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Gestaffelter Mutterschutz nach Fehlgeburten in der Schweiz

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Bundesversammlung
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  1. Launched 20/08/2023
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Wir fordern einen gestaffelten Mutterschutz in der Schweiz für Frauen, die eine Fehlgeburt erleiden mussten. Dies bedeutet, dass jeder Frau nach einer Fehlgeburt ein (freiwilliger) Mutterschaftsurlaub zustehen würde, der sich mit fortschreitender Schwangerschaftsdauer verlängert, bis mit den 23 Wochen die 14 Wochen regulärer Mutterschutz erreicht sind.

Die aktuelle Rechtslage in der Schweiz besagt, dass Mütter in der Schweiz einen Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen beziehen können. Um diesen Urlaub zu beziehen, muss entweder das Kind lebensfähig geboren werden oder die Schwangerschaft mindestens 23 Wochen (23 0/7) gedauert haben (Rechtliche Grundlage siehe Erwerbsersatzverordnung EOV Art. 23).

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Babys, die vor der 23. Schwangerschaftswoche tot geboren werden, keinen Mutterschutz auslösen. Nach heutiger Gesetzgebung muss eine Frau, die nach einer Fehlgeburt mit einer zu kurzen Schwangerschaftsdauer eine Pause braucht, krankgeschrieben werden. Dies erfolgt nach Ermessen des Arztes, also nicht automatisch, und kann sehr unterschiedlich gehandhabt werden.

Dass eine Fehlgeburt schwerwiegende psychische Auswirkungen haben kann, wird noch nicht genügend bedacht. Der Verlust eines Kindes muss verarbeitet werden können, führt aber in diesem Kontext – da das fehlgeborene Kind im rechtlichen Sinne nicht als Mensch gilt – auch nicht zu Trauerurlaub. Ausserdem müsste auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass der Körper der Frau Zeit braucht, um sich von der Schwangerschaft zurückzubilden.

Reason

Fehlgeburten kommen leider sehr häufig vor: Gemäss Franziska Maurer gehen Fachpersonen davon aus, dass jede vierte bis jede zweite Schwangerschaft als Fehlgeburt endet und somit pro Jahr ungefähr 20’000 Familien in der Schweiz betroffen sind (Quelle: Fehlgeburt – eine kleine Geburt S. 19).

Hätten Frauen auch bei Fehlgeburten Anrecht auf einen der Schwangerschaft angepassten Mutterschaftsurlaub, würde dies die Trauerverarbeitung und die Rückbildung unterstützen. Die Tatsache, dass eine Schwangerschaft rechtlich nicht mehr nicht mehr als Krankheit (Krankschreibung), sondern als Mutterschaft (Mutterschaftsurlaub deklariert werden würde, würde Akzeptanz schaffen, die Frauen psychisch stützen und ihren Trauerprozess begünstigen.

In der Zeit des Mutterschaftsurlaubes könnten die Familien zurück in den Alltag finden. Zusätzlich könnten Bestattungen und Arztbesuche etc. ohne zeitlichen Druck stattfinden.

Thank you for your support, Janina Müller from Langenthal
Question to the initiator

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News

  • Gestern hat die Petition für gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten in der Schweiz die Grenze von 1000 Unterschriften geknackt - herzlichen Dank allen, die unterschrieben und die Petition geteilt haben!

    Wir sammeln weiter - für alle Sternenmamas, Sternenpapas und Sternenkinder!

  • Liebe Unterstützende

    Unglaublich, welchen Fortschritt die Petition in dieser Woche erreicht hat! Seit Wochenbeginn sind über 800 Unterschriften zusammengekommen! Herzlichen Dank an alle, die dieses Anliegen unterstützt haben und es bereits weiter verbreiten!

    Auch wenn wir das Ziel von 500 Unterschrift längst übertroffen haben, ist es wichtig, dass wir das Anliegen weiter verbreiten und noch mehr Unterschriften sammeln. Je mehr Unterschriften, desto mehr wird die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Anliegens unterstrichen. Bisher haben vorwiegend Frauen unterschrieben, aber das Thema geht genauso Männer etwas an!

    Ich poste nun auf meinem Instagramkanal @heinigerjanina regelmässig Statements zum gestaffelten Mutterschutz - wer will, darf diese... further

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No CONTRA argument yet.

Why people sign

Weil ich aus eigener Erfahrung weiß wie dringend der Mutterschutz ist auch ohne lebendes Baby im Arm! Ich musste zweimal erleben nachhause zu kommen nach einer kleinen Geburt, mein totes Baby im Herzen mit Milcheinschuss und Wochenfluss.. um kurz darauf direkt wieder im Büro zu sitzen mit schlechten Gewissen, Trauer und Hormon-Chaos, als sei nichts geschehen.

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