Petition richtet sich an:
Bildungsministerium, LandesrätInnen für Bildung in den Bundesländern
Während in Wien die Kinderbetreuung weitgehend gratis ist, zahlen Familien in den Bundesländern teils empfindlich hohe Elternbeiträge. Ein Krippenkind kostet etwa in der Steiermark bis zu 387,38 Euro, ein Kindergartenplatz 240,70 Euro. Bei drei Kindern unter sechs Jahren können so Kosten über 800,00 Euro anfallen.
Im Lockdown 1 wurden diese Beiträge den Eltern erlassen, wenn sie die Betreuung nicht in Anspruch nahmen. Im Lockdown 2 wurden sie zur Hälfte ersetzt. Im Lockdown 3 (seit 26.12.2020) werden die Eltern jedoch voll zur Kasse gebeten, auch wenn sie ihre Kinder zur Gänze zuhause betreuen.
Begründung
Eltern versuchen neben ihrer beruflichen Arbeit im Home Office, das Distance Learning der Schüler zu beaufsichtigen, Kleinkinder zu betreuen und für adäquate Freizeitbeschäftigung zu sorgen.
Während Unternehmen vom Staat mit Fixkostenzuschüssen, Kurzarbeit und Umsatzersatz entschädigt werden, sollen Familien jedoch die vollen Beiträge für die Betreuungsleistungen in Krippen, Kindergärten oder schulischen Nachmittagsbetreuungen zahlen, die sie aus Solidarität und Eigenverantwortung angesichts der Pandemie gar nicht nützen.
Der Staat appelliert an die Eltern, an ihre psychischen und physischen Grenzen zu gehen und die Sozialisierung und Entwicklung ihrer Kinder hintan zu stellen. Aber eine finanzielle Erleichterung gibt es dafür nicht.
Wir fordern im Sinne der Fairness, der gesellschaftlichen Verantwortung und des ganz normalen Hausverstandes, dass Bund und/oder Länder die Elternbeiträge im Lockdown 3 für jene Zeiten zurückerstatten, in denen Leistungen nicht in Anspruch genommen wurden.