Alter hat Potenzial - zum Wohl der Zuger Bevölkerung und für den Kanton Zug als Arbeitgeber

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Kantonsrat und Regierungsrat

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09/06/2017, 05:33

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Ältere
Arbeitnehmende können mit viel Erfahrung und Fachwissen auftrumpfen. Die meisten Unternehmen
machen sehr gute Erfahrungen mit einer altersmässigen Durchmischung ihrer Mitarbeitenden. Dass
die Generation 50+ häufiger krank oder weniger motiviert sei, ist ein Vorurteil, das sich statistisch
nicht erhärten lässt. Die Wissenschaft hat jedenfalls die Annahme einer abnehmenden Produktivität
älterer Arbeitnehmender schon längst widerlegt [siehe Jürgen Wegge und Franziska Jungmann
(2015), Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit von Jung und Alt in einem Team. In: Deutsches
Zentrum für Altersfragen (Hrsg.), Informationsdienst Altersfragen. 42(01), 3-9. Online-Zugriff am
15.8.2015: www.dza.de/fileadmin/dza/pdf/Heft_01_2015_Januar_Februar_2015_kurz.pdf].
Gewisse Unternehmer sind im Rahmen der Personenfreizügigkeit mit der EU der Verlockung
erlegen, ältere, kostenintensivere Arbeitnehmer zu ersetzen mit billigeren, ausländischen
Arbeitskräften. Das ist nicht nur ein Phänomen, das sich im grenznahmen Gebiet beobachten lässt.
Dort werden Grenzgänger gegen inländische Arbeitskräfte ausgetauscht, was zu einer Vergiftung des
Verhältnisses zu den Grenznachbarn führt, da diese Politik berechtigte Existenz- und Verlustängste
weckt. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo überqualifizierte Grenzgänger (mit tertiärer Ausbildung) Jobs
besetzt haben, die vorher von inländischen Arbeitskräften mit primärer oder sekundärer Ausbildung
ausgeführt wurden. Das führt einerseits zu einer Entwertung der höheren Ausbildung, anderseits zu
einer Verknappung von Arbeitsplätzen für weniger hoch qualifizierte inländische Arbeitskräfte. Von
dieser Substitutionswirtschaft sind oft gerade ältere Arbeitnehmende betroffen, bei denen höhere
Kosten (sozialversicherungsbedingt) mit angeblich weniger aktueller Qualifikation (weil die
Ausbildung schon länger zurückliegt) zusammenfallen.
Diese Tendenzen sind aus zwei Gründen gefährlich: Einerseits unterminieren sie die Unterstützung in
der Bevölkerung für die Personenfreizügigkeit mit der EU und damit einen der Grundpfeiler der
Schweizer Integrationspolitik. Anderseits verschärfen sie die Probleme auf dem Arbeitsmarkt durch
die demografische Entwicklung: Ältere Arbeitnehmende werden länger im Arbeitsprozess bleiben
müssen, soll sich die Schweiz nicht deindustrialisieren (eine Gefahr, die bereits durch die
Frankenstärke akzentuiert wurde).


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