Αίτηση προς:
Nationalrat
Linkshänder werden in Europa seit Jahrhunderten strukturell diskriminiert. Scheren, Schöpfkellen, Füllhalter und zahllose andere Dinge des täglichen Gebrauchs wurden für Rechtshänder entwickelt und können von Linkshändern nur durch ständiges Umlernen verwendet werden. Spezielle Linkshänder-Geräte sind selten und immer teurer.
Linkshänder wurden lange umerzogen, euphemistisch gesprochen: "umgewöhnt". Dies erfolgte mit Gewalt und Schlägen. Zahlreiche Linkshänder wurden dadurch traumatisiert und fristeten ein Leben in emotionaler Armut, manche entwickelten sich in der Folge auffällig. Linkshänder sehen sich zuweilen dem Spott und der Abschätzung der Normalgesellschaft ausgesetzt.
Wenn Sie hieran zweifeln, müssen wir daran erinnern, daß Rechtshänder nicht qualifiziert sind, sich urteilend über den Diskriminierungsgrad zu äußern.
"Händigkeit" ist ein soziales Konstrukt und überdies ein Konzept alter, weißer Männer. Wir wollen einen gleichbereichtigten Zugang zu Gesellschaft und Wirtschaftsleben.
Wir fordern:
- Entschädigung im Rahmen eines Solidarfonds
- Bevorzugte Einstellung im Bundesdienst bei gleicher Qualifikation
- Linkshänderquoten (in Politik, Film, Fernsehen, Berufswelt...)
- außerdem wollen wir in der Gesellschaft sichtbarer werden (Medien)
Unterstützen Sie unser Anliegen einer gerechteren Welt. Stoppt die strukturelle Diskriminierung und fortwährende Schlechterstellung!
Αιτιολόγηση
Der Hintergrund dieses Anliegens besteht darin, daß Linkshänder zwar traditionell mit einer nicht für sie geschaffenen Umgebung umzugehen gelernt haben, diese Mehrleistung aber nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden darf.
Die körperlichen Maßnahmen, mit denen Linkshänder in vielen Ländern auch heute noch auf "das schöne Händchen" umdressiert werden, müssen endlich ein Ende haben. Österreich kann bei diesem wichtigen Anliegen mit gutem Beispiel vorangehen.