Debate
Weil nach Jahren/Jahrzehnten der Untätigkeit des Bildungsministeriums in diesem Bereich, es absolut an der Zeit ist, initiativ zu werden.
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Petition addressed to: Österreichisches Parlament, Bundesminister für Bildung
Gegenwärtig stellt sich die Situation wie folgt dar:
Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf stehen nur 2,7 % zusätzliche Lehrer:innenstunden zur Verfügung. Diese Regelung stammt aus den 1990er-Jahren und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen eines inklusiven Bildungssystems. Tatsächlich haben österreichweit etwa 5,1 % der Kinder SPF, also deutlich mehr als vorgesehen. Dadurch erhalten viele Kinder nicht die notwendige Unterstützung, was ihre schulische Entwicklung beeinträchtigt und sie bei ihren späteren Chancen benachteiligt.
Die Sicherstellung einer qualifizierten Ausbildung in der Sonderpädagogik ist ein zentraler bildungspolitischer Auftrag, der unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität des Unterrichts und die Chancengerechtigkeit im österreichischen Bildungssystem hat. Wir fordern daher eine verlässliche, flächendeckend zugängliche und qualitativ hochwertige Ausbildung für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen.
1. Frühförderung und professionelle Unterstützung sicherstellen
Kinder mit besonderen Bedürfnissen benötigen vom ersten Schultag an fachkundige Begleitung. Eine spezialisierte Ausbildung ermöglicht es, Entwicklungsbedarfe früh zu erkennen und geeignete Fördermaßnahmen einzuleiten.
Damit sichern wir nicht nur pädagogische Qualität, sondern tragen auch entscheidend zu gelungenen Bildungsbiografien bei.
2. Fachlich fundierte Diagnostik und Förderplanung
Sonderpädagogische Arbeit umfasst professionelle Diagnostik, Förderplanung und Dokumentation. Diese Aufgaben sind rechtlich und fachlich komplex und können nur von entsprechend ausgebildetem Personal verantwortungsvoll übernommen werden.
Ohne qualifizierte Fachkräfte besteht das Risiko unvollständiger Gutachten und unzureichender Fördermaßnahmen.
3. Inklusion braucht Expertise – nicht nur guten Willen
Ein inklusives Schulsystem kann nur dann funktionieren, wenn die dafür notwendigen Kompetenzen vorhanden sind.
Sonderpädagoginnen unterstützen Lehrpersonen, gestalten barrierearme Lernräume und tragen entscheidend zu einer inklusiven Schulkultur bei.
Eine professionelle Ausbildung ist daher Voraussetzung für Qualität, nicht Kür.
4. Entlastung und Stärkung des Kollegiums
Gut ausgebildete Sonderpädagoginnen bringen Expertise in Teamteaching, Differenzierung, Verhaltensförderung und Krisenmanagement ein.
Damit entlasten sie das gesamte Kollegium und tragen zu stabilen Unterrichtssituationen bei – besonders in der Schuleingangsphase, in der Heterogenität besonders sichtbar ist.
5. Qualitäts- und Zukunftssicherung
Die Investition in die sonderpädagogische Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft unseres Schulsystems.
Nur mit qualifizierten Fachkräften können wir:
Der Bundesminister für Bildung wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass ab Herbst 2026 eine vollwertige Ausbildung zur Inklusions- und Sonderpädagogin eingeführt wird und die seit 1992 bestehende Deckelung der Dienstposten für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf von 2,7 % auf 4,5 % anzuheben. Damit würde der tatsächliche Bedarf besser berücksichtigt und die Unterstützung vieler Kinder verbessert. Angesichts der aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich und des Pädagog:innenmangels ist rasches Handeln notwendig, um eine langjährige strukturelle Benachteiligung zu beenden.
Petition started:
04/16/2026
Collection ends:
10/15/2026
Region:
Austria
Topic:
Education
Weil nach Jahren/Jahrzehnten der Untätigkeit des Bildungsministeriums in diesem Bereich, es absolut an der Zeit ist, initiativ zu werden.
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Weil ich in der Inklusion arbeite