Petition richtet sich an:
Grazer Gemeinderat
Am 12.3. wurde der Rahmenplan für das Entwicklungsareal Postgarage-Rösselmühle trotz großen Protests und bereits 1700 Unterschriften nach nur 3 Tagen beschlossen. Wir sammeln aber weiter Unterschriften.
Nur wenn wir viele sind, können wir die Politik überzeugen, dass auf Basis dieses skandalösen Rahmenplans keine Änderung des Flächenwidmungspplans erfolgen darf. Im Juni, noch vor der Gemeinderatswahl, wollen wir die Unterschriften Bürgermeisterin Kahr und Vizebürgermeisterin Schwentner öffentlichwirksam übergeben.
Derzeit begräbt der Top-down erstellte Rahmenplan jegliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft für den von Problemen gebeutelten Bezirk Gries unter sich.
Er bedeutet den sicheren Abriss der historischen Mühle. Die 60 % Wohnnutzung (ca. 220 WE) dient nur den Investoren und bedeutet ein weiteres Wohnghetto für Gries.
Es drohen Nutzungskonflikte, die den Veranstaltungsort Postgarage in seiner wirtschaftlichen Existenz bedrohen. (Der Rahmenplan sieht bereits Lärmschutzauflagen für die Postgarage vor!)
Dieser Rahmenplan ist skandalös und nicht reparierbar.
Wir fordern einen Neustart mit fachlicher Koordination von außen! Einen partizipativen Prozess mit allen Beteiligten, auf Augenhöhe und mit klarem Blick auf das Gemeinwohl im Griesviertel!
Werden sie aktiv, unterzeichnen sie die Petition, helfen sie mit, sowohl Stadtregierung und Gemeinderat an die große Verantwortung für den Bezirk Gries zu erinnern!
Begründung
Postgarage und Rösselmühle mit ihrer einzigartigen Lage zwischen zwei Parkanlagen bilden eines der letzten historischen Gebäudeensembles in Graz, das zu etwas wirklich Interessantem umgestaltet werden könnte.
Gries Nord leidet schon seit langem an den fatalen Auswirkung des boomenden Investorenwohnbaus. Viel zu dicht verbaute Wohnanlagen ohne soziale Infrastruktur sind entstanden, Verkehr und Lärm haben enorm zugenommen, die Lebensqualität schwindet. Es braucht dringend Gegensteuerung!
Gries braucht ein soziokulturelles Zentrum, einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Nachbarschaft. Was wir in Gries sicher nicht brauchen sind weitere Wohnungen, die vorhandene Probleme noch weiter verschärfen. Die Stadtregierung muss ihre Versprechen einlösen. Derzeit ist sie weit davon entfernt. Das von Judith Schwentner versprochene "Zukunftsviertel Gries" hat derzeit wenig Zukunft.
Auch mit dem Versprechen der KPÖ, keine investorengesteuerte Stadtenwicklung zuzulassen, ist es nicht weit her!
Weil ich in Gries lebe und die hier lebende Bevölkerung ein Mitbestimmungsrecht haben sollte!!!