Ziel dieser Petition ist die Verhinderung eines Bauprojektes "auf der grünen Wiese". Obwohl mittlerweile das Problem der voranschreitenden Zersiedelung allgemein und hinlänglich bekannt ist, beinahe täglich thematisiert wird und die Behörden nicht müde werden zu beteuern, dass dieser zerstörerische Prozess gestoppt werden muss, soll an einer äußerst sensiblen Stelle und mit massiver Unterstützung durch den Bürgermeister in der wertvollen Kulturlandschaft Maria Saals ein Komplex aus acht Wohneinheiten errichtet werden.

Durch Deine Unterschrift trägst du dazu bei, den Druck auf die Entscheidungsträger bzw. zuständigen Behörden zu erhöhen und diese dazu zu bewegen, sich gegen dieses Vorhaben auszusprechen.

Begründung

Der Wallfahrtsort Maria Saal kann auf eine über eintausendjährige Tradition der Marienverehrung verweisen, denn bereits im mittleren achten Jahrhundert wurde an der Stelle des Marienheiligtums bzw. der gotischen Kirche aus dem späten 15. Jahrhundert die erste hölzerne Kirche – der Gottesmutter Maria geweiht – errichtet. Bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatten wohl Millionen von Pilgern, Besuchern und hier ansässige Menschen aus nahezu allen Himmelsrichtungen und bereits aus großer Entfernung uneingeschränkte Sicht auf den einzigartigen Mariendom. Doch die auf weite Strecken vollkommen plan- und verantwortungslose Praxis in der Umwidmung von landwirtschaftlichen Flächen in Bauland bzw. Gewerbegebiet hat in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass mittlerweile nur noch eine einzige Sichtachse auf den Dom bzw. das ihn umgebende Ensemble aus historischen Gebäuden nicht verstellt wurde, und zwar jene, die sich eröffnet, wenn man sich von Klagenfurt kommend über die Ortschaft Ratzendorf Maria Saal nähert.

Doch nun droht weiteres Ungemach, denn just an jener Stelle, an der sich für die Herankommenden die Türme des Domes stolzen Bäumen gleich aus den Feldern wachsend dem Himmel entgegenstrecken, soll ein Komplex aus acht Wohneinheiten entstehen, der inmitten eines rund sechs Hektar großen – und bisher völlig unverbauten – Areales liegt. Kommt es tatsächlich zur Realisierung dieses Bauvorhabens, so geht dadurch nicht nur die allerletzte unverbaute Ansicht auf den Dom verloren, zusätzlich stellt eine Bebauung an dieser äußerst sensiblen Stelle auch einen Dammbruch dar, denn sie würde ohne Zweifel einer weiteren Bebauung in beide möglichen Richtungen Tür und Tor öffnen, sodass davon auszugehen ist, dass in absehbarer Zeit die gesamte derzeit noch gänzlich unbebaute Fläche der irreversiblen Zersiedelung anheimfallen würde.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stefan Schweiger aus Maria Saal
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