Plastik ist allgegenwärtig in unserem Alltag, besonders im Lebensmittelbereich und der Verpackungsindustrie.

Einwegverpackungen sind bequem, aber landen relativ rasch im Abfall und benötigen wichtige Ressourcen in der Herstellung. Die Plastikproduktion ist seit 1950 weltweit von 1,7 auf über 280 Millionen Tonnen angestiegen.

www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/wie_lange_braucht_der_muell_um_abgebaut_zu_werden.pdf

Begründung

Die Auswirkungen unserer Bequemlichkeit bekommen vor allem andere zu spüren – die Natur, die Ozeane und allen voran die Meereslebewesen. Schildkröten, Haifische, Delfine und andere unschuldige Meerestiere verheddern sich und ersticken in ausrangierten, aus Kunststoff bestehenden Fischernetzen, die leider im Meer landen. Vögel, Fische und Wale fressen Plastikteile wie Strohhalme, Plastiksäcke oder Petflaschen Deckel, da sie diese mit Quallen, Würmern oder Nistmaterial verwechseln. Erst vor Kurzem verendete ein Blauwal an 30kg Plastikmüll in seinem Bauch.

Man geht davon aus, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind, Kunststoffe vollständig zu zersetzen. Bis zu 450 Jahre benötigen eine Kunststoffflasche oder eine Wegwerfwindel, bis sie sich zersetzt haben. Plastik ist biologisch ‚inert‘, also sehr stabil und löslich, und daher auch kaum einer Mineralisation unterworfen. Das bedeutet, dass Mikroplastikpartikel zwar kontinuierlich kleiner, aber nicht vollständig abgebaut werden.

Aktuellen Studien zufolge wird es bis 2050 mehr Plastik in unseren Meeren, Seen und Flüssen haben, als Fische. Die Mikroplastik Level in unseren Gewässern aber auch in unseren Gemüsebeeten sind alarmierend hoch. Eine neue Studie bestätigt, dass 83% unseres Trinkwassers kontaminiert ist - durch Plastikpartikel.

Dabei gibt es weltweit über 800 Studien, die sich mit den schädlichen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt befassen und sich in einem Punkt einig sind: Es gibt kein schadstofffreies Plastik. Denn selbst die für die Lebensmittelbranche zugelassenen Plastiksorten PE, PP und PET beinhalten schädliche Stoffe und geben sie an die Umgebung ab.

Selbst in unseren Blutbahnen finden sich bei über 90% der Menschen mittlerweile hohe Anteile an Mikroplastik bzw. BPA. BPA imitiert Hormone bzw. ist ein synthetisches Hormon, das östrogene Wirkung hat. Eine Störung der Hormon-Produktion wegen Zellveränderungen hat somit Auswirkungen auf viele Bereiche.

Nicht zuletzt trägt die Plastikproduktion auch erheblich zum Klimawandel bei. Derzeit bestehen die meisten Plastiktüten aus fossilem Rohöl. Das heißt, bei der Produktion von Plastiktüten werden jährlich zugleich rund 60 Millionen Tonnen Kohlendioxid, eines der Treibhausgase, emittiert. Durch das achtlose Wegwerfen von Plastiktüten gehen viele Rohstoffe verloren. In Europa entspricht die Energie der auf Deponien entsorgten Tüten der Stromproduktion von 1,6 Atomkraftwerken.

Wir, die Unterzeichnenden, finden dies nicht akzeptabel und verlangen, dass etwas passiert.

Wir begrüssen die Bemühungen des Schweizer Handels aufgrund der Abstimmung von 2012, kostenlose Plastiksäcke abzuschaffen. Wir unterstützen in höchstem Mass den Vorstoss der europäischen Kommission, Einweggeschirr, Strohhalme und Ballonbefestigungen komplett zu verbannen. Es ist aber noch nicht genug, es braucht mehr, um zukünftige Generationen nicht einen Plastikverseuchten Planeten zu hinterlassen, der nicht mehr bewohnbar ist

Mehrweggebinde und Pfandgebühren sowie Massnahmen vergleichbar mit den kompostierbaren Plastiksäcken für 5Rp pro Tasche erachten wir als guten Start in eine Plastikfreie Zukunft.

Wir, die unterzeichnenden, verlangen von der Schweizer Regierung bis 2023 aktiv gegen Plastikmüll vorzugehen und sich für eine drastische Reduktion desselben mittels eines Verbotes von Einwegverpackungen, Einwegplastik, Strohhalmen und unnötigen Plastikprodukten einzusetzen.

Dies beinhaltet unter anderem Plastikverpackungen bei Frischprodukten, bei verderblichen und haltbaren Lebensmitteln, im Bereich der persönlichen Hygiene und Haushaltsartikel wie Einweggeschirr, Strohhalme, Rührstäbchen, Plastikbecher etc. Ausgenommen sind Kunststoffprodukte, die für den medizinischen Bereich notwendig sind

Wir fordern deshalb: - generelles Verbot von Einwegplastik, insbesondere im Lebensmittelbereich - Umdenken des Handels, Umschwenken auf umweltschonende Alternativen aus nachhaltigem Anbau (Bambus, Hanf, Heu etc; Labelling durch Hitze oder Laser bei Lebensmitteln etc) - Mehrweggebot (mit Pfandsystem) für alle Restaurantbetriebe, Anlässe, Take Aways - Einsatz von Alternativen zum Kunststoff in allen Bereichen.

Die Schweiz muss jetzt handeln und nicht abwarten, bis oder ob die EU und alle anderen Staaten etwas ähnliches beschliessen. Wir haben nur einen Planeten.

Quellen: Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen

Umwelt Bundesamt www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/verrottet-plastik-gar-nicht-nur-sehr-langsam

Oceancare www.oceancare.org/de/aktuell/petitionen/gegen-plastikverpackungen-bei-bioprodukten/

Greenpeace petitionen.greenpeace.at

Regenwald.org www.regenwald.org/petitionen/935/aktion-stoppt-die-plastiktueten

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Flavia Müller aus Allschwil
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Warum Menschen unterscheiben

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