Region: Austria
Migration

Abschiebestopp für Asylwerber, die eine Schule besuchen oder studieren!

Petition is directed to
Parlament
3.820 Supporters 3.711 in Austria
21% from 18.000 for quorum
  1. Launched January 2020
  2. Time remaining > 8 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene, die bereits seit längerem in Österreich leben, haben kaum Erwerbsmöglichkeiten, wenn ihr Asylverfahren noch laufend ist. Viele von ihnen nutzen die Zeit sinnvoll, um sich (weiter-)zu bilden. Sie besuchen eine weiterführende Schule, wie z.B. eine AHS-Oberstufe, eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule oder eine Schule für Sozialbetreuungsberufe, oder studieren an einer Universität oder Hochschule, sofern sie über eine Hochschulberechtigung verfügen.

Die Schwierigkeiten dieser Jugendlichen sind: Sie

  • verfügen nur über begrenzte finanzielle Mittel und haben gleichzeitig oft keinen oder bestenfalls einen eingeschränkten Zugang zu öffentlichen Förderungen,
  • haben keine Unterstützung durch Eltern, wenn sie alleine geflüchtet sind,
  • leben in ständiger Angst abgeschoben zu werden.

Die genannten Belastungen gelten auch für SchülerInnen im Pflichtschulbereich (Volksschule, Mittelschule, AHS-Unterstufe, Polytechnische Schule). In Oberösterreich sind dies 1987 SchülerInnen (Stand Jänner 2019), die in ständiger Angst vor einer Abschiebung leben.

Asylwerbende SchülerInnen und Studierende sollen ohne diese Unsicherheiten ihre Schule besuchen oder ihr Studium absolvieren können.

Wir fordern daher

  • einen Abschiebestopp für SchülerInnen und Studierende und
  • ein anschließendes Bleiberecht für ein Jahr, wenn bestimmte Leistungen erbracht werden. In dieser Zeit kann die Rot-Weiß-Rot-Karte beantragt werden.

Reason

Abschiebestopp und Bleiberecht sollen nicht bedingungslos gewährt werden, sondern an zu definierende Leistungen und eine bestimmte Aufenthaltsdauer geknüpft werden. Die SchülerInnen und Studierenden, die sich bemühen und damit die von ihnen geforderten Leistungen erbringen, könnten dadurch zu Vorbildern für andere Geflüchtete werden. Politik würde in der Folge an Glaubwürdigkeit gewinnen, da das Motto „Integration durch Leistung“ nicht nur dahin gesagt wäre, sondern wirklich umgesetzt wird.

Die Vorteile für Österreich wären:

  • Der wirtschaftliche Nutzen ergibt sich dann, wenn nach erfolgreichem Abschluss der weiterführenden Schule oder des Studiums die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten beruflich eingesetzt werden können. Nach etwa 4,5 Jahren würden sich beispielsweise für den Staat die Bildungsausgaben für einen BHS-Abschluss lohnen und er würde mehr einnehmen als ausgeben. Die österreichische Wirtschaft braucht dringend gut ausgebildete Arbeitskräfte, trotzdem werden motivierte junge Menschen abgeschoben. Wer sich anstrengt und gut integriert, soll eine Chance auf eine Ausbildung haben!

  • Geflüchtete SchülerInnen bzw. Studierende eröffnen den Schulen und Hochschulen, die sie besuchen, einen Zugang zu anderen Kulturen und bereichern damit diese Einrichtungen.

  • Sozial wird vermieden, dass Freundschaften, die zwischen den Geflüchteten und einheimischen Jugendlichen geschlossen wurden, zerstört werden. Das würde ebenfalls Vertrauen in die Politik fördern.

Die Umsetzung der Forderungen würde zudem einen Beitrag zu einer angstfreien Umsetzung von Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gewährleisten.

"1. Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.

  1. Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen ethnischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.“ (Artikel 26, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

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News

  • Sehr geehrte Unterzeichner*innen,

    zunächst hoffen wir, dass Sie alle gesund und wohlauf sind.
    Wir möchten uns zunächst bei Ihnen bedanken, dass Sie die Petition unterzeichnet haben und uns entschuldigen, dass dieser Dank bei manchen sehr spät erfolgt. Umso herzlicher unser Dank!

    Die vorgeschlagene Lösung (Abschiebestopp und vorübergehendes Bleiberecht, um vom Inland die Rot-Weiß-Rot-Karte beantragen zu können) wäre gerade in Corona-Zeiten ein humanes Zeichen mit sozialen, wirtschaftlichen und politischen Vorteilen!
    Um überzeugend zu wirken, brauchen wir weitere Unterschriften. Wenn Sie die Möglichkeit sehen, die Petition zu bewerben, würde das den betroffenen Asylwerber*innen sehr helfen.

    Unter sehr schwierigen Bedingungen (fehlende oder... further

  • Dass die Umsetzung unserer Petition zum Vorteil von uns und der geflüchteten Personen sein kann, zeigt das Beispiel Gevorg S.
    Gevorg ist in Armenien geboren. Seine Familie flüchtete 2014 aus Russland, er folgte 2015. Die Familie lebt derzeit in einem Ort in der Nähe von Linz und ist dort sehr gut integriert. Seit 2017 ist Gevorg ordentlicher Student der Rechtswissenschaften und Stipendiat des MORE-Borealis-Einstiegsstipendium. Zur Finanzierung des Lebensunterhalts hat er bereits während des Asylverfahrens als Kleinunternehmer die Cateringfirma „Armenische Köstlichkeiten und Kultur“ gegründet. Er ist politisch und kulturell interessiert. 2020 erhielt die Familie ein Bleiberecht mit der Auflage nachzuweisen, dass sie selbst für den Lebensunterhalt... further

Wenn eine Wirtschaftspartei den Bundeskanzler stellt, sollten die Sorgen und Bedürfnisse der Arbeitgeber wegen fehlender Arbeitskräfte ernst genommen werden! Einige Asylwerber absolvieren gerade in gefragten technischen Berufen eine Ausbildung. Sie möchten die Ausbildung abschließen und in Österreich arbeiten.

Nur eine Schule besuchen oder Ausbildung zu machen, ist doch viel zu wenig! Die Leute die hier bleiben wollen, müssen zu 100% integriert sein und nicht dem Islam, Erdogan oder sonstigen demokratie-feindlichen Ideologien nah sein.

Why people sign

  • 9 days ago

    Es ist anzunehmen dass jemand der auf der Uni aufgenommen worden ist, sowie junge Leute die erfolgreich eine Lehre abschliessen, in Österreich gut integriert sind und von der Wirtschaft gebraucht werden. Illegale Flüchtlingsströme müssen gebremst werden, dafür muss es aber auch verbesserte Möglichkeiten für ein ´Green Card´ ähnliches System für Menschen geben, die hier gebraucht werden.

  • on 17 Jun 2021

    Artenvielfalt erhalten, nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen, Respekt und Bescheidenheit gegenüber unserer Natur und Umwelt!

  • Adriane Kofler Feistritz an der Gail

    on 05 Jun 2021

    Weil Menschen die sich bemühen integriert werden sollen.

  • on 30 May 2021

    Es kann nicht sein, dass wir dringend erforderliche Mitarbeiter ausbilden und dann abschieben.

  • Peter Prochaska Herzogenburg

    on 28 May 2021

    Wenn man lernwillige jugend , egal von wo und wie sie kamen, muss man unterstützen...

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