Sicherer Advent am Piaristenplatz: Schule, Kinder und Nachbarschaft brauchen Schutz

Petition richtet sich an
Das Marktamt der Stadt Wien, die Bezirksvertretung Josefstadt, die Stadt Wien

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Petition richtet sich an: Das Marktamt der Stadt Wien, die Bezirksvertretung Josefstadt, die Stadt Wien

Advent mit Maß am Piaristenplatz – Sicherheit vor Kommerz

Am Jodok-Fink-Platz ist ein Christkindlmarkt mit rund 35 Ständen geplant – direkt vor Krippe, Kindergarten und Schulen. Täglich halten sich hier Hunderte Kinder auf, zwischen den Schulgebäuden auf beiden Seiten des Platzes führen Wege der Schule, des Horts und des Kindergartens.

Ein Markt dieser Größe bringt zusätzliche Besucherströme, Alkoholausschank, Verkehr und Lärm – mit offenen Fragen zur Sicherheit, Übersichtlichkeit und Erreichbarkeit für Einsatzkräfte.

Kritisch ist auch: Das Projekt wird von einem privaten Verein organisiert, der wirtschaftlich davon profitiert – während bestehende lokale und gemeinnützige Strukturen verdrängt werden könnten. Politische Nähe (u. a. zur Bierpartei) wirft zusätzliche Fragen auf.

Wir sind nicht gegen einen Christkindlmarkt. Aber Sicherheit für Kinder und gewachsene Nachbarschaft müssen Vorrang haben – vor kommerziellen Interessen.

Unsere Forderungen:

  • Aussetzung des Projekts in der geplanten Größe
  • Transparenz zu Sicherheits- und Verkehrskonzepten
  • Verbindlicher Schutz von Kindern und Schulwegen
  • Einbindung von Pfarre, Schulen, Vereinen und Anrainern
  • Erhalt bestehender Adventtraditionen
  • Prüfung einer kleineren, lokalen Lösung
  • Prüfung einer Austragung an einem weniger belebten Ort, z.B. Schönbornpark

Der Piaristenplatz ist kein Eventgelände, sondern Lebensraum.
Unterstützen Sie unsere Petition für einen Advent mit Maß.

Begründung

Der geplante Christkindlmarkt am Jodok-Fink-Platz / Piaristenplatz betrifft einen sensiblen, bereits intensiv genutzten Lebensraum mitten im Grätzl. Es handelt sich nicht um eine ungenutzte Fläche, sondern um einen Ort, der täglich von Kindern, Eltern, Bildungseinrichtungen, der Pfarre und zahlreichen lokalen Initiativen genutzt und belebt wird.

Wir erleben diesen Platz als sicheren, offenen Raum für Begegnung, Bewegung und Gemeinschaft. Kinder gehen hier in Schule und Kindergarten (Öffnungs- und Unterrichtszeiten bis 17h bzw. 18h), Eltern bringen und holen sie täglich ab, die Pfarre nutzt den Platz das ganze Jahr – besonders im Advent. Dieser freie, nicht kommerziell dominierte Raum ist ein zentraler Bestandteil des sozialen Miteinanders im Viertel.

Der geplante Markt in der Größe von rund 35 Ständen würde den Charakter dieses Ortes grundlegend verändern. Aus einem offenen Nachbarschaftsraum würde ein dicht strukturierter, kommerziell geprägter Veranstaltungsort. Darüber hinaus würde er den Christbaumverkauf verdrängen bzw. auf ein Minimum reduzieren, was nicht im Sinne des Grätzls ist. Damit stellen sich wesentliche Fragen, die bislang nicht ausreichend beantwortet sind:

  • Wie wird die Sicherheit von Kindern – insbesondere nach Schulschluss – gewährleistet?
  • Sind Fluchtwege, barrierefreie Zugänge, Sammelplätze und Zufahrten für Einsatzkräfte jederzeit sichergestellt?
  • Welche Auswirkungen haben zusätzliche Besucherströme, Lieferverkehr, Lärm und Alkoholausschank auf den Alltag im Grätzl?
  • Wie wird die religiöse Nutzung des Platzes sowie die Durchführung von pfarrlichen Aktivitäten weiterhin möglich sein?

Unsere persönliche Betroffenheit ergibt sich daraus, dass wir diesen Ort täglich nutzen, mitgestalten und mittragen – als Eltern, Anrainerinnen und Anrainer, Mitglieder von Vereinen oder Teil der Pfarrgemeinschaft. Die bestehenden Strukturen sind gewachsen und funktionieren: Sie schaffen Begegnung, Zusammenhalt und Stabilität im Alltag. Genau diese Qualität sehen wir durch eine großflächige, externe Nutzung gefährdet.

