Region: Austria
Administration

Gegen Nazi-Codes und -Koketterie in Ministerien der Republik Österreich

Petitioner not public
Petition is directed to
Bundesminister Norbert Hofer, BMVIT
12 Supporters 12 in Austria
Petitioner did not submit the petition.
  1. Launched May 2018
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Diese Petition hat das vordergründige Ziel, eine Telefondurchwahl, die als Neonazi-Code gedeutet werden kann, zu ändern. Hintergründig soll sie zu erhöhter Aufmerksamkeit und Sensibilität beim Thema NS-Anspielungen und -Koketterie führen.

Herwig Götschober ist Obmann der deutschnationalen Burschenschaft Bruna Sudetia und außerdem im BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) Mitarbeiter für Soziale Medien im Kabinett des Bundesministers Norbert Hofer (FPÖ).

Seine Durchwahl im BMVIT lautet 65 8818. 88 und 18 sind bekannte Neonazi-Codes, die für "Heil Hitler" bzw. "Adolf Hitler" stehen.

Die Durchwahl wird unter anderem auf der folgenden Webseite des Ministeriums veröffentlicht: www.bmvit.gv.at/ministerium/hofer/personal.html Dabei fällt auf, dass die Durchwahlen aller anderen Aufgelisteten mit 65 80 oder 65 81 beginnen. Der Eindruck entsteht, dass sich Herwig Götschober die Nummer 65 8818 absichtlich geben ließ oder zumindest nichts unternahm, um sich eine unverfängliche Nummer geben zu lassen.

Schon im Jänner 2018 wurde die Durchwahl in der Wiener Stadtzeitung "Falter" medial zur Sprache gebracht; passiert ist seitdem nichts: www.dahamist.at/index.php/2018/01/14/telefon-8818-herwig-goetschober/

Erfolg hatte diese Petition, wenn Norbert Hofers Mitarbeiter für Soziale Medien Herwig Götschober eine Durchwahl bekommt, die weder "88" noch "18" enthält.

Reason

Nazi-Symbolik und Neonazi-Codes dürfen in Ministerien der Republik Österreich nicht geduldet werden.

Selbst wenn diese Durchwahl durch reinen Zufall an einen in der Öffentlichkeit stehenden Mitarbeiter gelangt sein sollte oder schon frühere Pressesprecher dieselbe Durchwahl benutzt haben, so ist mit der derzeitigen Regierung eine Situation entstanden, bei der eine Durchwahl 8818 nicht nur als Zufall oder schlechter Scherz, sondern als subversives Bekenntnis zu einer menschenverachtenden und antidemokratischen Gesinnung gesehen werden kann. Sie passt wie die Faust aufs Auge, wie die Klinge auf den Schmiss.

Seit 2015 werden übrigens keine Wunschkennzeichen mit der Zahl 18 oder 88 mehr ausgestellt, da sie per Erlass verboten sind: www.bmvit.gv.at/verkehr/strasse/recht/kfgesetz/erlaesse/kennzeichen/index.html

Auch wenn der Anlass klein und nicht der Aufregung wert erscheinen mag, das Problem dahinter ist es nicht.

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