Dialog

Internationaler Busbahnhof: Visitenkarte für Basel

Petition richtet sich an:
Grosser Rat des Kantons Basel-Stadt

486 Unterschriften

Sammlung beendet

486 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 14.11.2025
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Grosser Rat des Kantons Basel-Stadt

Die Unterzeichnenden bitten den Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt:

Den Regierungsrat, resp. das Bau- und Verkehrsdepartement anzuhalten, einen vernünftigen Busbahnhof mit grossem Unterstand, mit einer sinnvollen Abfallentsorgung und vor allem mit einer grosszügigen Toilettenanlage zu planen – ein Willkommensort, der den Namen verdient.

Begründung

Seit Jahren besteht der sogenannte Internationale Busbahnhof an der Meret Oppenheim-Strasse aus einem schmalen Trottoir, einer kleinen Anzeige und einer einzigen, erkämpften mobilen TOITOI-Toilette. Diese für Basel und insbesondere für das Gundeli unwürdige Anlage ist weder behindertengerecht noch wettergeschützt. Als Notlösung, herbeigeführt durch die langjährigen Bauarbeiten der SBB, wird dieser Ort von mehreren Cars als Abfahrts- bzw. Ankunftspunkt mit geschätzten 250 bis 500 Passagieren pro Tag genutzt.

Die Folgen sind bekannt: direkt vor dem Jugendtreff Purple Park liegend, animiert der Haltepunkt ortsunkundige Touristinnen und Touristen, den Skatepark als Abfallhalde zu missbrauchen. Ebenso gibt es Leute, die verrichten ihre Notdurft in der Anlage, denn das TOITOI ist ungepflegt und stinkt. Die nächste öffentliche Toilettenanlage besteht aus einem einzigen WC, ist von der Meret Oppenheim-Strasse her nicht behindertengerecht erreichbar und sowieso abseits unter der Passerelle kaum zu finden.

Davon ausgehend, dass in den nächsten Monaten die Meret Oppenheim-Strasse weiter Gestalt annehmen wird, kommen schon lange Fragen nach einem guten, sinnvollen Busbahnhof auf. In der Gundeldinger Zeitung vom 6. September 2023 liess sich die SBB mit der Aussage zitieren, der provisorische „Internationale Busbahnhof“ würde noch bis Ende 2025 bleiben. Wir schreiben nun Oktober 2025 und geben der Hoffnung Ausdruck, dass in der Planung für einen neuen Busbahnhof optimale Warte- und Sanitäreinrichtungen berücksichtigt sind. Befürchtet wird, dass bei einer fehlgeleiteten Planung Touristinnen und Touristen weiterhin das Gebüsch suchen, um ihre Notdurft zu verrichten und ihren Abfall zu entsorgen.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.10.2025
Sammlung endet: 16.11.2025
Region: Kanton Basel-Stadt
Kategorie: Verkehr

Diese Petition wurde in folgende Sprachen übersetzt

Neuigkeiten

  • Die Vertreter der Petentschaft, Beatrice Isler und David Friedmann, konnten am Montag, 17. August 2026, das Anliegen rund um den Internationalen Busbahnhof vor der Petitionskommission des Grossen Rates vertreten. Wie in jedem korrekten demokratischen Vorgehen hatten auch eine Vertreterin und ein Vertreter der Kantonalen Verwaltung die Möglichkeit ihre Meinung zum Anliegen der Petitionäre zu skizzieren und auch darzulegen, warum der Busbahnhof so gebaut wurde, wie er sich jetzt präsentiert.
     
    Die Mitglieder der Petitionskommission stellten Fragen und nun wird darüber beraten, ob die Kommission das Anliegen der Petentschaft unterstützt. Im besten Fall schlägt sie dem Grossen Rat vor, die Petition zur Erfüllung an den Regierungsrat zu überweisen. Erfüllung hiesse hier, die Toilettensituation zu entschärfen und überhaupt den Ort als Willkommensort aufzuwerten.
     
    Es sei erlaubt, hier folgende Argumentation der Verwaltung kritisch zu hinterfragen:
     

    • Zu teuer: Der Bau einer Toilettenanlage kostet geschätzt eine halbe Million. Der Unterhalt jährlich CHF 30'000. Trotzdem ist das kein Argument dafür, sich nicht darum zu kümmern.
    • Für den Bau einer Toilettenanlage müsste man einen Block Veloständer entfernen, was die Verwaltung kritisiert. Werden hier Veloabstellanlagen gegen WC's ausgespielt, fragte ein Mitglied der Kommission? Für einmal darf auch in unserer Velostadt Basel eine Toilette Vorrang haben.
    • Neuer Busbahnhof beim Badischen Bahnhof in Planung: das Gundeli hat nichts gegen den Busbahnhof. Im Gegenteil: ein Busbahnhof beim SBB ist praktischer, weil hier sämtliche S-Bahnen ankommen. Es gibt zudem aktuell erste Evaluationen für den Standort, trotzdem wird es mindestens 10 Jahre dauern, bis ein neuer Busbahnhof realisiert werden kann.
    • Es sei zumutbar, zum WC auf dem Meret Oppenheim-Platz zu gehen oder zur "Hygienestation" im Untergeschoss der SBB-Wartehalle. Nein, ist es nicht. Und auch nicht behindertengerecht, denn überall hat es Treppen.
    • Es ist SBB Boden und somit nicht Sache der Stadt: Gemäss Bundesgesetz ist die Stadt verpflichtet, für Busse im Linienverkehr (z.B. Flixbusse) eine Busbahnhof Situation zur Verfügung zu stellen. Dies geht bestens in Zürich und gar in Muttenz, wo der Boden auch der SBB gehört.
    • Es gibt weitere politische Forderungen, sei es der Anzug Bochsler (nächste Antwort 2027) oder den Anzug Thommen (Beantwortung 2028). Die Petenschaft gibt klar zum Ausdruck, dass wir nicht so lange warten wollen.

     
     
    Das Wohlwollen der Kommissions-Mitglieder gegenüber unser Petition war überparteilich spürbar. Selbst die Verwaltung bestätigte, wenn auch zögerlich, dass die Situation am Busbahnhof aus Kundensicht nicht optimal ist. Beatrice Isler und David Friedmann verliessen das Hearing gut gelaunt und sehr zuversichtlich. Nun sind wir alle gespannt, wie die Kommissions-Mitglieder entscheiden und welches die nächsten Schritte sind.
     
                    Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden
     

  • Liebe Unterstützende

    Endlich geht es weiter. Das Petitionskomitee ist zu einem Hearing bei der Petitionskommission des Grossen Rates eingeladen. Die Sitzung findet am 17 August statt und wir halten Euch weiterhin auf dem Laufenden. Ihr dürft also kommende Woche mit einem Feedback zu dieser Sitzung rechnen.

    Liebe Grüsse

    Für das Petitionskomitee

    Beatrice Isler & David Friedmann

  • Die Präsidentin der Petitionskommission, Heidi Mück, erklärte Beatrice Isler auf Nachfrage, die Petition komme wohl erst im Herbst 2026 an die Reihe. Die Petitionskommission sei überlastet, tage nur einmal pro Monat und dann fallen infolge Feiertage noch Sitzungen aus. Wir sind konsterniert, dass Anliegen aus der Bevölkerung derart lange auf Behandlung warten müssen. Nach der Petitionskommission kommt ja der Entscheid in den Grossen Rat. Dort heisst es abermals warten.

    Ganz liebe Grüsse aus dem Gundeli

    Beatrice Isler

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17 Tage verbleibend

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