Petition richtet sich an:
Führung der Lufthansa Gruppe
Jedes Jahr reisen mehr als 4,5 Milliarden Menschen mit dem Flugzeug. Zu jedem Zeitpunkt befinden sich rund 3 Millionen Passagiere in der Luft. Monatlich kommt es an Bord von Verkehrsflugzeugen bis zu 30.000 medizinischen Notfällen. Reicht die Hilfe der Kabinenbesatzung nicht aus, wird medizinisches Personal unter den Passagieren ausgerufen.
In rund 75 % aller Flüge befindet sich eine Ärzt:in oder Sanitäter:in an Bord – Menschen, die sich auf einer privaten Reise befinden und im Ernstfall nicht nur bereit, sondern auch verpflichtet sind zu helfen. Doch die medizinische Versorgung in einem Flugzeug stellt selbst erfahrene Helfer:innen vor außergewöhnliche Herausforderungen: beengte Platzverhältnisse, eingeschränkte medizinische Ausrüstung, laute Geräuschkulisse sowie die große zeitliche und räumliche Distanz zur nächsten professionellen medizinischen Versorgung.
Seit mehr als 20 Jahren bilden wir medizinisches Fachpersonal gezielt für diese besonderen Notfallszenarien aus. In realitätsnahen Trainings lernen die Teilnehmer:innen unter besonderen Bedingungen sicher zu handeln. Diese Fortbildungen werden von den Teilnehmer:innen selbst finanziert!
Durch die unerwartet massiv gestiegenen Mietkosten unseres langjährigen Partners Austrian Airlines musste die Fortführung dieses Ausbildungsprogramms eingestellt werden.
Sollten diese Trainings nicht mehr stattfinden können, verliert Österreich ein einzigartiges und international anerkanntes Fortbildungsangebot, von dem letztlich tausende Flugpassagiere profitieren.
UNSERE FORDERUNG
Wir appellieren an die Verantwortlichen der Lufthansa Gruppe, gemeinsam eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden, damit diese einzigartigen und lebensrettenden Trainings auch künftig durchgeführt werden können.
Begründung
Immer mehr Menschen verreisen mit dem Flugzeug, wobei auch das Alter der Passagiere steigt. Ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen sind auf Flugreisen besonders gefährdet.
Die MedOnBoard-Ausbildung hat mir das Wissen und die Sicherheit vermittelt, während eines Transatlantikfluges in einer medizinischen Notfallsituation rasch und richtig zu handeln. Diese Möglichkeit sollten auch zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten.
Ich ersuche die Verantwortlichen daher, die stark gestiegenen Mietkosten für das Ausbildungsteam zu überdenken. Es wäre sinnvoll, die Mindereinnahmen aus einer Reduktion der Miete den Kosten gegenüberzustellen, die bereits durch eine einzige verhinderte außerplanmäßige Zwischenlandung vermieden werden können. Eine solche Betrachtung könnte zeigen, dass die Fortführung dieses Programms sowohl zur Sicherheit an Bord als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.