Wollen Sie auch, dass die Innenstadt Kinos in Chur weiter bestehen?

Begründung

Der Trend hin zu Multiplex-Kinos an der Peripherie zulasten von kleinen Kinos in der Innenstadt macht vor der Schweiz nicht halt. Dieser Trend führt zu einem Kinosterben in der Innenstadt und setzt dem Detailhandel im Zentrum zu. Fakt ist, dass in der Nähe von grossen Einkaufszentren mit Multiplex Kino die Innenstädte tot sind.

Das Architekturbüro Domenig plant in Chur West (auf einem Grundstück der Bürgergemeinde Chur) ein Multiplex Kino mit bis zu 8 Kinosälen und diversen Gastronomiebetrieben etc. zur Bele-bung des stagnierenden Einkaufcenters City West. Betreiberin des Megakomplexes soll die Kino Theater AG (Kitag) werden. Die Kitag wird wirtschaftlich von der Swisscom beherrscht, welche von Gesetzes wegen mit 51 % der Aktien dem Bund gehört. Die Kitag ist gemäss eigenen Angaben auf ihrer Homepage „grösste Schweizer Kinobetreiberin mit über 18‘000 Sitzplätzen in 87 Sälen“.

Die Churer Kinogewerbetreibenden sind seit Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Kinoneubau in vernünftiger Grösse und in der Nähe des Bahnhofs d.h. zentrumsnah. Wir fordern mit dieser Petition den Stadtrat auf, geeignete Hilfe für ein solches Projekt zu leisten.

Das Multiplex-Bauvorhaben des Architekturbüro Domenig ist völlig überrissen und bedeutet das Ende vieler Gewerbetreibender in der Innenstadt von Chur.

Bei einer Realisierung des Domenig-Swisscom-Kitag Multiplexkinos werden die Innenstadt Kinos ohne finanzielle Unterstützung ihre traditionsreichen Programmpunkte wie Kultur-Kino-Chur, Open-Air-Kino, Cinema Italiano etc. nicht mehr anbieten können. Die mittelfristige Weiterführung der in-nerstädtischen Kinos würde fraglich.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, KinoChur AG aus Chur
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Pro

Für ein zentrales Kino. Ja, das Kino in Chur ist nicht attraktiv, doch suchen sie schon seit längerem nach einem neuen Standort. Für eine lebendige Innenstadt. Und ich finde die Stadt Chur muss ein solches Projekt unterstützen.

Contra

Immer wieder tauch das Argument der wegfallenden Arbeitsplätze auf. Neben der Familie Kalberer lebt noch eine Person vom Einkommen der Churer Kinos. Alle anderen Mitarbeitenden arbeiten im Nebenamt und verdienen sich ein paar Franken dazu. Weiter ist zu beachten, dass durch den neuen Kinokomplex auch mehrere Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch wenn in den heutigen Kinos der eine oder andere Arbeitsplatz wegfallen wird, werden im neuen Komplex zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.