16 Signatures
Petition addressed to: Bundesrat, Parlament, Bundesamt für Strassen (ASTRA)
An: Den Bundesrat, das Parlament (KVF-N/S) und das Bundesamt für Strassen (ASTRA)
Forderung:
Wir fordern eine grundlegende Überprüfung der aktuellen Fahrausbildungspolitik. Die Strategie des Bundesamtes für Strassen (ASTRA), die professionelle Ausbildung zunehmend durch unkontrollierte private Lernfahrten zu ersetzen, gefährdet die langfristige Verkehrssicherheit und die Existenzgrundlage eines qualifizierten Gewerbes.
Konkret fordern wir:
- Einführung von Ausbildungskriterien (Pflichtstunden): Die Schweiz darf keine Insel der Unverbindlichkeit bleiben. Wir fordern gesetzlich verankerte Mindeststunden bei zertifizierten Fahrlehrkräften für eine nachhaltige Verhaltens- und Risikoschulung.
- Stopp der Fehl-Subventionierung: Keine weiteren Bundesbeiträge für die Ausbildung neuer Fahrlehrkräfte, solange der Markt künstlich übersättigt ist und erfahrene Profis ihre Existenz verlieren.
- Wissenschaftliche Validierung der Evaluationsgrundlagen: Eine transparente Analyse der Statistiken unter Einbezug von Technologie-Effekten (Assistenzsysteme), der Konstanz von Prüfungsstandards, Langzeitbetrachtungen (nach dem 1. Jahr) und der Korrelation zwischen Erstprüfungserfolg und Profi-Stunden.
- Echte Prävention statt reiner Symptombekämpfung: Massnahmen wie eine PS-Begrenzung für Junglenker können allenfalls ergänzend wirken, lösen das Problem aber nicht an der Wurzel. Wir fordern eine obligatorische, professionelle Charakter- und Verhaltensschulung, um Raser-Mentalitäten frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Repression darf die pädagogische Erziehung nicht ersetzen.
- Gleichberechtigung bei der Sicherheit: Einführung periodischer, praktischer Kompetenz-Checks für Seniorinnen und Senioren, um die Verkehrssicherheit über alle Altersgruppen hinweg objektiv zu gewährleisten.
Reason
Die Verkehrssicherheit auf Schweizer Strassen darf nicht zum Spielball von Statistik-Kosmetik werden. Der Evaluationsbericht des ASTRA suggeriert fälschlicherweise, dass weniger professionelle Fahrstunden zu mehr Sicherheit führen – eine gefährliche Interpretation, die wesentliche Faktoren ausblendet. Eine bestandene Prüfung ist lediglich eine Momentaufnahme der «Bestehenskompetenz», aber kein Garant für lebenslange Risikokompetenz.
Während Behörden die Situation beschönigen, bricht das Auftragsvolumen für qualifizierte Betriebe massiv ein. Wenn Profis durch Dumping-Preise aus dem Markt gedrängt werden, sinkt das Ausbildungsniveau nachhaltig. Verkehrssicherheit ist kein Zufallsprodukt privater Übungsfahrten, sondern braucht fachlich-pädagogische Begleitung.
Diese Petition ist wichtig, weil sie die Ursachen statt nur die Symptome bekämpft: Wir fordern echte Verhaltensschulung statt symbolischer Verbote, wissenschaftlich ehrliche Statistiken und faire Sicherheits-Checks für alle Altersgruppen. Wer die Fahrlehrerschaft schwächt, nimmt langfristig mehr schwere Unfälle in Kauf. Es geht um Qualität, die Leben rettet – für alle Generationen im Strassenverkehr.
Beleg für die Dringlichkeit: TV-Bericht & Artikel auf TOP ONLINE
Obwohl der Bericht beispielhaft auf die Situation im Thurgau fokussiert, ist die Krise längst ein nationales Phänomen. In meiner Fahrschule in Nürensdorf (ZH) und in Gesprächen mit Kollegen aus der ganzen Schweiz zeigt sich das gleiche Bild: Die gesetzlichen Fehlentscheidungen des Bundes führen landesweit zu einem existenzbedrohenden Rückgang der Schülerzahlen.
Der Beitrag auf TOP ONLINE dient als klarer Beleg für die Dringlichkeit dieser Petition. Er unterstreicht, dass das ASTRA die professionelle Ausbildung zunehmend als optional darstellt. Während Behörden die Lage verharmlosen, zeigt der TV-Beitrag die reale Existenznot und die Gefahr für die Verkehrssicherheit auf.
Den Bericht inklusive Video-Interview finden Sie hier: toponline.ch
Petition details
Petition started:
04/12/2026
Collection ends:
06/30/2026
Region:
Switzerland
Topic:
Traffic & transportation
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Die sinkende Unfallrate ist laut Verbänden Statistik-Kosmetik: Sie basiert auf der Anzahl Lernfahrausweise, nicht auf der Fahrleistung pro Kilometer. Eine längere Lernphase ab 17 schafft zwar Routine, ersetzt aber keine fachliche Korrektur. Ohne Profi-Begleitung festigen sich Fehlverhalten. Wahre Sicherheit entsteht durch gezielte Kompetenz, nicht durch das blosse Aussitzen von Wartefristen oder private Kilometer-Sammlerei.
No CONTRA argument yet.
Why people sign
Als Ehefrau des Initianten erlebe ich täglich, wie sehr die Qualität der Fahrausbildung durch politische Sparübungen leidet. Es macht mir Sorgen, dass junge Neulenker ohne professionelle Begleitung auf die Strasse gelassen werden. Statistik darf nicht über Sicherheit gehen! Ich unterstütze diese Petition, weil ich möchte, dass meine Familie und alle anderen Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sind. Echte Fachkompetenz rettet Leben – darauf dürfen wir nicht verzichten!
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Weil Verkehrssicherheit verbessert werden muss!