Zudem haben wir den Eindruck, dass die direkt Betroffenen bislang nicht bzw. nicht ausreichend in die Planung eingebunden wurden. Dabei ist echte Bürgerinnenbeteiligung ein zentraler Grundsatz moderner Stadtentwicklung. Die Stadt Wien selbst betont, dass Beteiligungsprozesse notwendig sind, um tragfähige und akzeptierte Lösungen für öffentliche Räume zu finden (vgl. Stadt Wien – Leitlinien für Bürgerinnenbeteiligung).

Auch sicherheitsrelevante Aspekte sind entscheidend: Veranstaltungen im öffentlichen Raum müssen klare Konzepte zu Fluchtwegen, Zugänglichkeit für Rettungskräfte und Personensicherheit vorweisen (vgl. Wiener Veranstaltungsgesetz; Magistratsabteilung 36 – Veranstaltungswesen). Gerade in unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten sind diese Anforderungen besonders wichtig.
Darüber hinaus zeigen Erkenntnisse aus der Stadtforschung, dass frei zugängliche, nicht kommerzialisierte öffentliche Räume wesentlich zur Lebensqualität, sozialen Interaktion und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen (vgl. Gehl, Jan: Leben zwischen Häusern). Wird ein solcher Raum stark kommerziell genutzt, kann dies bestehende soziale Strukturen verdrängen und Nutzungskonflikte verstärken.

Unsere Petition ist wichtig, weil sie sich nicht gegen einen Christkindlmarkt an sich richtet, sondern für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Ort steht. Wir setzen uns ein für einen Advent mit Maß – einen Advent, der:

  • die Sicherheit von Kindern gewährleistet,
  • die Bedürfnisse von Schulen, Kindergarten und Pfarre respektiert,
  • lokale Vereine und gemeinnützige Initiativen stärkt,
  • die Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer schützt
  • sicherstellt, dass auch der traditionelle Christbaumverkauf nicht durch Verdrängung oder starke Verkleinerung beeinträchtigt wird, und
  • den Charakter dieses besonderen Platzes bewahrt.

Es geht letztlich um eine grundsätzliche Frage:
Wie wollen wir unsere öffentlichen Räume gestalten?
Als rein kommerzielle Eventflächen – oder als Orte der Gemeinschaft, die von den Menschen vor Ort getragen werden?

Wir sind überzeugt: Nachhaltige Lösungen entstehen nur durch Transparenz, echte Beteiligung und Rücksicht auf gewachsene Strukturen. Genau dafür setzen wir uns mit dieser Petition ein.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gemeinschaft Piaristenplatz, Wien
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.06.2026
Sammlung endet: 15.12.2026
Region: Wien Josefstadt
Kategorie: Sicherheit

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Warum Menschen unterschreiben

WENN 2-3 Stände auf diesen von Tradition und Gemeinschaft geprägten „Piaristen“-Platz kommen sollten (auch eine schöne Idee), dann links und rechts flankierend, ohne Gefährdung der allgemeinen Sicherheit, wie Behinderung der Rettungszufahrten & Sammelplätze für über 1000 Kinder & Jugendlichen, wie auch ohne Einschränkung der religiösen Glaubensauslebung wie den Umzügen und Versperrung des einzigen barrierefreien Zugangs in & durch die Kirche!! Und AUSNAHMSLOS für gute Zwecke & direkt von Pfarre & Schulen/Kdg abgestimmten Angeboten wie z.B.: den Restverkauf des berühmten Adventmarkts des ClubKreativs, reglementierte Punschausgabe für die Orgelrenovierung, handgemachte Arbeiten der Schüler & Kindergartenkinder für Ihr zusätzliches Material oder abgestimmte Wünsche zu Ihrer Ausstattung!!! Und das auch noch mitten in einem „Wald“ von wunderschönen Tannen/Fichtenbäumen, der zum Verstecken und Spielen anregt. Aber SICHER NICHT für den nächsten kommerziellen Wahnsinn der sich rundum mehrfach befindet!! Habt ein wenig Gespür und vor allem Respekt vor den vorliegenden Gegebenheiten und Menschen!! Wir wollen nicht euren Konsum und Umsatz fördern!!

Wegen der Sicherheit meiner Kinder.

Weil mein Kind da zur Schule geht!!!!

Sicherer Alltag junger Familienmitglieder- welche dort zur Schule gehen.

Der Piaristenplatz ist ein Schulplatz - ein Kinderplatz mit vielen Jugendlichen. Daher ist ein Weihnachtsmarkt mit etwaigem Kommasaufen nicht das Wahre für die Jugend, die diesen Platz gerne frequentiert. Wer ist der Betreiber, wer steckt hinter diesem Geschäftsmodell?

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