308 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bau- und Gastgewerbeinspektorat, Migros Basel
Wir fordern die Genossenschaft Migros Basel auf, den Roten Ochsen als Beiz und lebendigen Treffpunkt zu erhalten und bei der geplanten Sanierung eine Lösung zu finden, die seine Weiterführung ermöglicht. Der Rote Ochsen ist nicht einfach ein Restaurant. Er ist ein Stück Kleinbasel, ein Ort der Begegnung und ein Teil einer Geschichte, die über Jahrhunderte zurückreicht.
Bereits 1463 ist an diesem Ort ein Gasthof belegt. Seit 1511 trägt er den Namen «Roter Ochsen». Über Generationen hinweg war der Gasthof Treffpunkt unterschiedlichster Menschen. Von vornehmen Gästen bis zu Handwerksburschen. Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Leben und der Entwicklung Kleinbasels verbunden.
Nun droht dieses Stück lebendige Basler Tradition erneut verloren zu gehen. Die Genossenschaft Migros Basel hat angekündigt, die Liegenschaft an der Unteren Rebgasse 11 / Greifengasse 19/ Ochsengasse 2 umfassend zu sanieren. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung der Innenflächen und der Fassade sowie zusätzlicher Wohnraum im Dach. Aufgrund dieser baulichen Massnahmen soll das bestehende Mietverhältnis spätestens per Ende 2027 beendet werden.
Wir wollen nicht, dass mit der Sanierung auch der Rote Ochsen verschwindet.
Wir fordern deshalb von der Migros Basel:
→ Erhalt des Roten Ochsen als Restaurant und Treffpunkt.
→ Einen offenen Dialog mit den Betreibenden und der Bevölkerung über die Zukunft dieses traditionsreichen Ortes.
Eine Stadt lebt nicht nur von neuen Gebäuden und sanierten Fassaden. Sie lebt von den Orten, an denen Menschen zusammenkommen, Geschichten entstehen und Traditionen weitergegeben werden.
Der Rote Ochsen gehört zu Kleinbasel. Lassen wir ihn nicht zum nächsten Stück Geschichte werden, das nur noch auf Papier existiert.
Begründung
Warum wir den Roten Ochsen retten müssen:
Basel ist stolz auf seine Geschichte. Doch Geschichte besteht nicht nur aus historischen Gebäuden, Jahreszahlen und Einträgen im Staatsarchiv. Geschichte lebt dort, wo Menschen sie weitertragen.
Der Rote Ochsen steht sinnbildlich dafür.
Seit Jahrhunderten kommen an diesem Ort Menschen zusammen. Der Gasthof wurde bereits 1463 erstmals erwähnt, seit 1511 trägt er den Namen «Roter Ochsen». Die Ochsengasse selbst erinnert bis heute an diesen traditionsreichen Gasthof.
Doch die Geschichte des Roten Ochsen ist auch eine Geschichte des Widerstands gegen sein Verschwinden.
Bereits beim Bau des heutigen Claramarkts stand der Rote Ochsen vor dem Aus. Der historische Bau musste weichen und wurde 1982 abgebrochen. Doch damals wurde eine Lösung gefunden: In Verhandlungen mit der Migros konnte durch das Architekturbüro Büchel erreicht werden, dass der Rote Ochsen erhalten blieb – wenn auch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form.
Ausgerechnet dort, wo einst ein historischer Gasthof hätte verschwinden können, entstand so die Möglichkeit, seine Geschichte weiterzuschreiben.
Und heute? Heute droht genau diese Geschichte erneut zu enden.
Nach 42 Jahren soll der Rote Ochsen wegen der geplanten Sanierung des Claramarkts erneut weichen. Die Migros hat das Mietverhältnis auf spätestens Ende 2027 angekündigt.
Das ist mehr als die Kündigung einer Beiz.
Es ist die Frage, was uns unsere Geschichte wert ist.
Denn ein Ort wie der Rote Ochsen lässt sich nicht einfach an einem anderen Ort neu eröffnen. Man kann eine Bar neu einrichten, einen neuen Gastraum bauen und ein neues Schild an die Fassade hängen. Aber man kann nicht einfach Jahrhunderte an Geschichte, Erinnerungen und Verbundenheit mitnehmen.
Der Rote Ochsen hat bereits einmal einen Wandel überlebt. Er wurde verändert, angepasst und neu gedacht, aber er konnte bleiben.
Warum sollte das nicht auch diesmal möglich sein?
Natürlich darf und soll sich Basel weiterentwickeln. Der Claramarkt darf saniert, Wohnraum geschaffen und die Liegenschaft modernisiert werden. Aber Entwicklung und Tradition müssen sich nicht ausschliessen.
Wir wünschen uns keine Verhinderung der Sanierung.
Wir wünschen uns den Willen, eine Lösung zu finden.
Eine Lösung, bei der der Rote Ochsen an seiner Ursprünglichen Lage bleiben und weiterleben kann. Eine Lösung, die zeigt, dass ein Unternehmen wie die Migros nicht nur Gebäude entwickeln, sondern auch Verantwortung für die Orte übernehmen kann, die über Jahrzehnte Teil ihres Umfelds geworden sind.
Denn wenn der Rote Ochsen jetzt verschwindet, verlieren wir nicht einfach eine weitere Beiz.
Wir verlieren ein Stück Kleinbasel.
Darum sagen wir:
Der Rote Ochsen soll bleiben.
Nicht als Museum. Nicht als Erinnerung. Sondern als lebendige Beiz, als Treffpunkt und als Teil von Kleinbasel.
Unterschreibe und hilf mit, dass eine Geschichte, die bereits einmal gerettet wurde, nicht zum zweiten Mal verloren geht.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
28.08.2026
Sammlung endet:
27.02.2027
Region:
Kanton Basel-Stadt
Kategorie:
Bauen
Übersetzen Sie jetzt diese Petition
Neue SprachversionDebatte
Unsere Traditionen bestehen auch aus Treffpunkten wie das Öchsli. Schon mit der Jungen Garde habe ich dort an den Fasnachten das Nacjtessen genossen. Vor dem damaligen Umbau.
Noch kein CONTRA Argument.
Warum Menschen unterschreiben
Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.
Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen
Das ist ein Ort Kleinbasel und Geschichte. Als Treffpunkt bei jung und alt sehr beliebt.