• Änderungen an der Petition

    at 29 Apr 2020 13:41

    Der Langtitel wurde zum Text der Petition hinzugefügt, weil er nicht in das normale Titelfeld passte und als Einleitung für den Text dient.


    Neuer Petitionstext: Petition zur Verringerung der Covid-19-Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung unserer Freiheitsrechte durch Sozialkontakte und Sport:
    Die Maxime der vergangenen Wochen: Die Infektionskurve flachhalten! Das ist dem österreichischen Volk auch gelungen. Der Preis dafür war ein drastischer Einschnitt in unserer Freiheit, der zu Beginn durchaus nachvollziehbar und notwendig war. Allerdings kann nicht erwartet werden, dass wir die Kontaktbeschränkungen in unseren Freiheitsrechten erdulden bis es eine Impfung oder ein Medikament gibt.
    Von der Maxime zum flexiblen Mantra:
    Ein eingleisiger Kurs – das Warten auf einen Impfstoff – kann nicht die Lösung für diese Krise und damit die Bedingung für die Aufhebung sämtlicher Beschränkungen sein. Es ist unerlässlich der übrigen Bevölkerung wieder mehr Freiheiten einzuräumen, während die Risikogruppe geschützt und das Gesundheitssystem gefördert und erhalten werden muss. Dazu muss der Gesundheitssektor auch weiterhin finanziert werden – von uns, dem österreichischen Volk, das durch Arbeit und Konsum die Wirtschaft aufrechterhält und Steuern bezahlt.
    Die Ausübung von Kontaktsportarten und öffentlichen Sozialkontakten muss kann nicht erst erlaubt werden, wenn es einen Impfstoff gibt! Die Maßnahmen müssen früher - kontrolliert und verhältnismäßig - aufgehoben werden. Eine Genehmigung von Kontaktsportarten und körperlichem Sozialkontakt in den nächsten Wochen wieder ermöglicht werden. der Öffentlichkeit bis Juli/August/September erscheint realistisch!
    Jeder für sich wird trotzdem seinen Beitrag leisten. Dazu gehört es, auf Hygiene zu achten und sich von anderen fernzuhalten, wenn man Symptome bemerkt.


    Neue Begründung: Kontaktsport und Sozialkontakte:
    Sozialkontakte und Bewegung sind essenziell für die Aufrechterhaltung geistiger und körperlicher Gesundheit. Sehr viele Sportarten bauen auf Körperkontakt auf und dürfen derzeit nicht ausgeübt werden. Die Ausbreitung des Virus soll dadurch eingedämmt werden. Bewegen könne man sich schließlich auch anders. Dabei geht es bei den meisten betroffenen Sportarten aber gar nicht nur um die Bewegung an sich, sondern vielmehr um die Interaktion miteinander. Sport und Teamgefühl haben einen Einfluss auf die persönliche Entwicklung, insbesondere auf das Selbstvertrauen, das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Außerdem können viele Menschen durch die Ausübung eines Kontaktsports sogar Depressionen, Alkohol- oder Drogenmissbrauch überwinden sowie Stress und Aggressionen abbauen.
    Soziale und körperliche Kontakte fördern darüber hinaus die Ausschüttung von Hormonen wie Serotonin, Dopamin und Oxytocin, wodurch das Immunsystem gestärkt wird.
    Manche Sportarten können nur mit Körperkontakt bzw. einem Abstand unter 2 m ausgeübt werden. Eine Aufrechterhaltung der Beschränkungen bis zur Zulassung einer Impfung bedeutet für viele Vereine und Studiobetreiber, dass sie mit drastischen finanziellen Einbußen rechnen müssen und eventuell den Sportbetrieb danach nicht weiter fortsetzen können. Die vom Bund bereitgestellten Förderungen werden nämlich nicht ansatzweise ausreichen, um die Verluste auszugleichen.
    Verhältnismäßigkeit:
    Mit der Entwicklung und Zulassung einer Impfung kann vermutlich frühestens 2021 gerechnet werden. Es kann aber auch länger dauern. Will die Regierung riskieren, dass das ganze Land unter dem psychischen Druck und unter der mit den bisherigen Maßnahmen verbundenen Wirtschaftskrise zusammenbricht? Selbstverständlich ist die Regierung in keiner einfachen Position. Wir alle müssen „Schadensminimierung“ betreiben. Das Recht auf Leben ist freilich unantastbar. Allerdings muss man auch darüber nachdenken, was ein Leben lebenswert macht und was ist ein Leben? Sicherlich mehr, als nur eine aufrechte Herz- und Hirnfunktion!
    Die insgesamt sehr umfangreichen Eingriffe in unsere (Grund-)Rechte zur Eindämmung des Sars-CoV-2 waren in den ersten Wochen nachvollziehbar und geeignet, um die Infektionsrate gering zu halten und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Die Maßnahmen können aber nicht ewig aufrechterhalten werden und weitere Lockerungen müssen zugunsten der allgemeinen Bevölkerung und der Wirtschaft vorangetrieben werden. Maßgebliche Kriterien sind die tägliche Steigerungsrate, die effektive Reproduktionszahl sowie die Auslastung der Intensivbetten. Mit Stand vom 24.04.20 beträgt die erörterte Steigerungsrate – 12,3 % und der Wert der effektiven Reproduktionszahl liegt bei 0,63 (AGES, TU Graz, www.ages.at/en/wissen-aktuell/publikationen/epidemiologische-parameter-des-covid19-ausbruchs-oesterreich-2020/ ). Die Auslastung der Intensivbetten in Österreich lag bis zum 17.04.20 bei ca. 20 % und liegt inzwischen bei 12 % (www.data.gv.at/katalog/dataset/covid-19-aktuelle-auslastung-der-intensivbetten/resource/bce265ab-5b04-4f5f-b9a7-2b6b1d4745f2). Unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung können und müssen Beschränkungen auch vor der Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes verringert werden. Alles andere wäre unverhältnismäßig.
    Eine Impfung ist keine Garantie:
    Durch eine Impfung allein wird das Virus nicht automatisch vernichtet. Die (schnelle) Wirksamkeit einer Impfung kann sich nur dann entfalten, wenn die Durchimpfrate hoch ist. Wenn man bedenkt, dass 2018 die Durchimpfrate gegen Masern noch immer keine 95 % erreicht hat (BMASGK, Kurzbericht Masern – Evaluierung der Masern-Durchimpfungsraten mit einem dynamischen, agentenbasierten Simulationsmodell, 2019) und die Rate bei der Influenza-Impfung in der Saison 2018/2019 nur 8 % beträgt (ÖVIH, Influenza – errechnete Durchimpfungsrate Gesamtbevölkerung Österreich 2004-2019, 2019), stehen die Chancen für eine flächendeckende Durchimpfung gegen Sars-CoV-2 in Österreich nicht sehr hoch.
    hoch.
    In Österreich kann man nicht davon ausgehen, dass die freiwillige Bereitschaft zu impfen sehr hoch sein wird!

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 250 (244 in Österreich)

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