Teil einer Elterninitiative (eikib) teile ich die Forderung der Anhebung der Deckelung unbedingt! Wir haben dazu eine parlamentarische Bürgerinitiative eingebracht- diese heißt: „Unsere Kinder brauchen Unterstützung JETZT und nicht irgendwann“ und ist auf der Parlamentshomepage zu finden- kann gerne auch unterstützt werden.

Weil jedes Kind zählt.

Kürzungen im Bildungsbereich bedeutet die Zukunft unseres Landes und Familien zu gefährden. Es gäbe andere Möglichkeit Defizite anders auszugleichen.

Weil ich Kinderlobbyistin bin und mich besonders für diese Kunder einsetze

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