Neuigkeiten
-
Das Oltner Tagblatt berichtet am 2.11.2026 über die Petition (gesamter Artikel im PDF)
Im Zuge der geplanten Sparmassnahmen der Stadt sollen Stadt- und Jugendbibliothek an der Hauptgasse 12 zusammengelegt werden. Nun wurde eine Petition lanciert.
Aus zwei mach eins: Wie bereits seit längerem bekannt ist, soll in Olten die Stadt- mit der Jugendbibliothek zusammengeführt werden. Grund dafür sind Sparmassnahmen, die nebst den Bibliotheken auch andere Bereiche betreffen.
Stadt- und Jugendbibliothek wurden 2022 bereits organisatorisch zusammengelegt. Beide Abteilungen befinden sich zwar weiterhin an verschiedenen Standorten, sind aber seither in derselben städtischen Direktion angesiedelt. Nun soll eine Zusammenlegung eben auch physisch erfolgen. Davon erhofft sich die Stadt Einsparungen von 280'000 Franken jährlich.1000 Unterschriften als Ziel
Seit längerem ist auch klar, wo die beiden Bibliotheken fusioniert werden sollen. Der Stadtrat bevorzugt den Standort der Stadtbibliothek an der Hauptgasse 12 . Doch während das Potenzial für die Synergien zwischen beiden Abteilungen von der Oltner Politik grundsätzlich gutgeheissen wird, sorgt der geplante Standort für Stirnrunzeln – weit über die linke Parlamentsseite hinaus.
Nun meldet sich auch das Volk zu Wort. Denn vor gut zwei Wochen haben Vorstandsmitglieder der Oltner Bücher Stützen, Pro Kultur Olten und Offener Bücherschrank eine Petition gestartet. Über 600 Unterschriften sind bereits zusammengekommen. Das Ziel sind 1000 Unterschriften, die Mitte November dem Stadtschreiber übergeben werden sollen. Die Unterschriftensammlung läuft noch bis zum 13. November.Standort für Fusion «nicht geeignet»
«Für eine Zusammenlegung ist die jetzige Raumstruktur der Stadtbibliothek schlicht nicht geeignet», sagt Theresa Späni. Sie ist Präsidentin von Pro Kultur und Teil des Aktionsbündnisses. Sie betont, dass sich die Initiative nicht gegen eine Fusion per se richtet. «Wir befürworten eine Zusammenlegung. Aber nicht an diesem Standort.» -
Eine Bibliothek ist nicht bloss ein Ort, an dem man Bücher ausleihen kann. Hier kann man verregnete Nachmittage lang mit den Kindern auf dem Fussboden sitzen, Geschichten vorlesen und lautstark Abzählreime aufsagen. Man kann aber auch in Ruhe arbeiten oder für Prüfungen lernen, weil zu Hause der Platz fehlt oder es zu laut ist. Die einen möchten in Zeitschriften blättern oder nach geeignetem Lesestoff stöbern. Andere wollen einfach eine Weile irgendwo sein, ohne etwas kaufen zu müssen.
All das braucht Platz. Und nun will die Stadt Olten aus zwei Bibliotheken eine machen? Wie soll das funktionieren? Und wer garantiert, dass all diese unterschiedlichen Bedürfnisse weiterhin Platz haben?
-
Geschickt eingefädelt! Kolumnist Yves Stuber kritisiert Stadtplanung und Bibliothekspläne.
am 22.10.2026
Als Bibliothekarin ist mir dies ein wichtiges Anliegen. Das wäre am falschen Ort gespart.